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WHO-Chef Tedros"Corona-Impfstoff-Mangel in Afrika schadet der ganzen Welt"

Das Foto zeigt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus mit Gesichtsmaske. (AFP / World Health Organization)
Das Foto zeigt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus mit Gesichtsmaske. (AFP / World Health Organization)

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die schleppende Versorgung Afrikas mit Corona-Impfstoffen angeprangert.

Von den weltweit 5,7 Milliarden verabreichten Impfdosen seien bislang nur zwei Prozent in Afrika verimpft worden, kritisierte WHO-Generaldirektor Tedros in Genf. Der eklatante Mangel an Vakzinen schade nicht nur Afrika, sondern der ganzen Welt. Tedros warnte vor dem Risiko von Mutationen.

Der WHO-Chef rief die reichen Länder mit Überschüssen an Impfdosen auf, diese Vakzine dem internationalen Programm Covax zu übergeben. Nach seinen Angaben hat Covax bislang mehr als 260 Millionen Dosen an 141 Staaten ausgeliefert, die meisten davon Entwicklungsländer. Ziel des Covax-Programms ist eine gleichmäßigere Verteilung der Impfstoffe. Fast alle Länder weltweit beteiligen sich daran.

In Afrika sind bisher lediglich 3,5 Prozent der Bevölkerung gegen Corona geimpft. Diese Zahl nannte der Direktor des Zentrums für die Kontrolle von Krankheiten der Afrikanischen Union, Nkengasong. Offizielles Ziel ist eine Quote von 60 Prozent. Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros, erklärte, der afrikanische Kontinent werde vom Rrest der Welt zurückgelassen. Dies führe dazu, dass das Coronavirus weiter zirkuliert.

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Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.