Die Nachrichten

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18. September 2020Die Wirtschaftspresseschau

Die Beschlüsse der US-Notenbank Fed und der Bank of England sind ebenso Thema wie die vom Bundestag verabschiedeten Gesetze zu Klima- und Umweltschutz.

Jerome Powell, Präsident der US-Notenbank Federal Reserve (Carolyn Kaster/AP/dpa)
Jerome Powell, Präsident der US-Notenbank Federal Reserve (Carolyn Kaster/AP/dpa)

Früher als gedacht habe die US-Notenbank Details zu ihrer neuen Strategie veröffentlicht, notiert das HANDELSBLATT:

"Fed-Chef Powell will damit unnötige Spekulationen vermeiden und deutlich signalisieren, dass die Währungshüter weiterhin alles für eine wirtschaftliche Erholung tun werden. Unmissverständlich ist damit die Niedrigzinsphase zementiert, die sicher bis 2023 und wohl noch länger anhalten wird. Die Fed will nicht mit möglicherweise voreiligen Zinserhöhungen den Aufschwung kaputtmachen. Doch auch mit der neuen Strategie wird klar, dass die Fed nur begrenzten Spielraum hat."

Die britische Notenbank, heißt es in der BÖRSEN-ZEITUNG, habe

"ihre Geldpolitik bestätigt und weitere Lockerungen in Aussicht gestellt. Damit hat sie ihr Zinspulver trockengehalten. Volkswirte hatten damit gerechnet, doch die Märkte waren enttäuscht und straften das Pfund ab. Dass die Unsicherheit beim Pfund besonders groß ist, liegt wenig überraschend am Brexit-Thema. Da sich die Beziehungen zwischen London und der EU verhärtet haben, droht ein Ausscheiden ohne ein Handelsabkommen. Auch aus Sicht der Bank of England ist das die Hauptgefahr - die dazu führt, dass die Bank verstärkt über negative Zinsen nachdenkt."

Für keinen "großen Wurf" hält die HEILBRONNER STIMME das vom Bundestag beschlossene Verbot bestimmter Einwegprodukte aus Plastik und die Beteiligung der Hersteller an den Reinigungskosten der Kommunen:

"Es sind vielmehr weitere Trippelschritte Richtung Nachhaltigkeit, die zum Großteil vorher auf EU-Ebene beschlossen worden waren. Einige der Beschlüsse sind derart unkonkret, dass völlig unklar ist, ob sie ihre segensreiche Wirkung in der Praxis tatsächlich entfalten. Viel wichtiger wäre, dass Deutschland und die EU endlich ernst machen mit dem Recycling."

"Nicht mehr als Kosmetik" seien die Änderungen bei der Kfz-Steuer, meint DER TAGESSPIEGEL aus Berlin:

"Der Klimaaufschlag ist so gering, dass für die breite Masse der Autos lediglich zwei bis 23 Euro mehr pro Jahr fällig werden. Selbst beim übergroßen SUV wird die Steuer nur um knapp 42 Euro steigen. Gerade jetzt, wo die EU die Klimaziele zu Recht nach oben gesetzt hat, passt die Alibipolitik der Koalition weniger denn je in die Zeit."