Freitag, 30. September 2022

Programm: Vor- und RückschauFreitag, 30.09.2022

  • Mon
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    Fri
    Sat
    Sun
  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:30 Uhr   Tag für Tag

    Aus Religion und Gesellschaft
    (Wdh.)

  • 05:05 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

    Am Mikrofon: Tobias Armbrüster

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Oskar Schlemmers „Triadisches Ballett" wird uraufgeführt

  • 09:10 Uhr

    Ukraine-Rückkehrer: Zurück in den Krieg? - Gespräch mit Ivan Gayvanovych

    Hohe Inflation und kein Gas aus Russland - Bulgarien vor Parlamentswahl

    Gespaltene Separatisten: Katalonien 5 Jahre nach dem Unabhängigkeits-Referendum

    Am Mikrofon: Annabell Brockhues

  • 09:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

    „Ich habe höchsten Respekt vor den Kämpferinnen im Iran - und behalte mein Kopftuch an“- die Theologin Hamideh Mohagheghi
    Die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi wurde in Teheran geboren und lebt seit 1977 in Deutschland. „Das Kopftuch darf keine religiöse Pflicht sein und es darf keine weltliche Instanz geben, die die Kleidung kontrolliert“, sagt sie. Der Koran zwinge Frauen nicht zur Kopfbedeckung. Es sei wichtig, die Freiheitsschreie aus dem Iran auch in Deutschland hörbar zu machen, aber sie bezweifle, dass man von außen ein Land wie den Iran verändert könne. „Wichtig ist, dass man ideelle Unterstützung gibt, dass man sich für Selbstbestimmung der Frauen einsetzt“, sagt Mohagheghi. Sie selbst sei nicht bereit, ihr Kopftuch abzulegen als Zeichen der Solidarität, aber: „Ich habe höchsten Respekt vor den Protestierenden“.

    „Ich möchte ein lebendes Denkmal für all die Ermordeten errichten“- Impressionen vom Litvak Culture Forum in Kaunas
    Das litauische Kaunas, derzeit Kulturhauptstadt Europas, war einst ein bedeutendes Zentrum jüdischer Kultur. Vor dem Ersten Weltkrieg lebten mehr als 30.000 Jüdinnen und Juden dort. Dem Einmarsch erst der Wehrmacht, dann der Roten Armee folgten Mord und Vertreibung. Die Kinder und Kindeskinder der sogenannten Litvaken leben heute über die Welt verstreut - doch zum Litvak Culture Forum (29.-30. September) kommen viele von ihnen nach Kaunas. Einer der Höhepunkte ist die Uraufführung der „Kaunas Kantata“ von Philip Miller, rezitiert von Bella Shirin

    Am Mikrofon: Christiane Florin

  • 10:08 Uhr

    Zwei Kulturen, eine Familie
    Binationale Partnerschaften

    Gäste:
    Sidonie Fernau, Vorsitzendes des Bundesverbandes binationaler Familien und Partnerschaften
    Swenja Gerhard, Juristin und Paar- und Familientherapeutin beim hessischen Landesverband binationaler Familien und Partnerschaften
    Christina Roth, systemische Beraterin, die in ihrer Masterarbeit zum Thema Verbündetes Handeln und Rassismuskritik in Liebesbeziehungen geforscht hat
    Am Mikrofon: Stephanie Gebert

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    lebenszeit@deutschlandfunk.de

    Rund 1,5 Millionen binationale Paare leben in Deutschland, in den letzten 20 Jahren hat sich ihre Zahl verdoppelt. Auf Reisen oder bei Auslandsaufenthalten haben sie sich kennen- und lieben gelernt. Kulturelle Unterschiede machen den Reiz und oft auch die Herausforderung ihrer Beziehungen aus. Ein gemeinsamer Alltag kann aber auch Zündstoff bergen: Welche Traditionen und Riten sollen gemeinsam gelebt werden? Wie klappt es mit der Rollenverteilung im Alltag? Wie reagieren Freunde und Familie auf die Partnerschaft? Außerdem kommen auf binationale Paare oft bürokratische Hürden zu: Wenn er oder sie nicht aus einem EU-Land stammt, muss ein Sprachtest absolviert werden und Behörden entscheiden über Visa, Arbeitserlaubnis und Anerkennung von Berufsabschlüssen. Welche Erfahrungen machen Menschen in binationalen Beziehungen im Alltag, mit ihren Herkunftsfamilien, mit Ämtern, was bereichert ihr Leben, wo finden sie Unterstützung?

