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StartseiteSternzeitUnd ewig grüßt der Supermond13.11.2016

Vollmond ganz nahUnd ewig grüßt der Supermond

Morgen um 14:52 Uhr ist Vollmond. Weil der Mond nur zweieinhalb Stunden zuvor seinen erdnächsten Bahnpunkt passiert hat, kommt uns der Vollmond morgen besonders nah vor - nur fünfmal in diesem Jahrhundert rückt die volle Kugel näher an die Erde heran.

Von Dirk Lorenzen

Ein große Vollmond, vor dem sich ein Passagierflugzeug abhebt.  (AFP / Adrian Dennis)
Mond kommt der Erde so nah wie seit 60 Jahren nicht mehr. (AFP / Adrian Dennis)

Ganz Eifrige jubeln nun wieder vom Supermond am Himmel, der besonders hell und groß leuchte. Doch das ist völlig übertrieben.

Der Mond läuft auf einer elliptischen Bahn um die Erde - sein Abstand schwankt um 14 Prozent. Geübte Beobachter nehmen durchaus wahr, ob der Mond gerade in Erdferne oder Erdnähe steht. Aber ein Supermond fällt nicht auf.

Denn bei seinem Lauf um die Erde kommt der Mond uns jeden Monat bis auf etwa 357.000 Kilometer nah und entfernt sich bis auf rund 406.000 Kilometer.

Morgen beträgt der Abstand zum Vollmond 356.523 Kilometer. Der engste aller Supermonde in diesem Jahrhundert kommt der Erde noch knapp hundert Kilometer näher.

Der Vollmond ganz knapp über dem Südhorizont - zeitgleich leuchtet im Norden die Sonne  (Stellarium)Der Vollmond (Stellarium)

Bei einem Monddurchmesser von dreieinhalbtausend Kilometern spielt das ohnehin kaum eine Rolle. Im Bild gesprochen schiebt der Mond morgen einfach nur den Bauch ein wenig vor.

Vollmond und Erdnähe ereignen sich recht häufig in zeitlicher Nähe. Pro Jahr gibt es drei bis vier "Supermonde".

Der morgen ist für 17 Jahre der uns nächste. Im November 2034 kommt der Vollmond gut 70 Kilometer dichter heran. Doch auch dann wird die silbergraue Kugel am Himmel einfach nur groß erscheinen und nicht supergroß - genau wie morgen.

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