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Mitternachtskrimi Räuberzelle

Von Christian Winkler

Karl verbringt die meiste Zeit seines Lebens hinter Gittern. (picture alliance / dpa / Tim Brakemeier)
Karl verbringt die meiste Zeit seines Lebens hinter Gittern. (picture alliance / dpa / Tim Brakemeier)

Mehr als 30 Jahre verbringt er in verschiedenen Gefängnissen Europas; länger als sechs Monate ist er selten auf freiem Fuß: Karl "der Haifisch" Haiberger. Er ist ein Edelgauner, ein begnadeter Einbrecher.

Wenn er "draußen" ist, lebt er auf großem Fuß und genießt jede Stunde.

Er weiß, dass über kurz oder lang die Handschellen klicken werden. Als Karl mit 52 Jahren aufgrund eines Gehirntumors frühzeitig aus einer weiteren Haftstrafe entlassen wird, entschließt er sich, seine Geschichte aufzuschreiben.

Durch einen Zufall kontaktiert er Christian Winkler, der aus seiner Lebensgeschichte Literatur machen soll. Aus unzähligen Interviews entstehen mehrere 100 Seiten Text, die der Autor schließlich zu einem Hörspiel verdichtet.

Karl erzählt darin von verschiedenen Lebensabschnitten, von seinem einzigen "normalen" Beruf als Beate-Uhse-Vertreter, von filmreifen Einbrüchen und Verfolgungsjagden über den Dächern der Stadt, vom Alltag im Knast, von Träumereien und Utopien, von seiner Krankheit und vor allem immer wieder von Strafe und Sühne.


Regie: Peter Kaizar
Musik: Karl Ritter
Mit Wolfram Berger
ORF 2012/ca. 54'



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