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WelternährungsprogrammCorona-Pandemie hat Entwicklungsziele um Jahre zurückgeworfen

Ein irakisches Flüchtlingskind in der eingeschlossenen Stadt Falludscha trägt einen Sack mit Lebensmitteln, der von der WFP gespendet wurde. (AFP /  MOADH AL-DULAIMI)
Ein irakisches Flüchtlingskind in der eingeschlossenen Stadt Falludscha mit einem Lebensmittelsack. (AFP / MOADH AL-DULAIMI)

Die Sprecherin des Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, Lüscher, hat davor gewarnt, dass der Hunger in der Welt durch die Corona-Pandemie schlimmer geworden ist.

Sie sagte im Deutschlandfunk, Corona habe zu unglaublichen wirtschaftlichen und sozialen Problemen geführt. Die ärmsten Menschen der Welt wüssten nicht mehr, wie sie sich ernähren sollten. Das führe dazu, dass die Zahl der akut Hungernden sich dieses Jahr fast verdoppeln werde. Lüscher betonte, die Pandemie habe Entwicklungshilfeziele um Jahre zurückgeworfen. Doch gleichzeitig fehle Geld für das Welternährungsprogramm. Neben Regierungen sehe sie auch die Superreichen der Welt in der Verantwortung. "Unser Chef hat gesagt, jetzt müssen mal die Milliardäre ran." Es gebe viele Firmen, die während der Corona-Zeit große Gewinne erzielt hätten. Lüscher äußerte zugleich die Hoffnung, dass die Verleihung
des Friedensnobelpreises an die Organisation dem Thema mehr Aufmerksamkeit verleihe.

Das Welternährungsprogramm erreichte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 97 Millionen Menschen in 88 Ländern. 15 Milliarden Lebensmittelrationen seien verteilt worden. Zwei Drittel der Hilfsprogramme würden in von Konflikten betroffenen Ländern umgesetzt, dazu zählen etwa der von Bürgerkriegen zerrüttete Staat Südsudan, der Jemen und Burkina Faso. Das Welternährungsprogramm finanziert sich ausschließlich auf der Basis freiwilliger Zuwendungen.

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Diese Nachricht wurde am 18.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.