Die Nachrichten

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ZeitungenMänner dominieren in den Führungsetagen

Carsten Knop, Chefredakteur Digitale Produkte (l), und Berthold Kohler, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ, r), stehen in den Redaktionsräumen hinter einem Exemplar der ersten FAZ-Ausgabe vom 01.11.1949. Die Zeitung feiert ihr 70-jähriges Bestehen.  (dpa / Frank Rumpenhorst)
Die "FAZ" gibt sich mit einer minimalen Beteiligung von Frauen an Führungspositionen zufrieden. (dpa / Frank Rumpenhorst)

In deutschen Print-Medien sind die Führungsebenen weiterhin überwiegend von Männern besetzt.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Vereins ProQuote. Bei den hundert untersuchten deutschen Regionalzeitungen sind unter den 108 Chefredakteuren nur acht Frauen. Das entspricht einem Anteil von 7,4 Prozent. Bei den überregionalen Zeitungen, die betrachtet wurden, erreicht die Berliner "taz" mit über 50 Prozent den höchsten Frauenanteil in der Chefetage, den niedrigsten Wert mit 16 Prozent weist das "Handelsblatt" auf. Insgesamt beträgt der durchschnittliche Frauenanteil bei den untersuchten Zeitungen gut 25 Prozent.

Der Verein ProQuote zählt und vergleicht seit 2012 den Frauenanteil in journalistischen Führungspositionen deutscher Medien. Im vergangenen Jahr untersuchte der Verein das Geschlechterverhältnis in Führungspositionen in den deutschen Radio- und Fernsehanstalten. Ergebnis: Von den untersuchten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ist bei der Deutschen Welle und beim RBB die Hälfte des Führungspersonals weiblich. Auch WDR, NDR und ZDF befinden sich auf dem Weg zu einer ausgeglichenen Teilhabe der Geschlechter. Weitgehend männlich geprägt sind die Führungsebenen von Radio Bremen, des Saarländischen Rundfunk und vom Deutschlandradio.