Die Nachrichten

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19. Juli 2019Die Wirtschaftspresseschau

Ausgiebig kommentiert wird die Forderung von Bundesumweltministerin Schulze nach einer Erhöhung der Luftverkehrsabgabe im Interesse des Klimaschutzes.

Ein Flugzeug beim Landeanflug über dem Mackenzie Beach in Larnaka, Zypern (imago/Eibner Europa)
Ein Flugzeug beim Landeanflug über dem Mackenzie Beach in Larnaka, Zypern (imago/Eibner Europa)

Schulzes Vorstoß gehe zwar in die richtige Richtung, meint der KÖLNER STADT-ANZEIGER:

"Aber er ist halbherzig. Eine Verhaltensänderung lässt sich nur über den Geldbeutel erreichen. Nötig wäre ein großer Wurf. Dazu zählt, Kerosin saftig zu besteuern und Alternativen zum Fliegen steuerlich erheblich zu entlasten. Bahnreisen müssen nicht nur billiger werden, sondern auch attraktiver."

Selbst eine Verdoppelung der Luftverkehrsabgabe könne nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einer europäischen Lösung sein, betont die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG:

"Mehrere Staaten, voran Frankreich, machen sich dafür stark. Sie wollen den Anachronismus des Chicagoer Abkommens überwinden, das 1944 Steuern auf Flugbenzin verwarf. 75 Jahre später ist solch eine Steuer auf Kerosin mehr als überfällig. Europa hätte Kraft und Größe, hier voranzugehen, wiederum auf dem Weg zu einer globalen Lösung."

Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg ist überzeugt:

"Einzelne Aspekte beim Klimaschutz herauszupicken bringt nicht weiter. Der Energieverbrauch insgesamt muss erheblich teurer werden, damit weniger Kohle, Treibstoff, Heizöl, Erdgas verbrannt wird. Ob das über eine Steuer auf das Klimagas Kohlendioxid erreicht wird oder über ein Handelssystem, ist eine eher technische Frage. Wichtig ist, dass schnell etwas geschieht, dass möglichst viele Länder mit im Boot sind, dass die Bürger wissen, was auf sie zukommt – und dass diejenigen, die beim Energieverbrauch belastet werden, an anderer Stelle entlastet werden."

Der Video-Streamingdienst Netflix blieb mit seinen Quartalszahlen deutlich unter den Erwartungen der Anleger und wurde prompt abgestraft. Zu den Gründen schreibt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG:

"Schon lange hat Netflix ernstzunehmende Rivalen, etwa Amazon oder Hulu. Er blieb dabei bislang das Maß aller Dinge dieser Streaming-Plattformen. Nun aber erreicht der Wettbewerb eine neue Dimension, denn auch traditionelle Unterhaltungskonzerne drängen mit Macht in den Markt, an erster Stelle Disney. Das bringt nicht nur neue Wettstreiter, sondern bedeutet auch, dass Netflix viele der bislang von anderen Studios lizenzierten Inhalte verliert. Daher ist es beunruhigend, dass Netflix im jüngsten Quartal weniger Abonnenten gewonnen hat als erwartet. Zumal in Regionen, wo die Gebühren angehoben wurden."