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Analogkäse schmeckt besser!

Wie sich Public Relation als fünfte Gewalt etabliert

Von Jörg Wagner

Studiomikrofon (Deutschlandradio)
Studiomikrofon (Deutschlandradio)

Eine mächtige Branche führt im professionellen Auftrag Millionen von Menschen ungestraft hinters Licht. Täuschen, tricksen, tarnen, das ist das Handwerkszeug der PR-Profis in konventionellen Print- und Funkmedien und neuerdings auf Blogs und in Internetforen.

Meinungshoheit über ein aktuelles politisches oder wirtschaftliches Vermarktungsthema: Dafür kämpft die fünfte Gewalt. Bei der Bahnprivatisierung ging es mit gefälschten positiven Bürgermeinungen nur um viel Geld, in der Politik geht es um die Basis von Demokratie, um Transparenz.

Unauffälligkeit ist ein wesentliches Prinzip der PR-Branche! Peter Voss beispielsweise, ehemaliger ZDF-Journalist und späterer Intendant des Südwestrundfunks, hat, öffentlich kaum bemerkt, die Seiten gewechselt. Seit 2009 ist er Präsident der privaten Quadriga-Hochschule Berlin, die sich darauf spezialisiert hat, Techniken zu vermitteln, PR umfassend in Wirtschaft, Politik und Medien zu platzieren.

Regie: Wolfgang Rindfleisch

Produktion: !RBB/DLF 2010

Manuskript zur Sendung als pdf oder im Textformat.

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Das Feature

DresdenStrich um Strich wie Wunden

Nach den Bomenangriffen amerikanischer und britischer Flugzeuge auf Dresden am 13. und 14.02.1945 werden die zahlreichen Leichen, die auf der Straße liegen geborgen. Bei dem Angriff wurde die historische Innenstadt von Dresden nahezu völlig zerstört, bis zu 35.000 Menschen wurden getötet. (picture alliance / dpa)

Der Zeichner Wilhelm Rudolph dokumentiert die Ruinen von Dresden: "Das herausdämmernde Licht des 14. Februar 1945 erhellt nur noch eine glühende, qualmende Brandstätte an der Elbe, da wo am Vortag Dresden gewesen war."

Schriftsteller Schreiben im Zeichen der Gewalt

Die Flagge Kolumbiens weht im Wind. (imago stock & people)

Gewalt ist das zentrale Thema der kolumbianischen Literatur. Denn das Leben in dem latein-amerikanischen Land ist immer noch geprägt von Mord, Willkür und Verfolgung. Verschiedene Schriftsteller aus Kolumbien schreiben über ihre Eindrücke des Lebens.

Zweiter Weltkrieg Vor euren Karren lassen wir uns nicht spannen

Dresdner Bürger stellen am 13. Februar 1993 brennende Kerzen an die Ruine der Frauenkirche auf dem Neumarkt. Sie gedenken der am 13. und 14. Februar 1945 bei allierten Luftangriffen ums Leben gekommenen mehr als 45 000 Menschen. Auf den zahlreichen Veranstaltungen zum 48. Jahrestag der Zerstörung Dresdens rufen sie außerdem zur Beendigung des Völkermordes in Bosnien-Herzegowina auf. (picture-alliance / dpa / Thomas Lehmann)

78 Kinder kamen in den Tagen um den 13. Februar 1945 im Krankenhaus Dresden-Johannstadt zur Welt. Die meisten Mütter überlebten die Bombennacht nicht, denn der Keller der Frauenklinik wurde fast vollständig zerstört, während der der Kinderklinik nahezu unversehrt blieb. So kommt es, dass fast alle Kinder überlebten und fast alle Mütter starben.