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Zoran Scekic, Srdan Dedic und Frano ParacZagreber Brüche

Die Neue-Musik-Szene in Kroatien ist hierzulande zwar nicht besonders bekannt, weist aber viele facettenreiche und interessante Komponistinnen und Komponisten auf. Deren Lebensläufe verliefen musikalisch gesehen oft nicht ganz bruchlos, wie beispielsweise bei Zoran Scekic, Srdan Dedic und Frano Parac.

Von Peter Krause | 20.09.2014

Zoran Scekic (*1972) war viele Jahre lang Jazzmusiker, bevor er die Welt der mikrotonalen Musik entdeckte und erweiterte, in dem er Instrumente wie das Z-Board erfand, ein Klavier mit 576 Tasten. Srdan Dedic (*1965) war erst auf dem Weg zum Jazzmusiker, als er Prokofjew und Schostakowitsch für sich entdeckte und die Richtung wechselte. Seit nunmehr 30 Jahren schreibt er zeitgenössische Werke. In Titeln wie "Beat on", "Snake Charmer" oder "At the Party" spürt man, dass er seine Leidenschaft für Jazz nicht ganz aufgegeben hat. Und auch Frano Parać hat einen künstlerischen Bruch in seiner Laufbahn vorzuweisen. Bevor er die Musikakademie besuchte, um Klassik zu studieren, war er Pianist in einer Rock-Band. Doch er hat seine musikalische Vergangenheit mitgenommen, in vielen seiner Kompositionen taucht ein treibender Rhythmus auf.