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StartseiteVerbrauchertippPlätzchen mit weniger Zucker06.12.2019

WeihnachtsgebäckPlätzchen mit weniger Zucker

Plätzchen gehören zur Advents- und Weihnachtszeit wie Tannengrün und Kerzen. Und wer selber backt, hat in der Hand, was hinein kommt. Viele möchten gerne weniger Zucker verwenden - um Kalorien zu sparen oder ihren Zuckerkonsum insgesamt zu reduzieren.

Von Susanne Kuhlmann

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Frisch gebackene und verzierte Weihnachtsplätzchen, fotografiert  in Potsdam (Brandenburg). (picture alliance / dpa / Ralf Hirschberger)
Zucker süßt natürlich und ist wichtig für das Teigvolumen (picture alliance / dpa / Ralf Hirschberger)
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Heidesand, Spekulatius, Plätzchen zum Ausstechen - im Internet findet sich eine Riesenauswahl an Rezepten.

"Ich habe hier ein sehr schönes Rezept für Ausstechplätzchen. Die Kinder haben da großen Spaß bei gehabt, und der Teig ist schnell gemacht. Was wir dafür brauchen sind 500 Gramm Mehl, 125 Gramm Zucker, 250 Gramm Margarine, ein Päckchen Vanillezucker, ein Päckchen Backpulver, eine Prise Salz, ein Ei, etwas Zitronenaroma, Mehl zum Ausrollen, Puderzucker und Deko und natürlich unsere Plätzchenausstecher."

Zucker süßt natürlich und ist wichtig für das Teigvolumen. Trotzdem reicht oft deutlich weniger als die im Rezept angegebene Menge, sagt Monika Vogelpohl von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Zubereiten mit anderen Zuckerarten oder Süßungsmitteln

"Wenn ich zum Beispiel Vanillekipferl oder Kulleraugen oder Spritzgebäck backen möchte, kann ich grundsätzlich ein Drittel weniger Zucker nehmen. Das schmeckt man überhaupt nicht und spart damit eine ganze Menge an Zucker ein. Oder man verzichtet auf Zuckerguss oder bunte Zuckerstreusel. Dann ist es auch erheblich weniger Zucker."

Bei zwei Teigarten funktioniert das nicht. Biskuit- und Brandteig brauchen immer die im Rezept genannte Zuckermenge, weil sie sonst nicht genügend Volumen bekommen. Außer mit dem üblichen weißen Haushaltszucker kann man Teig für Weihnachtsplätzchen auch gut mit anderen Zuckerarten oder Süßungsmitteln zubereiten.

"Beispielsweise Vollrohrzucker, der schmeckt ein bisschen karamellartig, aber auch Honig oder Ahornsirup, verschiedene Dicksäfte oder Kokosblütenzucker. Allerdings muss man dazu sagen: Die sind genauso kalorienreich und zuckerreich wie unser normaler Haushaltszucker. Da heißt es eben auch, wenn man diese Zuckerarten einsetzt, ein bisschen weniger davon nehmen."

Vielleicht etwas kontrolliert essen?

Wenn in einem Rezept Zucker durch Honig ersetzt werden soll, reichen Dreiviertel des für Zucker angegebenen Gewichts aus, also zum Beispiel 75 Gramm Honig statt 100 Gramm Zucker. Und es gibt weitere Alternativen zu Haushaltszucker.

"Man kann auch mit natürlichen Zutaten, beispielsweise mit süßem Obst süßen oder mit Trockenobst. Oder wenn man einen Teig hat, wo Schokolade enthalten ist, kann man auf jeden Fall, da Schokolade schon Zucker enthält, auch weniger Zucker für den Teig nehmen."

Zu viel Zucker in der Ernährung kann ein Faktor sein, der zu Übergewicht führt und damit auch das Risiko für eine Diabeteserkrankung erhöht, warnen Mediziner. Aber Weihnachtsgebäck gibt es ja nur ein paar Wochen im Jahr, und Monika Vogelpohl meint: gelassen genießen, vielleicht auch mal mit etwas weniger Zucker.

"Zu Weihnachten gehört Gebäck einfach dazu, und das sollten wir auch wirklich genießen. Vielleicht etwas kontrolliert davon essen, also nicht jeden Tag eine ganze Keksschachtel. Wer Sorge um sein Gewicht hat, der müsste ein paar Bewegungseinheiten einlegen. Also beispielsweise nach dem Kaffeetrinken einen längeren Spaziergang machen. Und eigentlich sagt man auch, man nimmt nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten."

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