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StartseiteVerbrauchertippAlternative Möglichkeiten zum Kapitalaufbau16.10.2019

Vermögenswirksame LeistungenAlternative Möglichkeiten zum Kapitalaufbau

Für vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber gibt es verschiedene Anlagemöglichkeiten: Zum Kapitalaufbau werden Banksparpläne, Rendite-Bausparpläne oder auch Fondssparpläne angeboten. Wer sich für einen Fondssparplan entscheidet, kann von Gewinnen an den Aktienmärkten profitieren.

Von Susanne Kuhlmann

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15.08.2019, Hessen, Frankfurt/Main: Die Dax-Kurve ist im Handelssaal der Börse hinter den Arbeitsplätzen der Händler zu sehen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa | Verwendung weltweit (dpa)
Börse in Frankfurt/Main (dpa)
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Für das Fondssparen mit vermögenswirksamen Leistungen wird ein Geldinstitut gebraucht, das die Fondsanteile kauft und in einem Depot verwaltet. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fragte zwölf Banken und Wertpapierdienstleister, ob sie ein solches Modell anbieten. Georg Tryba zum Ergebnis:

"Wo es dann ganz gut klappt, ist zum Beispiel als Großbank die Commerzbank, bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Da gibt es noch Finanzdienstleister, die ebase heißen. Die machen das Geschäft für unabhängige Finanzvermittler. Da kann man auch solche Fonds bekommen."

Viele Groß- und Direktbanken machen nicht mit

Regionale Sparkassen und andere Geldinstitute vor Ort bieten das VL-Fondssparen also meistens an, während eine Reihe von Groß- und Direktbanken nicht mitmacht.

Das Guthaben auf dem Sparkonto schrumpft wegen der Niedrigzinsen und der Inflation. Wer dagegen zum Beispiel in den Weltaktienfonds MSCI World investierte, so das Portal Finanztip, konnte in den vergangenen zehn Jahren eine Rendite von über acht Prozent erzielen. Neben dem Kauf von Fondsanteilen entstehen allerdings weitere Kosten.

"Das ist einerseits die Depotverwaltung. Man muss die Aktien da reinlegen. Da gab es einen Anbieter – das war die Commerzbank – die macht das kostenlos. Die anderen lagen zwischen 9 Euro und 12,50 Euro im Jahr. Und über sieben Jahre ist das ein Posten, der sich läppern kann."
Hinzu kommt meistens ein Ausgabeaufschlag. Das ist eine Gebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen einmalig fällig wird; gewöhnlich fünf Prozent der Kaufsumme.

"Bisweilen gibt es da Rabatt unter den Anbietern. Aber bei unseren war das nur bedingt der Fall. Die meisten haben gesagt, wir haben da keinen Einfluss drauf. Es gab immerhin bei der Commerzbank, die ja das kostenlose Depot anbot – die hatte einige ausgewählte VL-Fonds, bei denen man die Hälfte des Ausgabeaufschlags sparen konnte. Und bei einem - Finvesto hieß der – da gab es sogar 75 Prozent Rabatt."

Guter Vergleich ist ratsam

Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rechnet vor, mit welcher Summe der Ausgabeaufschlag am Ende der sechs Sparjahre zu Buche schlägt, wenn pro Monat 30 Euro angelegt werden.

"Bei einem regulären Aufschlag von fünf Prozent sind das dann 108 Euro, die insgesamt im Laufe der Anlagezeit anfallen. Man sollte auf jeden Fall gut vergleichen."

Eine andere Möglichkeit, Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren zu sparen, ist, nur die erwähnten börsengehandelten Indexfonds zu kaufen, ETFs. Sie bilden lediglich einen Aktienindex nach und werden nicht aktiv gemanagt. Es gibt keine Ausgabeaufschläge und die Verwaltungsgebühr liegt bei etwa einem halben Prozent.

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