Die Nachrichten
Die Nachrichten

VerschwörungsideologienMedienanstalten überprüfen nach DLF-Informationen rechte Portale

Ein Computerbildschirm, der die Seite von Ken Jebsen zeigt (Deutschlandfunk / Michael Borgers)
"Gates kapert Deutschland!" - ein Video von Ken Jebsen, das millionenfach angeschaut wurde und das eine klassische Verschwörungserzählung verbreitet (Deutschlandfunk / Michael Borgers)

Mehrere Landesmedienanstalten gehen nach Informationen des Deutschlandfunks gegen umstrittene Online-Portale aus dem rechten Spektrum und dem Spektrum der Verschwörungsideologien vor.

Die Medienanstalten Berlin-Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland sowie Hamburg/Schleswig-Holstein haben insgesamt 13 sogenannte Hinweisschreiben an Online-Medien verschickt, die nicht Mitglied des Presserates sind. Im Fall des Kanals "KenFM" verfolge man in Berlin-Brandenburg den Anfangsverdacht, dass journalistische Grundsätze nicht eingehalten worden seien. Zu den anderen Fällen sagte der Chef der Landesmedienanstalt NRW, Schmid, es gehe etwa um handwerkliche Fehler oder um eine unzureichende Kennzeichnung von Quellen. Nach DLF-Informationen ist auch die Facebook-Seite des "Deutschland-Kuriers" betroffen.

Online-Medien, die sich nicht freiwillig dem Presserat angeschlossen haben, waren bisher weitgehend unreguliert, was das Einhalten journalistischer Grundsätze angeht. Das bedeutete, dass es kaum möglich war, Angebote im Netz einzuschränken, die journalistisch anmuten, aber Halbwahrheiten und Verschwörungsmythen verbreiten. Das hat sich geändert, seit ein neuer Medienstaatsvertrag in Kraft getreten ist.

Diese Nachricht wurde am 15.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.