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VolksentscheidDie Schweiz bekommt ein Verhüllungsverbot

Zerrissene Plakate des Egerkinger Komitees stehen an einer Straße. Sie zeigen die schematische Darstellung einer Frau mit Vollschleier und schwarzer Sonnenbrille. (dpa / Peter Klaunzer/ keystone)
Gegner der Initiative haben Plakate des "Egerkinger Komitees" teilweise heruntergerissen. (dpa / Peter Klaunzer/ keystone)

In der Schweiz hat sich eine knappe Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für ein Verhüllungsverbot ausgesprochen.

Bei dem Volksentscheid votierten laut Endergebnis gut 51 Prozent mit Ja und knapp 49 Prozent mit Nein. Von den 26 Kantonen waren 20 für das Verbot und sechs dagegen. Damit muss das Verbot in die Verfassung aufgenommen werden. Die Initiative kam aus dem Umfeld der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei. Sie sieht auch vor, dass etwa auch Demonstranten ihr Gesicht nicht mehr verstecken dürfen. Die Initiatoren machten aber deutlich, dass ihr Vorschlag vor allem auf ein Verbot der muslimischen Kopfverhüllungen Burka und Nikab abzielt. Die Schweizer Regierung, das Parlament und alle großen Parteien außer der SVP waren gegen den Gesetzesvorschlag.

Diese Nachricht wurde am 08.03.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.