Hörspiel / Archiv /

 

Studiozeit Hörspiel Vogelherdrecherche

Aus dem Nachlass von Thomas Kling

Von Ulrike Janssen unter Mitwirkung von Norbert Wehr

Hörspiel mit Otto Sander  (AP Archiv)
Hörspiel mit Otto Sander (AP Archiv)

"Vogelherd. mikrobucolica", so heißt einer der geheimnisvollsten und zugleich konkretesten Gedichtzyklen des Dichters Thomas Kling, der 2005 im Alter von 48 Jahren starb. Ein Vogelherd ist eine Fangvorrichtung für Vögel, auch Singvögel, bekanntlich seit alters her ein Bild für den Dichter selbst.

Thomas Kling war ein Dichter, der – ungewöhnlich für einen Lyriker – für seine Arbeiten sehr viel recherchierte: am Schreibtisch, aber auch auf Reisen. Auf der Raketenstation, einer umgebauten ehemaligen NATO-Raketenbasis auf dem renaturalisierten Gelände der Museumsinsel Hombroich, wo Kling die letzten 15 Jahre lebte, befindet sich sein umfangreicher Nachlass: seine Bibliothek, Manuskripte, Entwürfe, Notizbücher sowie eine akustische Sammlung mit zahlreichen Mitschnitten seiner grandiosen Liveauftritte.

Mit Materialien seines Nachlasses macht sich das Hörspiel auf die Spuren dieses Dichters und versucht ihm, dem "spürbar Abwesenden", und dem Geheimnis seiner Texte nahezukommen. Das Stück wurde mit dem Karl-Sczuka-Förderpreis 2011 ausgezeichnet.

Von Ulrike Janssen unter Mitwirkung von Norbert Wehr
Komposition: Gerd Bessler
Regie: die Autorin
Mit Otto Sander,
Susanne Reuter, Lu Jansen
Im Originalton: Thomas Kling, Karlheinz Frommolt , Uwe Westphal (Ornithologen) u.a.
DLF/HR 2011/46'12



Mehr bei deutschlandradio.de

Produktion:

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Hörspiel

CharakterisierungenZwei oder drei Porträts

Der Schriftsteller Helmut Heißenbüttel in seinem Borsflether Haus im Kreis Steinburg, aufgenommen am 17.6.1996. (picture-alliance / dpa / Kay Nietfeld)

Woraus setzt sich das Bild eines Menschen zusammen? Man kennzeichnet eine Person, indem man Eigenschaften benennt. Porträts entstehen dadurch, dass man solche Sätze summiert. Diese Summierung kann gleichzeitig als das Gerede aufgefasst werden, das über eine Person in Umlauf ist.

MitternachtskrimiDas Milliardengrab

Der Schauspieler Andreas Grothgar während einer Hörspielaufnahme im Studio am Mikrofon. (Radio Bremen / Wolfgang Seesko)

Tom Felski sitzt auf einem Milliardenberg. Er sitzt fest, tief unter der Erde, und es scheint keinen Ausweg zu geben. Zwei spektakuläre Fälle hatten ihm das Vertrauen der Mächtigen eingebracht. Sein neuer Auftraggeber ist die Bundesregierung.

Hörspiel am SamstagNachtgeschwister, provisorisch

Martina Gedeck, die Schauspielerin beim Night Train to Lisbon Photocall im Rahmen der 63. Internationale Filmfestspiele Berlin Berlinale am 13.02.2013. (imago / APress)

Die Begründung der Jury der Darstellenden Künste: "Nachtgeschwister, provisorisch" ist ein ganz besonderer literarischer Dialog - ein In-Beziehung-Setzen von Literatur, eine Chronik und Aufarbeitung der Beziehung einer westdeutschen Autorin und eines ostdeutschen Schriftstellers.