Die Nachrichten
Die Nachrichten

WahlkampfBartsch: Streit um Nato kein Hindernis für Rot-Grün-Rot

Dietmar Bartsch, Spitzenkandidat der Partei Die Linke (picture alliance/dpa | Danny Gohlke)
Dietmar Bartsch, Spitzenkandidat der Partei Die Linke (picture alliance/dpa | Danny Gohlke)

Der Spitzenkandidat der Linken bei der Bundestagswahl, Bartsch, sieht in der kritischen Haltung seiner Partei zur Nato kein Hindernis für eine eventuelle Koalition mit SPD und Grünen.

Es werde nie eine Situation geben, in der man einen Nato-Austritt zu einer Bedingung für ein rot-grün-rotes Bündnis machen würde, sagte der Vorsitzende der Bundestagsfraktion der "Augsburger Allgemeinen". 1998 hätten die Grünen die Forderung nach einer faktischen Auflösung der Nato in ihrem Programm gehabt und dann trotzdem mitregiert, meinte Bartsch. Zugleich betonte er, dass es mit der Linken keine Fortsetzung einer Politik geben werde, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen, also mehr als 80 Milliarden Euro für Verteidigung auszugeben. Bartsch sprach von "Aufrüstungswahnsinn" und sagte, Deutschland müsse Abrüstungsweltmeister werden.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.