Seit 23:10 Uhr Das war der Tag

Donnerstag, 15.11.2018
 
Seit 23:10 Uhr Das war der Tag
StartseiteVerbrauchertippVerstärkung fürs heimische Funknetzwerk29.08.2018

WLAN-RepeaterVerstärkung fürs heimische Funknetzwerk

Ein schwaches WLAN sorgt schnell für schlechte Stimmung. Da ruckelt das Online-Video oder auch die Musik vom Streaming-Dienst. Um Funklöcher in Wohnungen oder Büros zu stopfen, gibt es mehrere technische Möglichkeiten. Bei der Auswahl des passenden Geräts gibt es einiges zu beachten.

Von Dieter Nürnberger

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Ein Laptop steht in einem modernen Büro auf dem Boden ( Imago | Westend61)
Wenn es in größeren Wohnungen mit dem WLAN-Empfang nicht klappt, kann ein Repeater helfen ( Imago | Westend61)
  • E-Mail
  • Teilen
  • Tweet
  • Drucken
  • Podcast
Mehr zum Thema

Störerhaftung Bundesgerichtshof bestätigt Aus für WLAN-Haftung

BGH-Urteil zum TOR-Netzwerk "In technischer Hinsicht ist da leider gar nichts geklärt worden"

WLAN-Calling Internet-Telefonie als Lösung für Funklöcher

Dreh- und Angelpunkt für einen guten WLAN-Empfang ist der Router. Er strahlt Funkwellen mit einer gewissen Leistung aus - und stellt somit die Verbindungen zu Endgeräten wie Computer, Fernseher oder auch dem Smartphone her. Die Reichweite der Funkwellen ist jedoch begrenzt - und genau dies kann zu Problemen führen, sagt Marcus Pritsch von der Stiftung Warentest: 

"Funkwellen haben eine Reichweite von zehn bis 20 Metern. Aber leider haben wir im Haus oder der Wohnung natürlich auch Wände. Die sind unterschiedlich dick. Da habe ich eine unterschiedliche Dämpfung - das heißt: Der Funk geht eben nicht um die Ecke, sondern wird gedämpft und weiter weg entfernt von meinem Router habe ich keinen Empfang mehr. Und der zweite Nachteil ist: Wo steht mein Router? Natürlich entweder an der Eingangstür oder im Keller. So dass ich in einer andere Ecke keinen Empfang habe."

Drei technische Möglichkeiten

Unterschiedliche Techniken können die WLAN-Versorgung verbessern: Da sind zum einem die klassischen WLAN-Repeater. Sie verstärken die Signale des Routers. Per Funk arbeitet auch die zweite Option: Das sind sogenannte Mesh-Systeme - das steht für Netz oder Gewebe. Hier wird ein vorhandenes Funknetz nicht erweitert, sondern neu aufgebaut. Und bei der dritten Möglichkeit, der Powerline-Technik, wird die Stromleitung genutzt, um die Funkwellen über weitere Strecken zu übertragen. Ein zusätzliches Gerät, ein Adapter, muss bei allen drei Techniken installiert werden.

"Wenn ich ganz große Entfernungen habe - ein Gartenhaus oder eine entfernte Garage - da ist es natürlich wirklich gut, wenn ich das vorhandene Stromkabel nutzen kann. Ansonsten im Haus oder in der Wohnung: Da ist für uns die Repeater-Lösung die beste. Die ist am günstigsten, auch am einfachsten. Die Datenübertragung reicht aus, dass ich auch in entfernteren Ecken mein Notebook oder auch das Tablet benutzen kann."

Modelle, die eine gute Datenübertragung gewährleisten, gab es zwar in jeder Technik-Kategorie. Doch ein gutes Gesamturteil konnten nur zwei Produkte aus der Repeater-Kategorie erreichen. Warentester Marcus Pritsch:

"Die Mesh- und auch die Powerline-Systeme haben uns beim Stromverbrauch enttäuscht. Da war der Stromverbrauch bei den Repeatern einfach bedeutend besser, als bei Powerline und Mesh. Die Repeater haben uns in dem Sinne überzeugt, dass sie gleiche und ähnliche Funkleistungen wie die Mesh-Systeme hatten. Konkret: Die Vorteile der Mesh-Systeme - wie sie gerade in der Werbung groß angepriesen werden - haben wir in unserem Test nicht gesehen. Deshalb würden wir aus Kosten- und Qualitätsgründen Repeater empfehlen."

Auf die Ausrichtung des Routers achten

Bei den Repeatern, das zeigen die Warentest-Messungen, reicht in der Regel ein Adapter für eine große Wohnung aus, bei Einfamilienhäusern empfehlen sich eher zwei. Doch ist dies meist immer noch günstiger als ein Mesh-System. Besonders dann, wenn einer der beiden Testsieger in der Untersuchung das günstigste Produkt war. 

"Unser Testsieger ist "FritzWLanRepeater" von "AVM". Aber auch der "TP-Link AC2600" kann ebenso gut benutzt werden. Der "FritzWLanRepater 1750E" kostet in der einfachen Version 67 Euro, der "TP-Link" ist teurer - 123 Euro. Er ist nur einen Tick schlechter."

Und noch ein Hinweis: Bei der Ausrichtung der Router sollte man generell mit unterschiedlichen Aufstellungsorten experimentieren. Oft reicht das schon aus, um Funklöcher zu vermeiden. Und neuere Modelle können inzwischen auch den Frequenzbereich um 5 Gigahertz nutzen, dieser gilt als noch nicht so "verstopft" wie der herkömmliche um 2,4 Gigahertz.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk