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Zerstörte GebäudeBildungsministerin warnt vor Betreuungsangeboten aus der "Querdenkerszene"

Zerstörtes Inventar in der Schule, die Fensterscheibe ist zerborsten, Tische stapeln sich kreuz und quer übereinander (picture alliance / Flashpic | Jens Krick)
Die Schule des Peter-Joerres Gymnasium in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde vom Unwetter und Hochwasser im Erdgeschoss sehr hart getroffen, Reste der Bibliothek. (picture alliance / Flashpic | Jens Krick)

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig hat vor Kinderbetreuungsangeboten aus der sogenannten Querdenkerszene in den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebieten gewarnt. Es gebe klare Regeln, sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. "Kinderbetreuung kann nur dann stattfinden, wenn sie vom Landesjugendamt genehmigt ist."

Das zwielichtige Angebot sei von den Behörden unterbunden worden. Es gebe viele zerstörte Kitas, eine Notbetreuung in alternativen Einrichtungen sei vom Landesamt für Jugend, Soziales und Versorgung an vielen Stellen eingerichtet worden, so Hubig. "Denn die Eltern brauchen jetzt dringend Kinderbetreuung."

Hubig verwies zudem auf die schwierige Lage der Schulen. Die Sommerferien in Rheinland-Pfalz dauern noch bis zum 27. August. "In den Sommerferien werden sich zahlreiche Schulgebäude nicht rechtzeitig wiederherstellen lassen", sagte Hubig. Im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler seien die Gebäude von 14 Schulen derart in Mitleidenschaft gezogen worden, dass sie zum Schuljahresbeginn garantiert nicht zur Verfügung stehen. Der genaue Zustand vieler Gebäude werde noch erhoben, weil einige zum Beginn der Woche noch nicht einmal betreten werden konnten. Es laufe eine Suche nach Alternativen. Dabei müssten aber fehlende Straßen, Brücken und Schienen berücksichtigt werden. Hinzu komme der Verlust von Lehrmaterial.

Eine andere Aufgabe sei die psychologische Unterstützung der Kinder. Viele von ihnen hätten Angehörige verloren und schreckliches Leid erlebt, sagte Hubig. Auch Lehrkräfte hätten Menschen in ihrem Umfeld oder ihre Häuser verloren.

Diese Nachricht wurde am 22.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.