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StartseiteGesichter EuropasViktor Orbans "Systemwechsel"15.01.2011

Viktor Orbans "Systemwechsel"

Wie Ungarns Regierung das Land verändert

Misswirtschaft, Korruption, Lügen und politische Blockaden lassen viele Ungarn 20 Jahren nach der Wende an den Vorzügen der Demokratie und der freien Marktwirtschaft zweifeln. Die Folgen sind entweder politische Apathie oder aggressiver Nationalismus - und die politisch-gesellschaftliche Spaltung wird dabei immer größer.

Mit Reportagen von Jan-Uwe Stahr

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban auf einem EU-Gipfel in Brüssel (AP)
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban auf einem EU-Gipfel in Brüssel (AP)

Doch nun soll sich Ungarn im Hauruck-Verfahren verändern: Viktor Orban, Ministerpräsident und Anführer der Fidesz-Partei hat die Vollendung der Revolutionen von 1956 und 1989 versprochen – mit aller Kraft soll ein neues "System der nationalen Einheit" geschaffen und das Land aus der Krise geholt werden. Tatsächlich macht sich die praktisch oppositionslose Übermacht der Fidesz-Partei im Parlament und in fast allen Rathäusern immer stärker bemerkbar: Verfassungsänderungen im Alleingang, Gesetzgebungen im Schnellverfahren und die versuchte Kontrolle der Medien und prägen nun den politischen Alltag. Bedeutet die nationale Wende eine Abkehr von der Demokratie?

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