Die Nachrichten
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17. Juni 2021Die Wirtschaftspresseschau

Die deutsche Wirtschaft kommt nach Einschätzung des Ifo-Instituts in diesem Jahr langsamer in Schwung als bislang angenommen.

Güter- und Containerumschlag im Hamburger Hafen Hafen. (imago images / Markus Tischler)
Handelsblatt Güter- und Containerumschlag im Hamburger Hafen (imago images / Markus Tischler)

In der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG heißt es dazu:

"Die deutsche Wirtschaft marschiert nach wie vor nicht im Gleichschritt. Im Corona-Winter vom Lockdown geplagt, können Dienstleister und Gastronomen seit Kurzem endlich aufatmen. Anders die Lage im Außenhandel und in der deutschen Industrie: Von der Pandemie zuletzt unbeeindruckt, stehen in immer mehr Hallen die Bänder still. Grund sind die globalen Lieferengpässe, die längst mehr sind als ein paar Sandkörner im Getriebe. Holz, Halbleiter, Plastik - es fehlt an vielem, und was den Hamburger Hafen erreicht, ist so teuer, dass es den Aufschwung wohl oder übel bremst. Allheilmittel gibt es nicht. Tätig werden kann die Politik dennoch - und den Freihandel fördern, statt ihn durch Störmanöver wie Klimazölle unnötig zu erschweren."

Auch das DARMSTÄDTER ECHO beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Pandemie:

"Die Corona-Krise mit Kurzarbeit und weiteren finanziellen Belastungen dürfte die soziale Polarisierung der Wohnungssituation nicht nur verfestigt, sondern weiter angeheizt haben. Klar sind in ländlichen Regionen die Wohnungen günstiger, dafür sind die Jobs dort rar und die Pendlerkosten hoch. Und in strukturschwachen Städten sind die Einkommen oft so niedrig, dass trotz relativ niedriger Mieten zu wenig zum Leben bleibt."

Themenwechsel. Der Berliner TAGESSPIEGEL rückt das Treffen von US-Präsident Biden und seinem russischen Amtskollegen Putin in den Fokus:

"Der Genfer Gipfel fällt in eine Zeit, in der das Verhältnis beider Länder so schlecht ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Umso wichtiger ist es aus westlicher Sicht, der russischen Seite Angebote zur Entwicklung und Modernisierung zu unterbreiten und damit - klare Bedingungen wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit vorausgesetzt - eine partnerschaftliche Perspektive zur wirtschaftlichen Genesung zu geben. Erforderlich ist ein wirtschaftlicher Aufholprozess Russlands mit starker westlicher Unterstützung."

Die NÜRNBERGER NACHRICHTEN resümieren:

"Für Putin war der Gipfel von Genf insofern ein Erfolg, als er ihm ermöglichte, die Illusion aufrecht zu erhalten, er und sein Land seien nach wie vor der große Gegenspieler des liberalen Westens. Die für Moskau unangenehme Wahrheit ist: Russland ist, auch wegen seiner darbenden Wirtschaft, schon lange nicht mehr auf Augenhöhe mit Amerika."