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Versammlung in Buenos AiresIOC billigt umstittene Athletenerklärung

133. IOC-Versammlung in Buenos Aires (imago sportfotodienst)
133. IOC-Versammlung in Buenos Aires (imago sportfotodienst)

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die umstrittene Erklärung zu den "Rechten und Pflichten von Athleten" auf seiner Versammlung in Buenos Aires einstimmig gebilligt.

Dies teilte das IOC am Dienstag mit. Die sogenannte "Athletes Declaration", die von der IOC-Athletenkommission ausgearbeitet wurde, soll Sportler vor Missbrauch, Diskriminierung und Doping schützen. Das IOC nannte die Erklärung in seiner Mitteilung "bahnbrechend" und gab an, die Ansichten und Meinungen von mehr als 4200 Athleten aus 190 Ländern berücksichtigt zu haben. Dennoch ist das Dokument bei zahlreichen Spitzensportlern umstritten. Entsprechend hatten sich die Athletenverbände im Vorfeld gegen die Verabschiedung der neuen Erklärung des IOC gewandt und um Aufschub gebeten. "Wir sind nicht davon überzeugt, dass die Stimme der Athleten ausreichend gesucht wurde", hieß es vonseiten der Kritiker. Zu den "Aufsässigen" gehören Athleten-Verbände aus den USA, Kanada, Großbritannien und Deutschland, deren Wortführer Degenfechter Max Hartung ist, der am Wochenende im Amt des Vorsitzenden der Athletenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bestätigt worden war.

Zudem kürte das IOC die Bewerbungen aus Calgary, Stockholm und Mailand/Cortina d'Ampezzo zu offiziellen Kandidaten für die Ausrichtigung der Olympischen Winterspiele 2026.