Das Feature / Archiv /

 

West-östlicher Divan Utopie und Wirklichkeit: Entdecker und Spion für Kaiser und Reich

Das sagenhafte Leben des Max von Oppenheim

Von Simone Hamm

Besucher betrachten den Pergamon-Altar im Pergamon-Museum in Berlin (AP Archiv)
Besucher betrachten den Pergamon-Altar im Pergamon-Museum in Berlin (AP Archiv)

Max von Oppenheims Werdegang scheint vorgezeichnet. Der 1860 in Köln geborene Sohn des Bankiers Oppenheim soll eines Tages die Privatbank des Vaters übernehmen. Doch er ist vom Orient und der Archäologie fasziniert. 1892 zieht er nach Kairo.

Er führt ein aufwendiges Leben, unterhält einen Harem, gräbt am Hügel des Tell Halaf im heutigen Syrien, wird Attaché des deutschen Kaisers, der nach der Vorherrschaft im Orient strebt.

1911 findet er auf dem Hügel des Tell Halaf einen 3000 Jahre alten Palast, überlebensgroße Basaltfiguren, Götter, Sphinxe, Löwen, Fabelwesen - Zeugen aramäischer Hochkultur.

Während des Ersten Weltkriegs kehrt Oppenheim zurück nach Berlin, wo er für das Auswärtige Amt tätig ist und dort die Nachrichtenstelle für den Orient gründet. Er stirbt 1946.

Die Skulpturen des Tell Halaf galten nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit als zerstört oder verschollen.

Im Jahr 2011 wurden die "Geretteten Götter" im Rahmen einer Sonderausstellung im Berliner Pergamon-Museum präsentiert.


DLF 2012

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

Arbeitssklaven in Kalabrien Labor des Wegwerf-Menschen

Afrikanische Einwanderer ernten Orangen in Rosarno, Kalabrien. (picture-alliance / dpa / Franco Cufari)

Rosarno ist eine Kleinstadt im Süden Kalabriens, deren Wirtschaft seit jeher auf dem Anbau von Zitrusfrüchten gründet. Einst ein florierendes Städtchen, hat es seit den 70er-Jahren einen stetigen Niedergang erlebt. Denn irgendwann konnten die kalabrischen Orangen der billigen Konkurrenz aus dem Ausland nicht mehr standhalten.

Berlins jüdische Israelis Meschugge Mischpoke und West-Ost-Divan

Schaufenster eines Lebensmittelgeschäfts mit Jüdischen Spezialitäten in Berlin. (imago / Lem)

Wenn Ronit Land am Denkmal "Züge ins Leben - Züge in den Tod" vor dem Bahnhof Friedrichstraße in Berlin steht, dann denkt sie an ihre Mutter. Ende August 1939 saß das zwölfjährige jüdische Mädchen Cilly Salomon hier und wartete auf den Kindertransport, mit dem ihr die Flucht aus Nazideutschland gelingen sollte.

Orson WellesEin Puzzle

Der US-amerikanische Regisseur und Schauspieler Orson Welles (1915-1985) begrüßt im Februar 1982 bei der Verleihung des Filmpreises "Cesar 82" in Paris das Publikum.

"Rosebud!": Es ist eines der großen Rätsel der Filmgeschichte, das letzte Wort des Tycoons Citizen Kane in jenem Film, der regelmäßig an erster Stelle genannt wird, wenn es um Kinoranglisten geht. Zum 100. Geburtstag begibt sich der Schriftsteller Thomas von Steinaecker wie der Reporter in Citizen Kane auf die Suche nach den Puzzlesteinchen.