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WWF-StudieDeutlich weniger Tiere in den Wäldern weltweit

Eine Greifschwanz Lanzenotter sitzt im Regenwald von Costa Rica auf einem Baumstamm. (imago stock&people)
Eine Greifschwanz Lanzenotter im Regenwald von Costa Rica. (imago stock&people)

Alarmierende Zahlen des WWF: Die Bestände der Tiere, die weltweit in Wäldern leben, sind drastisch zurückgegangen. Sie sanken seit 1970 um mehr als die Hälfte. Immerhin: bei einigen Arten gibt es auch gute Nachrichten.

Besonders betroffen von dem Rückgang sind laut WWF demnach Amphibien wie etwa Frösche, aber auch Säugetiere wie Affen oder Waldelefanten. Eine der Hauptursachen ist die Abholzung und Umnutzung von Wäldern für die Landwirtschaft, heißt es.

"Wälder brauchen intakte Tierwelt"

In der Pressemitteilung des WWF wird Programmleiterin Susanne Winter zitiert: "Die große Mehrheit aller Landtiere lebt in Wäldern und ist von ihnen abhängig. Aber diese Abhängigkeit ist wechselseitig: Wälder sind auf eine intakte Tierwelt angewiesen, die für sie lebenswichtige Funktionen erfüllt, etwa das Bestäuben und Verbreiten von Baumsamen."

Winter betont, ohne Tiere sinkt auch die Fähigkeit der Wälder, Kohlenstoff zu speichern. Gerade die für den Klimaschutz wichtigen Baumarten drohen ohne Tiere verloren zu gehen. Wälder sind unser größter natürlicher Verbündeter im Kampf gegen die Erderhitzung.

Für die Erhebung wurden den Angaben zufolge die Daten von 268 Wirbeltierarten und 455 Populationen untersucht. Die gute Nachricht: "Unter anderem anhand der Gorillas in Zentral- und Ostafrika oder der Kapuzineraffen in Costa Rica hebt der WWF Lösungen hervor, mit deren Hilfe die Waldtierwelt wiederaufleben konnte."

Den Bericht des WWF können Sie hier herunterladen.

Der Wald als Sauerstoffproduzent

Der WWF informiert auf seinen Seiten ausführlich über die Klimafunktion der Wälder. Erst kürzlich haben wir wegen der Hitze und Trockenheit Fakten über den Wald in Deutschland zusammengetragen. Wälder regulieren das Klima, mildern extreme Wetterverhältnisse wie Hitze, Frost, Trockenheit und Stürme ab. Sie sind Heimat für viele Tierarten, produzieren Sauerstoff und reinigen die Luft. Sie speichern in hohem Maße das klimaschädliche CO2. Forscher der ETH Zürich haben in einer Studie berechnet, dass die Aufforstung von Wäldern der effektivste Klimaschutz ist.