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WeltreiterspieleDistanzreiten muss wegen Hitze abgebrochen werden

Ein Pferd wird nach dem Distanzreiten bei der Reit-WM 2014 in Caen mit einem Schwamm voller Wasser gekühlt. (dpa / Rolf Vennenbernd)
Ein Pferd wird nach einem Distanzritt mit einem Schwamm voller Wasser gekühlt. (dpa / Rolf Vennenbernd)

Am ersten Tag der Weltreiterspiele im US-amerikanischen Tryon ist das Distanzrennen abgebrochen worden.

Als Grund gaben die Organisatoren eine "gefährliche Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit" an. Die schwierige Entscheidung sei zum Wohl der Pferde und Reiter getroffen worden. Zuvor war der Wettkampf bereits einmal unterbrochen worden, weil einige Reiter falsch geleitet worden waren. Das Rennen wurde danach neu gestartet und von 160 auf 120 Kilometer verkürzt. Annette Kaiser, die Chefin der deutschen Equipe, zeigte sich ernüchtert: "Das ist eine Riesen-Enttäuschung für die Athleten und alle, die hierfür riesigen Aufwand und Vorbereitung betrieben haben. Unsere deutschen Pferde waren top-fit."

Das Distanzreiten stand schon vor Beginn der Pferdesport-WM in der Kritik. Sechs Tierärzte der deutschen Reiterlichen Vereinigung (FEI) wandten sich in einem offenen Brief an den Weltverband. Sie äußerten ihre Sorge, weil sich bei der Disziplin Unfälle mit Todesfolge häuften. Auch der Verein Deutscher Distanzreiter und -fahrer (VDD) schrieb einen offenen Brief.

Beim Distanzreiten soll eine große Entfernung auf unterschiedlichem Gelände in möglichst kurzer Zeit zurückgelegt werden. Dabei kommt es immer wieder zu Knochenbrüchen oder einem Kollabieren der Tiere. Erst Mitte August starb ein Pferd beim Rennen im britischen Euston.