Sachverständigenrat
Wirtschaftsweise rechnen nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum - Warnung vor steigenden Sozialbeiträgen

Die sogenannten Wirtschaftsweisen haben ihre Wachstumsprognose für Deutschland gesenkt. Ausdrücklich warnen sie in diesem Zusammenhang vor den wirtschaftlichen Folgen steigender Beitragssätze für die Sozialversicherungen.

    Bundespressekonferenz: Vorstellung des Frühjahrsgutachten 2026 - Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
    Wirtschaftsweisen rechnen mit nur noch 0,5 Prozent Wachstum. (picture alliance/dts-Agentur/dts Nachrichtenagentur GmbH)
    Wegen der fortschreitenden demografischen Alterung bis 2040 könnten die Sozialbeiträge auf fast 50 Prozent des Bruttolohns ansteigen, teilte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit. Dieser Anstieg werde das gesamtwirtschaftliche Wachstum um zusätzlich bis zu 0,9 Prozent dämpfen, da privaten Haushalten weniger Geld für Ausgaben bleibe. Den Simulationen des Sachverständigenrats zufolge müssen jüngere Geburtsjahrgänge über ihr Erwerbsleben hinweg einen deutlich höheren Anteil ihres Lebenserwerbseinkommens für das Umlagesystem aufwenden.

    Wachstumsprognose von 0,9 auf 0,5 Prozent gesenkt

    In ihrem Frühjahrsgutachten aktualisierten die Wirtschaftsweisen zudem ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf nun nur noch 0,5 Prozent. 2027 soll das Bruttoinlandsprodukt um 0,8 Prozent wachsen. Insbesondere der Iran-Krieg trägt demnach zu einer erhöhten Inflationsrate bei. Die gestiegenen Energiepreise trügen mit zu einer Verbraucherpreisinflation von voraussichtlich 3,0 Prozent im laufenden und 2,8 Prozent im kommenden Jahr bei.
    Diese Nachricht wurde am 27.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.