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Vor Spitzentreffen im KanzleramtDGB dringt auf zwölf Euro Mindestlohn

Reiner Hoffmann sitzt auf dem Podium und spricht. (imago/Jürgen Heinrich)
Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann (imago/Jürgen Heinrich)

Vor dem Spitzentreffen der Gewerkschaften mit Bundeskanzlerin Merkel dringt der DGB-Vorsitzende Hoffmann auf die Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro.

Wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften sich in der Mindestlohnkommission nicht auf eine armutsfeste Lohnuntergrenze einigen könnten, dann sollte die Regierung nachjustieren, sagte Hoffmann dem "Handelsblatt". Man könne darüber reden, ob eine Anhebung in einem oder mehreren Schritten erfolgen solle. Kritisch äußerte sich Hoffmann zu Überlegungen von SPD-Chefin Esken für eine mögliche Vergesellschaftung von Unternehmen. Die Forderung habe der Deutsche Gewerkschaftsbund schon 1996 aus seinem Grundsatzprogramm gestrichen, weil sie nicht zwingend eine Perspektive zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen sei.

Hoffmann führt morgen zusammen mit den Vorsitzenden der acht DGB-Einzelgewerkschaften Gespräche mit Merkel im Kanzleramt.