  • 11:35 Uhr

    Fischsterben in der Oder: Abschlussbericht der deutschen Seite

    Nur jeder elfte deutsche Fluss ist in Ordnung

    Lützerath: Unruhiger Herbst im Rheinischen Revier

    Keine Verwendung mehr für die Corona-Haustiere - Tierheime am Anschlag

    Am Mikrofon: Sandra Pfister

    11:55 Uhr   Verbrauchertipp

    Was tun, wenn ich ein verletztes Tier finde?

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

    Russland verkündet Annexion

    Interview Johannes Varwick, Prof. Uni Halle

    Gaspreisdeckel: Diskussion um konkrete Ausgestaltung

    Wut in Sachsen-Anhalt auf Russland-Politik/Podium

    Deutscher Staatsanwalt unterstützt Ukraine bei Verfolgung von Kriegsverbrechen

    Sport: Bayer gegen Bayern in der Bundesliga

    Viele Tote bei neuem Angriff in Saporischschja - vor der Annexion der 4 Gebiete

    Wenn Grenzen Familien trennen - Russische Flüchtlinge in Finnland

    Brüssel: EU-Minister suchen Preisbremsen für Strom und Gas

    Corona-Lage mit Gesundheitsminister Lauterbach und RKI-Chef Wieler

    Warschau: Untersuchungsbericht zur Oder-Katastrophe

    Zahlreiche Hurrikan-Tote in Florida befürchtet - "Ian" bedroht South Carolina

    Am Mikrofon: Friedbert Meurer

  • 15:05 Uhr
  • 15:35 Uhr

    Nach Redaktionsschluss

    Folge 104: Tiktok oder Tatort:  Was bekommen junge Erwachsene für ihren Rundfunkbeitrag?

  • 15:52 Uhr

    Jüdisches Leben heute

    Musik und Gebete zum Jom Kippur

    Von Micha Guttmann

  • 16:10 Uhr

    Christine Koschmieder: „Dry“
    (Kanon Verlag, Berlin)
    Ein Beitrag von Michael Opitz

    Lara Williams: „Die Odyssee“
    Aus dem Englischen von Eva Bonné
    (Atlantik Verlag, Hamburg)
    Ein Beitrag von Christoph Vormweg

    Felicitas Hoppe: „Gedankenspiele über die Sehnsucht“
    (Droschl Verlag, Graz)
    Ein Gespräch mit der Autorin Felicitas Hoppe

    Am Mikrofon: Carsten Hueck

  • 16:35 Uhr

    Wie stark gefährden Satelliten die Atmosphäre?
    Forschende fordern Maßnahmen

    "Lasst die Wracks im Meer!"
    Archäologische Schätze der Ostsee

    Wissenschaftsmeldungen

    Sternzeit 30. September 2022
    Der Sternenhimmel im Oktober

    Am Mikrofon: Sophie Stigler

  • 17:35 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr
  • 19:04 Uhr

    aus der Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion

  • 19:15 Uhr

    86. ZEIT Forum Wissenschaft

    It's getting hot in here!
    Wie wir unsere Städte fit für den Klimawandel machen

    Am Mikrofon: Ralf Krauter und Andreas Sentker

    Deutschland ist weltweit auf Platz 3 beim Anstieg der Hitzetoten. Unsere Städte sind an steigende Temperaturen nicht angepasst. Ein Grund hierfür ist die großflächige Versiegelung, die ebenfalls eine große Rolle bei den zunehmenden Extremwetterereignissen spielt. Das Medizin-Fachjournal „The Lancet“ zählte in Deutschland allein im Jahr 2018 20.000 hitzebedingte Todesfälle. Die gute Nachricht: Architektur, Städteplanung, Forschung und Politik haben Konzepte, die Abhilfe schaffen können, durch effizientere Kühlung von Innenräumen, Straßen und Plätzen. Neben der Gesundheit ist dies auch ein wichtiger Hebel für den Klimaschutz, denn das Heizen und Kühlen von Gebäuden ist eine der größten Quellen von klimaschädlichen CO2-Emissionen. Da rund 30 Prozent aller Energie fürs Heizen und Kühlen von Gebäuden verwendet wird, spielt kluge Städteplanung eine Schlüsselrolle beim Kampf gegen die Erderhitzung. Mit der akuten Wohnungsnot in den Großstädten sowie den steigenden Mietpreisen und Nebenkosten kommen jedoch noch weitere Herausforderungen dazu, die ein schnelles Handeln einfordern. Das Bauwesen steht daher vor immensen Herausforderungen und bietet gleichzeitig große Potenziale, um den Klimawandel und die dadurch verursachte weitere Erhitzung abzubremsen. Was können wir jetzt tun, um im Gebäudesektor schnell viel Energie einzusparen und gleichzeitig auf den steigenden Wohnungsbedarf zu antworten und was bringen Bewegungen, wie das von der EU initiierte „Europäische Bauhaus“? Können diese eine kurz- oder mittelfristige Strategie sein, um den beiden Problemen gerecht zu werden?

