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Weltweite Rüstungsexporte Zahl der verkauften Waffen steigt immer weiter

Ein libyscher Rebell steht am Samstag (02.04.2011) in Bengasi hinter seinem schweren Maschinengewehr. 02.04.2011 (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)
Libyscher Rebell mit Maschinengewehr (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)

Der Handel mit Waffen hat in den vergangenen Jahren weltweit zugenommen. Wie das Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm mitteilte, wuchs der Rüstungsverkauf zwischen 2011 und 2015 im Vergleich zu den fünf Jahren davor um 14 Prozent. In einigen Ländern gab es einen drastischen Anstieg bei den Einfuhren von Waffen.

Die größten fünf Waffenexporteure sind die USA, Russland, China, Frankreich und Deutschland. Allein auf die USA und Russland fielen in dem Zeitraum 33 beziehungsweise 25 Prozent der weltweiten Waffenexporte. Auffällig war, dass China in den vergangenen fünf Jahren seine Ausfuhren deutlich steigerte, und zwar um 88 Prozent. Weil das Land inzwischen viele Waffen selbst herstellt, gingen die Importe wiederum um ein Viertel zurück. Deutschlands Exporte sanken in den fünf Jahren etwa um die Hälfte.

Die fünf größten Abnehmer von Rüstungsgütern sind Indien, Saudi-Arabien, China, die Vereinigten Arabischen Emirate und Australien. Saudi-Arabien steigerte seine Einfuhren in den vergangenen fünf Jahren um 275 Prozent, einen ähnlichen Zuwachs verzeichnete auch Katar. Ohnehin registrierte Sipri im Nahen und Mittleren Osten einen deutlichen Anstieg der Rüstungsimporte. "Trotz niedriger Ölpreise werden die großen Waffenlieferungen in die Region wie geplant weitergehen, und zwar als Teil von Verträgen, die in den vergangenen Jahren bereits unterzeichnet worden sind", erklärt Sipri-Experte Pieter Wezeman in Stockholm.

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