Sonntag, 29. Januar 2023

Linken-Politikerin
Wagenknecht wirft Ukraine vor, sie wolle die NATO in den Krieg hineinziehen

Die Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Wagenknecht, hat der ukrainischen Führung vorgeworfen, sie wolle die NATO in den Krieg hineinziehen. Im Deutschlandfunk sagte sie, aus Sicht von Kiew sei das vielleicht plausibel, weil es für sie der einzige Weg sei, wenn sie die Russen wieder aus dem Land zurückdrängen wollten.

25.01.2023

    Sahra Wagenknecht, Abgeordnete der Linkspartei, 2022 im Deutschen Bundestag
    Sahra Wagenknecht, Abgeordnete der Linkspartei, 2022 im Deutschen Bundestag (picture alliance / Flashpic / Jens Krick)
    Militärisch sei der Krieg aber nicht zu gewinnen. Die frühere Fraktionsvorsitzende führte aus, Russland habe noch sehr viel Eskalationspotential. Daher sei es unverantwortlich, immer nur in der militärischen Logik zu denken. Deutschland riskiere, in diesen Krieg hineingezogen zu werden.

    Ansichten von Wagenknecht sind umstritten

    Die Ansichten von Wagenknecht sind in Teilen ihrer Partei umstritten. Mit der so genannten "Leipziger Erklärung" hatte sich die Partei im Dezember von Wagenknecht abgegrenzt. Darin sprach sich die Partei für mehr Distanz zu Russland aus und gab dem Kreml die Schuld am Krieg in der Ukraine.

    Weiterführende Informationen

    Vor Berliner Landtagswahl - Parteispitze der Berliner Linken distanziert sich von Wagenknecht
    In unseremNewsblog zum Krieg in der Ukraine und seinen Auswirkungen finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen, den wir laufend aktualisieren.
    Diese Nachricht wurde am 24.01.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.