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StartseiteKultur heuteKonfrontation in der Musikwelt19.03.2014

Waleri GergijewKonfrontation in der Musikwelt

Er hat den Taktstock noch nicht gehoben, da halten ihn schon viele für taktlos. Die Kritik am designierten Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, Waleri Gergijew, wächst weiter. Die Konfrontation in der scheinbar unpolitischen Musikwelt spitzt sich zu. Der russische Pultstar hat einen Künstlerappell zur Krim-Annexion unterschrieben und sich damit offiziell zur Politik Wladimir Putins bekannt.

Von Antonia Bruns

Der Intendant Waleri Gergijew dirigiert das Orchester des Mariinski-Theaters im russischen St. Petersburg. (picture alliance / dpa / RIA Novosti / Alexei Danichev)
Waleri Gergijew, designierter Chefdirigent der Münchner Philharmoniker (picture alliance / dpa / RIA Novosti / Alexei Danichev)

Kürzlich ließ er sich einen Orden vom russischen Präsidenten anstecken. Nicht nur die Grünen im Münchner Stadtrat fordern ein klärendes  Gespräch zwischen Gergijew und dem Münchner Kulturreferenten  Hans-Georg Küppers. Gergijew, Chef des Mariinski-Theaters in St. Petersburg wiegelte ab. "Ich bin ein vielbeschäftigter Künstler", sagte er damals. "Ich gehöre nicht zur Duma, ich gehöre nicht zur Regierung." Als er letzte Woche  mit mehr als 150 russischen Künstlern, seine  Unterstützung für die Krim-Politik Putins erklärte, war das auch unpolitisch gemeint?  

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