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StartseiteVerbrauchertippDaten sicher verschlüsseln23.09.2019

VPN-ClientsDaten sicher verschlüsseln

Im Internet versenden wir ständig Daten von A nach B. Besonders in öffentlichen WLAN-Netzen können diese leicht mitgeschnitten werden. Davor schützen VPN-Clients - eine Software, die diese Daten verschlüsselt. Verbraucher sollten aber darauf achten, in welchem Land die Server der VPN-Anbieter stehen.

Von Ann-Kathrin Stracke

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Ein Servermodul, das Verbindungen via "Trusted VPN" unterstützt. (picture alliance / Matthias Balk)
Ein VPN-Client ist eine Software, die auf dem Rechner, Tablet oder Smartphone läuft und sich mit dem Server verbindet (picture alliance / Matthias Balk)
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Sind wir im Netz unterwegs, hinterlassen wir beim Surfen überall unsere IP-Adresse. Die sei wie eine Telefonnummer, die man über Umwege persönlich zuordnen könne, erklärt Ronald Eikenberg, Redakteur für Sicherheitsthemen beim c’t-Magazin.

"Über einen VPN ist das eine andere IP-Adresse. Es gibt einige Anbieter, die damit werben, dass sie keine sogenannten Logs anfertigen, also nicht mitschreiben, welcher Nutzer, welcher IP Adresse bekommt, was dann dazu führt, dass man theoretisch anonym über diese VPN-Server im Netz surfen kann."

Software verbindet sich mit Server

Ein VPN-Client ist also eine Software, die auf meinem Rechner, Tablet oder Smartphone läuft und sich mit einem Server verbindet. Das sei vor allem in öffentlichen WLAN-Hotspots nützlich und hilfreich, erklärt Markus Weidner Redakteur bei teltarif.de. 

"Im Prinzip läuft der Internetzugang nicht mehr komplett über diesen WLAN-Hotspot, sondern wird eben über diesen VPN-Client getunnelt, das heißt, die Leitung geht erst zu dem VPN-Anbieter, und von da aus geht es dann erst weiter." 

Server unterschiedlicher VPN-Anbieter stehen auf der ganzen Welt. Je nachdem, welchen VPN-Anbieter Verbraucher nutzen, können sie darüber auch auf Dienste zugreifen, die von Deutschland aus nicht erreichbar sind. Nutzt eine Person aus Deutschland beispielsweise einen französischen VPN, suggeriert dieser den Diensten, die die Person nutzen möchte, dass sie sich derzeit in Frankreich befindet.

Seinen Standort über einen VPN-Server zu verändern, kann hilfreich sein, wenn Verbraucher beispielsweise geo-geblockte Radio- oder Fernsehsender oder Online-Streaming-Dienste nutzen möchten. Auch bei Flugbuchungen können Verbraucher mitunter einige Euro sparen, wenn sie ihren VPN verändern. Denn gerade hier verlangen manche Anbieter unterschiedliche Preise je nach Standort.

Bei der Auswahl eines VPN-Dienstes sollten Verbraucher vorher überlegen, wofür sie diesen Service nutzen möchten und ihn dann unbedingt testen, bevor sie ein kostenpflichtiges Abo abschließen, rät Markus Weidner von teltarif.de. 

"Der eine möchte jetzt nur auf Nummer sicher gehen, um halt eben verschlüsselt zu surfen. Ausprobieren: Ist die Datengeschwindigkeit noch genauso oder ist vielleicht die Verbindung grottenlangsam. Der andere möchte vielleicht Fernsehprogramm in aus Ländern gucken, wo das normalerweise in Deutschland nicht möglich ist aus Urheberrechtsgründen. Funktioniert es wirklich oder ist die Leitung zu langsam? Gibt es deswegen Bild- und Ton-Aussetzer?"

VPN-Server selbst bauen 

Einen guten VPN-Anbieter gebe es für fünf bis zehn Euro pro Monat, sagen Experten. Zusätzlich zum Preis sollten Verbraucher darauf achten, in welchem Land die Server stehen. Als Faustregel gilt: Die Server sollten in Ländern stehen, aus denen die Dienste erreichbar sind und nicht dort, wo gewisse Apps, Anbieter geblockt werden, wie zum Beispiel in Russland oder China.

Diejenigen, die technisch begabt sind, können sich auch ihren eigenen VPN-Server bauen. Bei den Fritz-Boxen ist eine VPN-Server-Funktion beispielsweise eingebaut. Der Vorteil:

"Darüber kann ich dann von unterwegs, verschlüsselt auf mein Netz zu Hause und darüber dann auf’s Internet zugreifen", sagt Ronald Eikenberg, Redakteur beim c't-Magazin.  

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