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WiedergutmachungsfondsDeutschland hat seit 1992 mehr als eine Milliarde Euro an jüdische Verfolgte des NS-Regimes ausbezahlt

Durchführung des angeordneten Boykotts gegen jüdische Einrichtungen.  SA mit Plakaten vor einem jüdischen Geschäft. (picture alliance / akg-images)
Durchführung des angeordneten Boykotts gegen jüdische Einrichtungen. SA mit Plakaten vor einem jüdischen Geschäft. (picture alliance / akg-images)

Die Auszahlungen zur Abgeltung besonderer Härten im Einzelfall an jüdische Verfolgte der NS-Zeit haben die Grenze von einer Milliarde Euro überschritten.

Nach Angaben des Bundestags unter Berufung auf die Bundesregierung betrug die Summe Ende Juni 2021 insgesamt 1,086 Milliarden Euro. Dazu kommen laufende Beihilfen im bisherigen Gesamtvolumen von rund 4,6 Milliarden Euro. Für jüdische Verfolgte mit besonders schwerem Verfolgungsschicksal werden Beihilfen von derzeit 580 Euro im Monat gezahlt.

Beglichen wurden die Zahlungen jeweils aus dem Fonds für Wiedergutmachungsleistungen, der auf eine Vereinbarung der Bundesregierung mit der Jewish Claims Conference (JCC) aus dem Jahr 1992 zurückgeht. Seit 1994 erstattet die Regierung dem Parlament über die Abwicklung des Fonds regelmäßig Bericht.

Diese Nachricht wurde am 15.10.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.