Samstag, 25. Juni 2022

Nach Erdbeben in Afghanistan
Welthungerhilfe hofft auf mehr Offenheit der Taliban

Die Welthungerhilfe hofft nach dem verheerenden Erdbeben in Afghanistan, dass im Zuge der Hilfsmaßnahmen die Kooperationsbereitschaft der radikalislamischen Taliban steigt.

24.06.2022

Afghanistan, Chost: Zwei Jungen sitzen in der Nähe ihres Hauses, das bei einem Erbeben zerstört wurde.
Tote nach Erdbeben in Afghanistan (Uncredited/AP/dpa)
Dass diese nun um internationale Hilfe bäten, sehe man als Gelegenheit für mehr Offenheit, sagte der für Afghanistan zuständige Landesdirektor der Organisation, ten Boer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bislang diskutierten die Taliban häufig über humanitäre Prinzipien oder versuchten, Listen von Hilfeempfängern zu beeinflussen. Vereinbarungen könnten hier für eine sichere Basis sorgen.
Das Erdbeben der Stärke 5,9 hatte in der Nacht zum Mittwoch den an Pakistan grenzenden Osten Afghanistans erschüttert. Nach offiziellen Angaben kamen mindestens 1.000 Menschen ums Leben. Die Vereinten Nationen schätzten die Zahl der Todesopfer in den Provinzen Chost und Paktika auf mindestens 770.
Diese Nachricht wurde am 24.06.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.