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StartseiteVerbrauchertippLeckerlis und Spielzeug - nicht alles ist geeignet30.11.2018

Weihnachtsgeschenke für HaustiereLeckerlis und Spielzeug - nicht alles ist geeignet

Wo Hunde und Katzen zur Familie gehören, liegt für sie oft auch ein Geschenk unter dem Weihnachtsbaum: Leckerchen, Spielzeuge oder Pullover. Doch nicht mit allem tut man seinem Tier einen Gefallen. Welche Geschenke gibt es und worauf sollte man beim Kauf achten?

Von Klaus Deuse

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Portrait of Greyhound wearing deer antler headband property released PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY SKCF00510 (imago stock&people)
Weihnachtsgeschenke für Haustiere: Keine Giftstoffe, keine Kleinteile, nicht überfüttern (imago stock&people)
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Viele Tiere müssen nicht erst bis zum 24. Dezember auf Überraschungen warten, sagt Fachhändlerin Martina Graf: "Vorweihnachtliches gibt es auch schon, und zwar Adventskalender, sowohl für Hunde als auch für Katzen. Ein doppelwandiger Pappmaschee-Kalender mit 24 Türchen. Und hinter jeder Tür steckt irgendein Leckerchen."

Je nach Größe und Inhalt kosten diese Kalender bis zu 20 Euro. Für das Leckerchen zwischendurch benötigen Haustiere eigentlich keinen Adventskalender. Trotzdem sind sie viel gefragt. Tiere gelten schließlich meist als Familienmitglieder, weiß Anna-Laura Knorpp vom Deutschen Tierschutzbund: "Gerade zu Weihnachten möchten natürlich auch viele Menschen ihre Tiere beschenken." So wie Marion Feldmann ihren Jack-Russel-Terrier Paul: "In diesem Jahr bekommt er ein kleines Norweger-Pullöverchen. Denn er hat ein sehr kurzes Fell. Und wenn es kalt ist, benötigt er so was."

Notwendiger Kälteschutz?

Für Pauls Pullover hat Marion Feldmann 40 Euro bezahlt. In Fachgeschäften und bei Internet-Händlern findet sich eine große Auswahl an Tiertextilien. Vom einfachen, aber wärmenden Fleece-Überwurf mit Klettverschluss für 15 Euro bis hin zum kombinierten Mantelset für Hund und Frauchen aus einer Designerkollektion für 400 Euro. Ihre Haustiere fragen die Besitzer da eher selten nach deren Geschmack.

Entscheidend ist aber ohnehin allein die Frage, ob ein Tier einen solchen Kälteschutz benötigt oder nicht, sagt Anna-Laura Knorpp: "Bei alten, kranken Hunden oder Rassen ohne Unterwolle ist es auf jeden Fall sinnvoll. Hier sollte aber auf jeden Fall auf die Funktionalität geachtet werden. Das heißt, dass auch hier keine Strasssteinchen oder Bommel verarbeitet werden, die im schlimmsten Fall verschluckt werden können."

Auch Spielzeug verschenken viele Haustierbesitzer gerne an ihre Lieblinge. Fachhändler wie Martina Graf haben dabei im jahreszeitlichen Sortiment eine ganze Menge in petto: "Zum einen Weihnachtsmänner in verschiedenen Formen und Farben. Materialien aus Plüsch, aus Vinyl, Latex haben wir da." Ebenso wie Schneemänner oder Rentiere. Die Preise liegen zwischen fünf und 25 Euro.

Besonders beliebt bei Hunden, berichtet Martina Graf, sind quietschende Spielzeuge. Es gibt übrigens auch Weihnachtsmänner für 15 Euro, die Jingle Bells dudeln, wenn der Hund auf deren Bauch drückt. Aber auch das Angebot für Stubentiger ist vielfältig: "Für Katzen gibt es natürlich auch ein besonders schönes Beutelchen, gefüllt mit einem blinkenden Halsband. Dann auch ein Spielzeug in Form eines Weihnachtsmannes, dazu gibt es dann auch Mäuse."

Keine Giftstoffe, keine Kleinteile

Bei Tierspielzeug kommt es vor allem auf die Materialzusammensetzung an, betont Anna-Laura Knorpp: "Hier sollte man darauf achten, dass keine Giftstoffe verarbeitet wurden oder auch Kleinteile verschluckt werden können." Spielzeug, an dem das Tier Freude hat, muss nach den Worten der Tierschutzbund-Sprecherin allerdings überhaupt nicht teuer sein: "Spielzeug lässt sich ganz einfach und unkompliziert selber machen. Hier gibt es viele Tipps und Tricks auf unserer Webseite Tierschutzbund.de."

Zu Weihnachten bietet der Handel eine Fülle von Leckerchen an. Von diversen Keksen für Hunde in der 100-Gramm-Tüte für fünf Euro bis zu Lachsmousseplätzchen für Katzen zum Preis von sieben Euro. Bei aller Liebe rät Anna-Laura Knorpp jedoch im Interesse der Tiere: "Hier sollte man darauf achten, dass Hund und Katze nicht überfüttert werden. Das heißt: Zusätzliche Leckerchen auch mit dem normalen Futter ausgleichen und hier dementsprechend weniger füttern." Damit Tiere und ihre Menschen ein unbeschwertes Weihnachtsfest verleben können.

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