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Viele Medien betroffenWhatsapp schränkt Massen-Nachrichten ein

Das Logo von WhatsApp, vor dem die Silhouetten von zwei Personen zu sehen sind. (imago)
Massennachrichten bei Whatsapp werden eingeschränkt (Symbolbild). (imago)

Whatsapp will verstärkt gegen eine unerlaubte Nutzung seines Diensts vorgehen. Das wird auch viele Medien betreffen, die eine Art Newsletter über den Messenger anbieten.

Man setze sich dafür ein, "den privaten Charakter unserer Plattform zu stärken und unsere Benutzer vor Missbrauch zu schützen", schreibt Whatsapp auf seiner Internetseite. Man werde ab dem 7. Dezember rechtliche Schritte einleiten, wenn jemand "mit automatisierten Nachrichten, Massennachrichten oder einer nicht personenbezogenen Verwendung gegen unsere Nutzungsbedingungen" verstoße oder andere dabei unterstütze.

Der Schritt werde auch viele Medien betreffen, unterstreicht das Branchenportal "MEEDIA" in einem Artikel. Bislang hätten diese sich in einer rechtlichen Grauzone bewegt. In den vergangenen Jahren sind mehr Medien bei Whatsapp aktiv geworden - etwa die die Süddeutsche Zeitung oder der Westdeutschen Rundfunk. Nach eigenen Angaben hat der Schweizer Rundfunk als erstes deutschsprachiges Medienunternehmen 2014 mit Nachrichten auf dem Dienst experimentiert.

Da der zum Facebook-Konzern gehörende Messenger den regelmäßigen Versand von Nachrichten an einen großen Personenkreis durch Medien nicht vorsieht, setzen viele von ihnen auf Drittanbieter. Diese sind neben den Medien selbst von der Ankündigung betroffen. Whatsapp verweist auf seiner Seite auf offizielle Möglichkeiten für Unternehmen, über den Dienst mit Kunden in Kontakt zu treten. Mit ihnen lassen sich die bisherigen Newsletter-Angebote der Meiden allerdings nicht umsetzen.

Whatsapp hatte zuvor bereits die Weiterleitung von Nachrichten an große Personenkreise eingeschränkt. Damit reagierte der Messenger-Dienst unter anderem auf Vorfälle in Indien. Dort wurden nach der Verbreitung von Falschmeldungen mehrfach Menschen gelyncht.