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20. Juli 2018Die Wirtschaftspresseschau

Ein Thema in den Wirtschaftskommentaren ist die Zustimmung der RWE-Tochter Innogy, das eigene Unternehmen zu zerschlagen. Hintergrund dieser Entscheidung ist die geplante Neuaufteilung der Geschäfte zwischen den Energie-Konzernen Eon und RWE.

Die RWE-Tochter Innogy hat zugestimmt, das eigene Unternehmen zu zerschlagen. Hintergrund dieser Entscheidung ist die geplante Neuaufteilung der Geschäfte der Energie-Konzerne Eon und RWE. (dpa-Bildfunk / Bernd Thissen)
Die RWE-Tochter Innogy hat zugestimmt, das eigene Unternehmen zu zerschlagen. Hintergrund dieser Entscheidung ist die geplante Neuaufteilung der Geschäfte der Energie-Konzerne Eon und RWE. (dpa-Bildfunk / Bernd Thissen)

Dass Innogy seinen Widerstand aufgeben würde, sei zu erwarten gewesen, meint der KÖLNER STADT-ANZEIGER:

"Es ist der beste Weg, möglichst viele Arbeitsplätze zumindest vorläufig zu retten. Eon und RWE, die sich durch Ignoranz in puncto Energiewende in die Krise gewirtschaftet haben, verschaffen sich eine zweite Chance. Die Manager müssen nun die Zeit nutzen, um die Unternehmen nachhaltig neu auszurichten und endlich die Erneuerbaren ernst nehmen. RWE muss bei Sonnen- und Windstrom viel mehr tun. Eon muss Geschäftsmodelle für die dezentrale Versorgung entwickeln, die zwangsläufig kommen wird."  

Nach Einschätzung der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG hat Innogy-Vorstandschef Tigges das Beste herausgeholt:

"Bei der Vorbereitung der neuen Strukturen sitzt Innogy mit am Tisch. Alle Mitarbeiter, egal aus welchem Unternehmen sie kommen, sollen bei Stellenstreichungen fair und gleich behandelt werden, in den neuen Führungsteams auch Innogy-Manager ihre Chance bekommen. Hoffentlich halten die Versprechen. Aber mehr war für Tigges nach Lage der Dinge nicht drin, und er war klug genug, sich nicht zu verkämpfen."

IKEA will den Umtausch einschränken und künftig nur noch bei unbenutzten Waren den Kaufpreis erstatten. Dafür haben die Kommentatoren durchaus Verständnis. Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf bemerkt:

"Auch wenn Verbraucherschützer von einem Rückschritt sprechen, am Ende blieb den Schweden keine andere Wahl. Zu viele Menschen nutzten die Großzügigkeit aus. Für manchen Vermieter etwa war die Kulanz eine günstige Gelegenheit, die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Das Verhalten der Kunden mag man für verwerflich halten, doch Ikea selbst hat dieses System etabliert. Am Ende wird die starke Marke dieses missglückte Experiment wohl verkraften."

Das DARMSTÄDTER ECHO geht davon aus, dass die Kunden

"die Rückkehr zu vernünftigen Regelungen ohne große Entrüstung zur Kenntnis nehmen werden. Erstens, weil sie damit gerechnet haben. Zweitens, weil Ikea mit dem aktuellen Rücktrittsrecht immer noch deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht. Die Schweden wissen, dass die weitreichenden Kulanzregelungen des Online-Handels bald auch den stationären Handel erreichen werden. Das ist gut für die Kunden, stellt aber die kleinen Händler vor enorme Probleme."