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22. März 2019Die Wirtschaftspresseschau

In den Kommentaren geht es unter anderem um die vom Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossenen Änderungen an den Regelungen für die Bezüge ehemaliger Bundeskanzler und –präsidenten:

Levi's Jeans von hinten (Norbert Schmidt / imago )
Levi's Jeans von hinten (Norbert Schmidt / imago )

DER TAGESSPIEGEL aus Berlin hält zunächst einmal fest:

"Die Altkanzler (vielleicht kommt ja demnächst eine Altkanzlerin hinzu) und Altbundespräsidenten sind uns allen lieb und teuer. Sie haben sich, bei aller Kritik im Einzelfall, schon ums Vater- und Mutterland verdient gemacht. Trotzdem ist es nicht mehr als recht und billig, dass der Rechnungshof einen Blick auf die Kosten wirft. Und siehe da: Es sind Grenzen überschritten. Der Haushaltsausschuss mahnt nun 'Dienstaufsicht' von Kanzleramt und Präsidialamt an. Das ist für die Nachfolger sicher unangenehm. Nur handelt es sich um Steuergeld."

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG erklärt:

"Weniger Referenten, ein weniger opulentes Büro, Anrechnung von Einkünften auf die Bezüge vom Staat: Das will der Haushaltsausschuss bei der Versorgung früherer Kanzler und Bundespräsidenten erreichen. Grundsätzlich ist das nicht verkehrt. So berechtigt ein genaueres Hinsehen aber auch sein mag, ein Hauch von Kleingeist weht dennoch durch die Debatte über den Ehrensold."

Scharfe Kritik an den italienischen Plänen, sich am chinesischen Seidenstraßen-Projekt zu beteiligen, kommt von der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG:

"China will in Italien eine logistische Plattform, um langfristig von geographisch günstig gelegenen Häfen ganz Europa mit chinesischen Produkten zu versorgen. Gemessen an diesem strategischen Interesse, haben die Italiener sich selbst und Europa billig verkauft. Italien bekommt ein paar vage formulierte Verbesserungen für seinen Absatz an Mode, Ledertaschen, Designmöbeln oder Wein. Kein Wunder, dass aus Brüssel Bedenken und Kritik kommen."

Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG schließlich schreibt zur Rückkehr des US-Konzerns Levi Strauss an die Börse:

"Die Marke Levi’s ist ähnlich unverwüstlich wie die Hosen, die ihr Logo tragen. Wer daran zweifelte, wurde beim Börsengang gestern eines Besseren belehrt. Anders als Coca-Cola hat Levi’s ein paar miese Jahre hinter sich bringen müssen. Zu angestaubt wirkten die Produkte der Kultmarke auf die Verbraucher. Inzwischen profitiert der Jeans-Erfinder vom Retro-Trend."