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WikileaksAssange verliert ecuadorianische Staatsbürgerschaft

WikiLeaks-Gründer Julian Assange (picture alliance / empics | Victoria Jones)
WikiLeaks-Gründer Julian Assange (picture alliance / empics | Victoria Jones)

Ein Gericht in Ecuador hat dem Wikileaks-Gründer Assange die Staatsbürgerschaft des Landes entzogen.

Begründet wird das laut Medienberichten mit verwaltungsrechtlichen Fehlern. Assanges Anwalt kündigte an, Rechtsmittel einzulegen. Assange war 2012 in Ecuadors Botschaft in London geflüchtet, um der Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo ihm damals Vergewaltigungsvorwürfe gemacht wurden. Er erhielt Asyl und 2017 auch die ecuadorianische Staatsbürgerschaft. Später kam es zu Spannungen, 2019 wurde ihm der Asylstatus aberkannt.

Assange wartet derzeit im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh auf eine Entscheidung über den Auslieferungsantrag der US-Regierung. Die Vereinigten Staaten werfen ihm vor, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht zu haben.

Diese Nachricht wurde am 28.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.