Corona-PandemieVirologe Kekulé spricht sich für Krisenstab im Kanzleramt aus

Der Virologe Kekulé hält einen Corona-Krisenstab im Kanzleramt grundsätzlich für sinnvoll.

25.11.2021

Porträt des Virologen Prof. Alexander Kekulé, 29.01.2020.
Der Epidemiologe Alexander Kekulé hält einen Corona-Krisenstab im Kanzleramt für grundsätzlich sinnvoll. (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)
Dieser Pandemiekommission müssten Experten verschiedener Wissenschaftsdisziplinen angehören, die in einem strukturierten und nachvollziehbaren Prozess ausgewählt worden seien, sagte Kekulé im Deutschlandfunk. Bislang habe die noch amtierende Bundesregierung mehr oder weniger erratisch gehandelt und sich Personen herangeholt, die vorher in einer Talkshow gesessen hätten. Die Politik müsse sich aber darauf einstellen, dass die Einrichtung eines derartigen Gremiums risikobehaftet sei, erklärte der Mediziner. Zum einen sei es demokratisch nicht legitimiert, zum anderen werde es für Regierungsverantwortliche schwerer, öffentlichen Empfehlungen des Krisenstabes zu widersprechen. Kekulé wies zudem darauf hin, dass eine solche Runde kein Instrument sei, die akute Lage in den Griff zu bekommen.
Zur Eindämmung der Coronapandemie sieht der von den Ampelparteien ausgehandelte Koalitionsvertrag einen Krisenstab im Kanzleramt vor. Außerdem soll ein Expertengremium täglich die Lage bewerten.

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Diese Nachricht wurde am 25.11.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.