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Mittwoch, 17. April 2013

Medizin Eine Beschneidung verändert die Flora.

Männer, deren Penisvorhaut beschnitten wurde, haben ein geringeres Risiko, sich mit Herpes Simplex oder dem HI-Virus zu infizieren als nicht beschnittene Männer. Bislang war nicht klar, ob dies auf anatomische Gründe zurückzuführen ist oder nicht. Ein US-Forscherteam präsentiert nun im Fachmagazin MBio einen neuen Erklärungsansatz. Demnach verändert sich durch die Beschneidung die Gemeinschaft der Mikroorganismen, die auf der Haut des männlichen Geschlechtsteils leben. Diese Veränderung könnte sich auf das Immunsystem positiv auswirken und so das Ansteckungsrisiko verringern. Nach der Beschneidung nehmen die anaeroben Bakterien demnach sowohl in der Anzahl als auch in der Vielfalt drastisch ab. Dies kann unter anderem zu einer Reduzierung der Entzündungsaktivität der Vorhaut führen, was das Ansteckungsrisiko minimieren könnte, vermuten die Forscher. [mst]

(Quelle: mBio (e00076-13))

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