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WarnstreiksNahverkehr in NRW steht heute vielerorts still

Nordrhein-Westfalen, Köln: Eine Frau geht an Fahrkartenschaltern der Stadtbahn vorbei, in denen das Schild «Streik» hängt. (Oliver Berg/dpa)
Warnstreik im Öffentlichen Nahverkehr in Köln (Archivbild vom 08.10.2020). (Oliver Berg/dpa)

In Nordrhein-Westfalen müssen sich heute Pendlerinnen und Pendler auf erhebliche Behinderungen im Nahverkehr einstellen.

Die Gewerkschaft Verdi rief zu Arbeitsniederlegungen in Verkehrsbetrieben auf. Der Warnstreik betrifft nach Verdi-Angaben das gesamte Bundesland, allerdings werden wohl nicht in allen Landesteilen die Busse und Bahnen ausfallen. In Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Bielefeld und Solingen sollen nur die Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen bestreikt werden und nicht die Fahrverbindungen. Verdi fordert eine Einkommenserhebung von 4,8 Prozent für die Beschäftigten; dies lehnen die Arbeitgeber ab. Am Donnerstag sollen die Verhandlungen in Potsdam fortgesetzt werden.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Dedy, kritisierte die Arbeitsniederlegungen. In diesen schwierigen Corona-Zeiten seien die Menschen genug belastet und brauchten nicht noch massive Störungen im Bus- und Bahnverkehr, sagte er der "Rheinischen Post". Und Streiks in Krankenhäusern empfinde er gerade jetzt als unpassend.

Diese Nachricht wurde am 19.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.