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Vor 30 JahrenLiverpool gedenkt Opfer der Hillsborough-Katastrophe

Die Tribüne im Fußballstadion von Sheffield während der Massenpanik am 26. April 1989  (picture alliance / dpa)
Die Tribüne im Fußballstadion von Sheffield während der Massenpanik am 26. April 1989 (picture alliance / dpa)

In Liverpool wird heute der Opfer der Hillsborough-Katastrophe vor 30 Jahren mit einer Schweigeminute und Glockenläuten gedacht.

Am 15. April 1989 kam es während des Pokal-Halbfinales im Football Association Challenge Cup zwischen Nottingham Forrest und dem FC Liverpool zu einem Unglück, in dessen Folge 96 Menschen starben. Dies gilt als schlimmstes Unglück der britischen Sportgeschichte. Die meisten der Opfer waren Anhänger des FC Liverpool. Sie wurden bei einer Massenpanik im Hillsborough-Stadion von Sheffield im Gedränge zerquetscht oder totgetrampelt.

Der Bericht einer britischen Boulevard-Zeitung wenige Tage nach dem Unglück sorgte für Empörung. Darin wurden Fußballfans beschuldigt, Einsatzkräfte behindert zu haben. Die Vorwürfe stellten sich später als falsch heraus.

Die britische Regierung setzte Jahre später eine unabhängige Kommission ein, um die Hintergründe des Unglücks zu klären. Sie kam zu dem Schluss, dass die Behörden die Verantwortung für die Tragödie tragen und nicht die Fußballfans. Polizisten hatten die Fans demnach in bereits überfüllte Blöcke gedrängt und Fluchttore versperrt. Wären diese bei der Panik geöffnet worden, hätten viele Opfer vermutlich gerettet werden können.