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WirecardOpposition wirft Regierung und Behörden Versagen im Finanzskandal vor

Das Logo des Unternehmens Wirecard an einem Gebäude in Aschheim Dornach. (picture alliance / Sven Simon)
Im Wirecard-Skandal geht die Opposition hart mit Finanzminister Scholz und Bundeskanzlerin Merkel ins Gericht. (picture alliance / Sven Simon)

Die Opposition im Bundestag hat ihren Abschlussbericht zum Wirecard-Untersuchungsausschuss vorgelegt.

In dem 675 Seiten starken Dokument von FDP, Grünen und Linken heißt es, die Behörden hätten in dem Finanzskandal auf allen Ebenen versagt. Die politische Hauptverantwortung trage Finanzminister Scholz. Bundeskanzlerin Merkel wird vorgeworfen, sie habe sich von Lobbyisten für die Interessen des mittlerweile insolventen Zahlungsabwicklers einspannen lassen. Zudem seien die Aufsichtsbehörden ungeeignet, um digitale Geschäftsmodelle angemessen bewerten zu können.

Der frühere Dax-Konzern Wirecard hatte 2020 nach Bekanntwerden milliardenschwerer Luftbuchungen Insolvenz angemeldet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Bilanzfälschung, Betruges, Marktmanipulation und Geldwäsche.

Die Regierungsfraktionen von Union und SPD wollen eine eigene Bewertung des Untersuchungsausschusses vorlegen. Von der AfD wird ein Sondervotum erwartet. Der Bundestag soll Ende des Monats über die Erkenntnisse beraten.

Diese Nachricht wurde am 07.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.