  • 20:05 Uhr

    Macht, Lügen und Geheimnisse
    Frankreichs Starautorin Leila Slimani
    Von Simone Hamm 
    Regie: Günther Maurer
    Produktion: SWR/Deutschlandfunk 2022

    Leila Slimani interessiert sich für die düsteren Seiten der Menschen. Ihre Romane sind schockierend, ihre Frauenfiguren sperrig. Sie schreibt über ihre in Marokko lebende Großmutter und deren hartes Leben, über eine Pariser Kindsmörderin, über eine Sexsüchtige. Leila Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Sie wurde 1981 in Rabat/Marokko geboren, kam 1999 nach Paris. Ihre Stimme will sie den einfachen Frauen geben, denen, deren Geschichten sonst nie erzählt würden. Etwa ihrer französischen Großmutter, die als junge Frau der Liebe wegen mit einem marokkanischen Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Marokko ging. Dem mordenden Kindermädchen in der liberalen Pariser Familie oder der sexsüchtigen Arztfrau. Sie interessiert sich für die düsteren, die obskuren Seiten der Menschen, die Abgründe. Ihre Romane sind spannend und schockierend. In Paris ist ein regelrechter Hype um sie entstanden.

    Die 41-jährige Autorin ist nach Lissabon gezogen, um an ihrer Familientrilogie zu schreiben. Deren zweiter Band „Schaut, wie wir tanzen“ ist gerade auf Deutsch erschienen. Unsere Autorin hat sie in Lissabon besucht.

  • 21:05 Uhr

    History
    Trombone Shorty & Orleans Avenue
    Aufnahme vom 3.12.2011 im Gloria, Köln
    Am Mikrofon: Tim Schauen

    Eigentlich heißt er Troy Andrews, aber wegen seines bevorzugten Instruments und seiner nicht übermäßig beeindruckenden Körpergröße nennt er sich selbst Trombone Shorty. Man sollte sich vom humorvoll gemeinten Bühnennamen nicht täuschen lassen - der Posaunist aus New Orleans ist ein Kraftpaket, ein Energiebündel. Andrews spielt sein Instrument mit beeindruckender Dynamik, er hätte seinerzeit sicherlich auch in Jericho mitmachen dürfen. Um sich versammelt hat er eine Band aus überwiegend jungen Musikern, mit denen er eine fesselnde Show aus Funk, Soul, Jazz und Pop spielt - ganz in der Tradition der Brass Bands seiner Heimatstadt. Sein Vorbild ist übrigens der berühmteste Musiker aus New Orleans: Louis Armstrong. Deshalb greift er auch hin und wieder zur Trompete.

  • 22:05 Uhr

    Albert King „I'll play the blues for you" (1972)
    Am Mikrofon: Tim Schauen

    Es gibt zwei Songs des US-amerikanischen Gitarristen Albert King (1923-1992), die wohl jeder Bluesfan rückwärts mitpfeifen kann: „Born under a bad sign” und „I’ll play the blues for you” mit dem so markanten Lick, also einer Tonfolge oder Phrase. 1972 erschien der Song auf dem gleichnamigen Album „I’ll play the blues for you” beim Label Stax aus Memphis. Albert King gehört zusammen mit BB und Freddie King zu den drei Königen des elektrischen Blues, ohne mit ihnen verwandt zu sein, dabei stammt Albert King wie BB aus dem kleinen Örtchen Indianola im Mississippi-Delta. Als Linkshänder spielte er Gitarren für Rechtshänder, ohne die Saitenreihenfolge anzupassen, das macht es schwierig, seine Licks exakt nachzuspielen. Grund genug also, diesen Bluesklassiker erneut aufzulegen und in die Melange aus Blues und dem typischen Soul-Sound der Stax-Hausband einzutauchen.

  • 22:50 Uhr
  • 23:10 Uhr

    Journal vor Mitternacht