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StartseiteVerbrauchertippVitamin-Bomben für die kalte Jahreszeit29.11.2019

WintergemüseVitamin-Bomben für die kalte Jahreszeit

Rosenkohl, Feldsalat und Pastinaken - Wintergemüse ist gesund. Kohl enthält nicht nur viel Kalzium, sondern auch doppelt so viel Vitamin C wie Orangen. Und auch die im Gemüse enthaltenen sogenannten sekundären Pflanzenstoffe können Prozesse im Körper positiv beeinflussen.

Von Hilde Braun

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Ein Korb mit abgeschnittenen Grühnkohlblättern. (imago/Westend61)
Kohl enthält viel Vitamin C (imago/Westend61)
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"Kürbis, Spitzkohl, Romanesco, Wirsing."

Wochenmarkt in Bergisch Gladbach, an den Ständen fällt vor allem eines ins Auge: Die bunten Farben des Wintergemüses. In der Kälte gereift und aktuell in der heimischen Saison:

"Die brauchen einfach die Temperatur, die Jahreszeit, den Boden und die gibt es nur im Winter, auf Rosenkohl wartet man immer sehr lange, der braucht den ersten Frost, genauso wie Feldsalat, Grünkohl auch."

Sagt Franziska Dederichs von Naturkost Morgenrot. Das Wintergemüse hat vor allem eines: viele Vitamine. Gerade die Kohlsorten können es locker mit Zitrusfrüchten aufnehmen, erklärt Monika Vogelpohl, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen. 

Wintergemüse ist besonders reich an Vitaminen

"Alle Wintergemüse enthalten ganz verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, aber auch Ballaststoffe beispielsweise der Feldsalat hat einen großen Mix an wichtigen Nährstoffen, er zeichnet sich durch einen sehr hohen Eisengehalt aus. Aber auch der Grünkohl hat einen sehr hohen Kalziumgehalt. Kohlsorten enthalten fast doppelt so viel Vitamin C wie Orangen oder Paprika."

Auch Möhren mögen's kuschelig: Gleich zwei Karotten-Pärchen, die sich eng umschlungen halten, hat die neunjährige Annika bei der Möhrenernte in Omas Garten gefunden (Foto vom 27.10.1999). (picture-alliance / dpa / Erwin Elsner)Täglich fünf Portionen Obst und Gemüse unterstützen die Gesundheit (picture-alliance / dpa / Erwin Elsner)

Täglich fünf Portionen Obst und Gemüse

Auch Kartoffeln sind gute Vitamin-C-Quellen. Wirsing enthält beispielsweise viel Vitamin E, Süßkartoffeln und Grünkohl Vitamin A. Folsäure und B-Vitamine sind außerdem im Feldsalat. Magnesium, Kalzium und Eisen im Kohl. Täglich fünf Portionen Obst oder Gemüse empfiehlt die Verbraucherschützerin auch in der kalten Jahreszeit:

"Mal gegart als warme Mahlzeit, ist im Winter ja auch angenehm, oder als Salat. Wenn Gemüse gegart wird, verliert es einen Teil der Vitamine – Mineralstoffe nicht - und wenn man das Gemüse in roher Form isst, erhalten wir mehr Vitamine, also deshalb abwechslungsreich zubereiten."

Sekundäre Pflanzenstoffe haben eine entzündungshemmende Wirkung

Das Gemüse enthält auch sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die ihm die Farbe geben und es vor möglichen Schädlingen schützen. Sie sollen außerdem gesundheitsfördernd sein.

"Sekundäre Pflanzenstoffe haben eine gesundheitsfördernde Wirkung. Sie können möglicherweise vor verschiedenen Krebserkrankungen schützen und haben auch eine entzündungshemmende Wirkung."

Praktisch beim Wintergemüse: Vieles kann man länger aufheben, aber:

"Wichtig ist es vielleicht, dass wir keinen so großen Vorrat anlegen, weil bei unseren heutigen Wohnbedingungen eine richtige Lagerung nicht immer gegeben ist, weil die meisten Wohnungen zu warm sind. Beispielsweise Salate wie Feldsalat sollten in den Kühlschrank ins Gemüsefach. Beispielsweise die Kohlsorten lassen sich prima draußen lagern, auf Terrasse oder Balkon."

Ein Zuviel an Gemüse gibt es nicht

So manches Gemüse kann bis weit in den Winter hinein im Beet wachsen. Chinakohl beispielsweise verträgt leichten Frost. Grünkohl, Radicchio oder Rosenkohl etwas mehr. Ganz winterhart sind Pastinaken oder einige Möhrensorten. Kürbis, Rote Bete und Stangensellerie sollte man aber noch vor dem Frost ernten. Zuviel Gemüse kann man fast nicht essen, auch Kinder nicht, so die Ernährungsexpertin:

"Die Kinder haben ja auch andere Portionen als die Erwachsenen, von daher ist ein Zuviel von diesen Nährstoffen nicht möglich. Also beschreibt auch die Literatur nicht, durch Lebensmittel, das man da überdosieren kann."

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