Die Nachrichten

Deutschlandfunk24 Die Nachrichten

Die Nachrichten

VirusKuba könnte Zika-Infektionen nicht gemeldet haben

Eine Stechmücke der Art Aedes aegypti (picture alliance /dpa /Gustavo Amador)
Die Stechmückenart Aedes aegypti ist Überträger des Zika-Virus. (picture alliance /dpa /Gustavo Amador)

Forscher der US-Universität Yale haben Hinweise dafür gefunden, dass es in der zweiten Jahreshälfte 2017 in Kuba einen verdeckten Zika-Ausbruch gegeben haben muss.

Wie das Magazin New Scientist berichtet, untersuchten die Wissenschaftler 184 Reisende, die sich mit dem Zika-Virus angesteckt hatten. Dabei fanden sie heraus, dass sich 95 Prozent von ihnen zuvor in Kuba aufgehalten hatten. Hochrechnungen ergaben, dass zu jener Zeit rund 5.700 Menschen in Kuba mit dem Virus infiziert wurden. Die Behörden des Landes hätten damals aber offiziell nur rund 1.900 Infektionen gemeldet. Nach Ansicht der Forscher könnte sich das Zika-Virus in Südamerika verdeckt weiter verbreiten, auch wenn der Gipfel der Zika-Epidemie überschritten ist. Das Zika-Virus gilt als gefährlich, weil eine Infektion in der Schwangerschaft beim Fötus zu Fehlbildungen des Gehirns führen kann.