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StartseiteSport am Wochenende"Radsport erlebt in Deutschland eine Revolution "21.01.2017

Radsport"Radsport erlebt in Deutschland eine Revolution "

Der größte Radrennen-Veranstalter ASO erobert den deutschen Markt: Die Tour de France startet in Düsseldorf, die Deutschland-Tour gibt 2018 ihr Comeback und das Frankfurter Traditionsrennen "Rund um den Finanzplatz" wird ebenfalls von der ASO veranstaltet. "Radsport hat das Potenzial, wieder zu einem Topsport in Deutschland zu werden", sagte ASO-Projektentwickler Claude Rach im DLF.

Claude Rach im Gespräch mit Matthias Friebe

Claude Rach, Projektentwickler der ASO, bei einer Rede (imago)
Claude Rach, Projektentwickler der ASO (imago)

Die Amaury Sport Organisation (ASO), Organisator der Tour de France, sei davon überzeugt, dass die Begeisterung für den Radsport in Deutschland weiter wachse, sagte Claude Rach, Direktor für Projektentwicklung. Deswegen habe man einen langfristigen Vertrag unterzeichnet, um die Deutschland-Tour wieder zu etbalieren. "Das ist unsere Vision."

Livebilder des Events im Fernsehen seien sehr wichtig. "Unser Ziel ist es, dass der Radsport in zehn Jahren einen Status hat, den er auch verdient  hat und dass diese Radsportveranstaltungen dazu dienen werden, Fahrradfahren, das in Deutschland so populär ist wie in keinem anderen Land in Europa, wieder miteinzubinden."

Deutschland sehr sensibel in Dopingfragen

Selbst bei einem Dopingfall, der die Begeisterung in Deutschland im Keim ersticken würde, hielte man an dem Vorhaben fest. "Wenn das dann von Sponsoren, Städten und Medien nicht so getragen wird, wie es getragen werden muss, wird es schwierig sein, dieses Event weiter auf den Beinen zu halten", räumte Rach ein. "Wenn es einen Dopingfall gibt, wird der Sport in Deutschland natürlich wieder infrage gestellt werden."

Deutschland sei im Vergleich zu anderen Ländern besonders sensibel, was Dopingfälle angehe, bestätigte Rach. "Deutschland ist ein Ausnahmefall, weil es hier einen großen Dopingfall um einen Star gab, der für den Radsport stand." Der Festina-Fall in Frankreich sei zwar auch ein großer Schock gewesen, doch die Tour de France sei dort so verankert, dass das ganze "Kartenhaus nicht zusammenfällt, wenn es Dopingfälle bei einem Fahrer oder einem Team gibt. Dafür ist die Veranstaltung einfach zu wichtig."

Deutschlandtour soll eine Woche dauern

Auch in Deutschland soll es wieder eine Begeisterung für die Rundfahrt geben. "Die Basis in Deutschland ist da. Es gibt in Deutschland eine Generation von Fahrern, die eine positive Ausstrahlung haben und sich dafür einsetzen, dass sich dieser Sport wieder in die richtige Richtung entwickelt."

Die Deutschland-Tour ist erstmal auf vier Tage begrenzt, erklärte Rach. "Aber unser Wille ist es schon, das weiter auszubauen. Unser Ziel ist es, das in zehn Jahren auf ein einwöchiges Etappenrennen auszubauen."

Das vollständige Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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