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Welthunger-IndexKonflikte und Klimawandel verschärfen Hunger

Eine Frau steht auf einer ausgetrockneten Ebene vor blauem Himmel. Im roten Sand liegen die Skelette verhungerter Tiere. (dpa/Anna Mayumi Kerber)
Dürre hat in Somalia zu einer schweren Hungersnot geführt. (dpa/Anna Mayumi Kerber)

Der Kampf gegen den Hunger auf der Welt verläuft nach Einschätzung der Welthungerhilfe viel zu langsam. In dem heute veröffentlichten Welthunger-Index heißt es, aktuelle Erkenntnisse deuteten auf Rückschläge hin, die Aussichten für die Zukunft seien schwierig.

Weltweit hungern demnach etwa 811 Millionen Menschen und 41 Millionen leben am Rande einer Hungersnot. Die Weltgemeinschaft sei mit Blick auf das Ziel, bis 2030 keinen Menschen mehr Hunger leiden zu lassen, dramatisch vom Kurs abgekommen. Der bereits zuvor viel zu langsame Fortschritt stagniere nun oder habe sogar Rückschläge zu verzeichnen. In dem Bericht ist von einem verheerenden Zusammenspiel von Klimakrise, Covid-19-Pandemie und immer schwereren und langwierigeren Konflikten die Rede. Dadurch würden die Fortschritte der letzten Jahre bedroht. Weiter heißt es, die Ärmsten und Schwächsten würden von den Folgen des Klimawandels besonders hart getroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beitrügen.

Als gravierend wird die Situation in Somalia beschrieben, als sehr ernst in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad, der Demokratischen Republik Kongo, in Madagaskar und im Jemen. Bei 47 Ländern ist es laut dem Index ausgeschlossen, dass sie bis 2030 ein nur noch niedriges Hungerniveau erreichen. Nötig seien tragfähige politische Konfliktlösungen und eine Stärkung des Rechts auf Nahrung. Zudem müsse der Einsatz von Hunger als Kriegswaffe konsequent sanktioniert werden, forderte die Organisation.

Der Welthunger-Index untersucht die Ernährungslage in 128 Staaten.

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Diese Nachricht wurde am 14.10.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.