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Werbeverbot für AbtreibungenBraun gegen Abschaffung von § 219a

Helge Braun bei einer Pressekonferenz (imago stock&people)
Kanzleramtschef Helge Braun, CDU (imago stock&people)

Im Koalitionsstreit über das Werbeverbot für Abtreibungen ist Kanzleramtschef Braun zuversichtlich, dass sich Union und SPD verständigen werden.

Der CDU-Politiker sagte der "Bild am Sonntag", man sei sich einig darüber, dass man Informationen für betroffene Frauen zur Verfügung stellen und den Ärzten Rechtssicherheit garantieren wolle. Um diese beiden Ziele zu erreichen, sei eine Streichung des Paragrafen 219a nicht unbedingt erforderlich. Braun betonte, er persönlich sei gegen eine Abschaffung. Er wolle keine Plakate am Straßenrand, auf denen für Abtreibungskliniken geworben werde, wie er sie schon in anderen Ländern gesehen habe.

Kritiker des Paragraphen 219a machen geltend, dass er nicht nur Werbung verbietet, sondern auch nüchterne Informationen für Frauen über Möglichkeiten zur Abtreibung verhindert.

Diese Nachricht wurde am 29.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.