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WHOZwei Studien untermauern Gefährlichkeit der Delta-Variante

Indonesien, Bekasi: Eine Frau sitzt in einem Notfallzelt, das vor einem Krankenhaus errichtet wurde, um Corona-Patienten unterzubringen. (Achmad Ibrahim/AP)
In Indonesien und in Großbritannien gingen die Zahlen am stärksten nach oben. In beiden Ländern grassiert die Delta-Variante. (Achmad Ibrahim/AP)

Die Weltgesundheitsorganisation berichtet über zwei noch nicht in Fachjournalen veröffentlichte Studien zur Corona-Deltavariante.

In China wurden demnach Menschen untersucht, die sich nach Kontakt mit entsprechend Infizierten in Quarantäne befanden. Bei diesen sei der PCR-Test schon nach durchschnittlich vier statt wie bei frühen Varianten erst sechs Tagen positiv gewesen. Außerdem sei die Viruslast beim ersten Test 1.200-mal höher gewesen. Nach Ansicht der WHO belegt dies eine höhere Infektiosität und schnellere Ausbreitung.

Einer kanadischen Studie zufolge waren bei einer Covid-19-Erkrankung mit der Deltavariante auch die gesundheitlichen Risiken deutlich höher als bei früheren Corona-Typen. Das Risiko, ins Krankenhaus zu müssen, war demnach um etwa 120 Prozent erhöht. Die Gefahr, Intensivpflege zu benötigen, stieg um etwa 287 Prozent. Das Sterberisiko nahm um 137 Prozent zu.

Reinhardt: Kein Grund zur Panik

Der Präsident der Bundesärztekammer, Reinhardt, sieht trotz der schnellen Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus keinen Grund zur Panik. Die Variante sei nach den ihm bekannten Daten zwar ansteckender, aber nicht gefährlicher, sagte Reinhardt im Deutschlandfunk. Er verwies darauf, dass die Inzidenzwerte in Ländern wie Großbritannien und den Niederlanden zwar formal hoch seien. Dennoch falle die Belastung der Gesundheitssysteme deutlich geringer aus als noch vor Monaten, als die Rate der Neuansteckungen auf ähnlichem Niveau gelegen habe. Reinhardt ergänzte, geimpfte Menschen erkrankten wenn überhaupt nur leicht an der Delta-Variante. Deshalb seien Impfungen so wichtig.

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