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StartseiteKultur heuteDachverbands-Präsidentin fordert Bibliotheksgesetz15.09.2018

Zukunft der BibliothekenDachverbands-Präsidentin fordert Bibliotheksgesetz

Bibliotheken wandeln sich rasant in Richtung lebendige Lern- und Leseorte. Die Digitalisierung kann für sie auch eine große Chance sein. Barbara Lison, Präsidentin des Dachverbands "Bibliothek und Information Deutschland", will diese Art der Wissens-Vermittlung zur Pflichtaufgabe von Kommunen machen.

Barbara Lison im Gespräch mit Michael Köhler

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Spielecke in der Kopenhagener Zentralbibliothek.  (Miriam Arndts)
Auch Spielecken wie in der Kopenhagener Zentralbibliothek machen heute Bibliotheken aus (Miriam Arndts)
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Für Kommunen soll es künftig keine freiwillige Aufgabe mehr, sondern eine Pflichtaufgabe sein, öffentliche Bibliotheken zu unterhalten, sagte Barbara Lison, die Präsidentin des Dachverbands "Bibliothek und Information Deutschland", im Dlf. Sie fordert deshalb ein Bibliotheksgesetz. 

Dabei wäre neben dem Bildungsaspekt auch der hohe Stellenwert der Büchereien für soziale, kommunikative und kulturelle Aufgaben der Gesellschaft zu beachten, so Lison. Sie verwies auf eine wesentlich höhere Finanzierungsquote in Dänemark und Schweden. Dort sei das Budget von Stadtbüchereien im Vergleich zu Deutschland fünffach höher.

Bibliotheken als Pflichtaufgabe der Kommunen

Anlässlich der "Next Library Conference" in Berlin beobachte sie, dass zurzeit eine Entmaterialisierung der Inhalte durch die Digitalisierung stattfände. Dadurch gebe es aber nicht weniger Inhalte. Veränderungen hätten auch etwas Positives: Die Zusammenlegung von Stadtteilbüchereien könne auch zu attraktiveren Neueröffnungen führen.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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