Dienstag, 02.06.2020
 
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StartseiteLebenszeitWenn die Familie zusammenrückt03.04.2020

Verordnete NäheWenn die Familie zusammenrückt

Zurzeit herrscht in deutschen Haushalten Ausnahmezustand. Viele Berufstätige arbeiten aus dem Homeoffice, Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Für Familien bedeutet das viel mehr Zeit miteinander: Eine wünschenswerte Situation für die einen, zu wenig Raum für sich selbst, finden die anderen.

Eine Sendung von Tereza Bora und Andreas Stopp (Moderation)

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Klassenzimmer und Arbeitsplatz vereint in der Küche – ein Mann mit zwei Kindern mit Unterlagen und Laptop (imago/ Westend61)
Alle rücken zusammen – wie schafft man das am besten ohne Konflikte? Und wie geht es denen, die ganz allein sind? (imago/ Westend61)

Wie kann diese Zeit zufriedenstellend für alle Beteiligten und konfliktfrei gestaltet werden? Wie kann trotz fehlender Kinderbetreuung eine gute Heimarbeit gelingen? Welche Auswirkungen hat das dauerhafte zu Hause bleiben auf die innerfamiliären Bindungen?

Aber es gibt auch das umgekehrte Problem: Manche Familienmitglieder können in dieser Krise nicht näher zusammenrücken – ein Enkelkind und seine Großeltern beispielsweise sollen zurzeit jeglichen Kontakt miteinander vermeiden. Nicht nur Ältere, auch aus anderen Gründen gefährdete Personen sollen auch innerhalb der Familie Distanz wahren. Wiederum andere sind von ihrer Familie getrennt, da sie im Ausland wohnen und arbeiten. Das Abstand halten fällt vielen in diesen Tagen schwer: "Wir möchten, gerade in Zeiten der Not, einander nah sein. Wir kennen Zuwendung als körperliche Nähe oder Berührung. Doch im Augenblick ist leider das Gegenteil richtig. Und das müssen wirklich alle begreifen: Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge", sagte die Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Appell an alle Bürgerinnen und Bürger. Wie also kann kontaktlose Zuneigung aussehen? Kann sie echte körperliche Nähe ersetzen?

Wie hat sich Ihr Familienalltag in der Coronakrise verändert? Welche Strategien nutzen Sie, um eine familiäre Harmonie aufrecht zu erhalten? Welche Chancen bietet das dauerhafte Beisammensein der Familie? Wie können Kinder sinnvoll beschäftigt werden? Wie gehen Sie damit um, wenn Sie ein Familienmitglied zurzeit nicht treffen dürfen?

Gesprächsgast:

  • Elisabeth Raffauf, Diplom-Psychologin, Familien- und Erziehungsberaterin, Köln

Rufen Sie kostenfrei an unter: 00 800 4464 4464 oder schreiben Sie eine Mail an: lebenszeit@deutschlandfunk.de

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