Programm: Vor- und RückschauSamstag, 27.11.2021

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    Sun
  • 00:05 Uhr

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

  • 01:05 Uhr

    Rock
    Neues und Klassiker aus Rock, Pop, Soul
    Schwerpunkt: Vor 50 Jahren veröffentlichte der britische Musiker David Bowie mit "Hunky Dory" sein viertes Studioalbum
    Am Mikrofon: Günther Janssen

  • 06:05 Uhr

    Die Ampelkoalition und die Corona-Pandemie - Schnelles Handeln ist geboten!

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:50 Uhr  Interview

    Koalitionsvertrag und Postenverteilung - Linke und junge Grüne gehen leer aus? Interview mit Sarah-Lee Heinrich, Bundesvorsitzende der Grünen Jugend

    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

    Am Mikrofon: Rainer Brandes

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Der tschechoslowakische Politiker Alexander Dubček geboren

  • 09:10 Uhr

    Angst vorm Wasser
    Die Folgen des Bergbaus im Saarland

    Am Mikrofon: Tonia Koch

    260 Jahre lang war das Saarland Bergbaugebiet, 2012 lief die Steinkohleförderung aus. Geblieben sind ausgekohlte Gruben im Erdreich, mitunter über 1.000 Meter tief. Bislang sind diese untertägigen Bergbau-Landschaften offengeblieben, und das Regenwasser, das einsickerte, wurde abgepumpt. Doch jetzt soll sich das ändern. Das ehemalige Bergbauunternehmen RAG plant, die Gruben mit Wasser volllaufen zu lassen. Im ehemaligen Revier stößt das auf Skepsis.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Geiger Augustin Hadelich

    Augustin Hadelich ist in drei Sprachen zu Hause, und alle drei Welten haben ihn geprägt. Der Sohn deutscher Eltern ist in Italien geboren und mit 20 Jahren in die USA ausgewandert. Die schöne Toskana war ihm zu langweilig. In New York studierte Hadelich an der Juilliard School. Die Goldmedaille beim Internationalen Violinwettbewerb in Indianapolis brachte seine Karriere in Schwung. Inzwischen gilt der Grammy-Preisträger als großer Geiger der Gegenwart und wird als „Mann mit dem vielleicht schönsten Geigenton“ bezeichnet. Mit Hausmusik ist er groß geworden. Das Geigenspiel hat Hadelich im Alter von fünf Jahren begonnen. Heute konzertiert Augustin Hadelich auf der ganzen Welt und wird gerne mit legendären Stargeigern wie David Oistrach und Yehudi Menuhin verglichen.

  • 11:05 Uhr

    Die brutalistischen Zeitzeugen - Tschechiens Umgang mit der Architektur des Kommunismus
    Von Kilian Kirchgeßner

    Die Klötze fallen auf, nicht nur in den barocken Straßen von Prag: Riesige Betonbauten, in denen einst Büros, Hotels oder Einkaufszentren untergebracht waren - errichtet zumeist zwischen 1960 und 1980 in einer Stilrichtung, die heute als „Brutalismus“ bezeichnet wird. Für manche ist dieser Begriff ein Schimpfwort, für andere eine architektonische Verheißung. In ganz Tschechien finden sich Gebäude aus dieser Zeit, die gerade alle der Reihe nach sanierungsbedürftig werden. Und über die gestritten wird: Darf man sie einfach abreißen, wo sie doch Zeitzeugen sind? Kann man sie überhaupt so sanieren, dass sie heute noch gut nutzbar sind? Eine Reise durchs Land, in der sich auch die Debatte um die Vergangenheitsbewältigung widerspiegelt.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

    Wachsende Sorge vor neuer Corona-Variante

    Hong Kong meldet zwei Corona Fälle mit Omikron Variante

    Scholz bei den Jusos - Bundeskongress in Frankfurt diskutiert über Ampelpläne

    Interview mit Sabine Kropp, Politologin Otto-Suhr-Institut, zu: Ampelvertrag

    Niederlande verschärfen Corona-Maßnahmen ab Sonntag

    Österreich: Impfpflicht spaltet, findet aber immer mehr Befürworter

    Bis zu zehn Jahre Haft - Kanada will Impfgegner-Protest vor Kliniken hart bestrafen

    Finale Runde der Tarifverhandlungen der Länder beginnt

    Fußball: Rangnick soll neuer Trainer bei Manchester United werden

    Am Mikrofon: Silvia Engels

  • 13:10 Uhr

    Gewalt gegen Frauen - Gesellschaftliches Umdenken und Prävention als Ausweg

    Die Ampelkoalition und die Corona-Pandemie - Schnelles Handeln ist geboten!

    Die deutsche Ampel in Europa - Chancen und Sorgen für den Süden

    Russlands Schlag gegen die Menschenrechte - Die Organisation Memorial vor dem Aus

    Am Mikrofon: Christoph Schäfer

  • 13:30 Uhr

    Nach dem Rückzug des UN-Sondergesandten - Wo steht Libyen vor der geplanten Wahl

    Krieg mit "Killerrobotern"? Vor den Genfer Gesprächen über Autonome Waffen - Gespräch mit Anja Dahlmann, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Universität Hamburg

    Stigmatisierung und Schuldzuweisung - Der Umgang mit sexueller Gewalt in Nigeria

    Zwiespältige Erinnerung - Kolumbien und das schwierige Erbe Pablo Escobars

    Am Mikrofon: Bastian Rudde

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

    Buch „Awesome Hip-Hop-Humans“: Rap aus queerfeministischer Perspektive
    Die Rapkarriere hat Nora Hantzsch alias Sookee beendet, aber der Szene bleibt sie treu. Als Co-Herausgeberin wirft sie in einem neuen Buch einen Blick auf die queerfeministische Hip-Hop-Szene. Diese sei vielfältig, sagte sie im Dlf, doch die Kulturindustrie kapitalisiere das Thema

    „Under Cover" von Frank Popp: Die Kunst der Coverversion
    Das Frank Popp Ensemble hatte nur einen kleinen Retro-Hit: „Hip Teens Don’t Wear Blue Jeans“. 20 Jahre später stellen Bernd Begemann, Erobique oder Fünf Sterne Deluxe Frank Popps Gesamtwerk auf den Kopf. Mit erstaunlichen Ergebnissen

    Clubkolumne: Streit, Drogen und Gefängnis
    Von der Modedroge GHB bis zur unerwarteten Verhaftung und Wiederfreilassung einer Electro-Ikone - in der heutigen Ausgabe der Corso Clubkolumne geht es heiß her. Ruhigere Töne lässt dagegen der Produzent Holy Other anklingen, die Kraft für den anstehenden Corona-Winter geben

    Am Mikrofon: Christoph Reimann

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Annette Pehnt und Felicitas Horstschäfer (Illustration): „Book Rebels - 75 Heldinnen aus der Literatur"
    (Hanser Verlag, München)
    Ein Gespräch mit Annette Pehnt

    Veronica Cossanteli: „Im kleinen wilden Schnergenland"
    Neu erzählt nach einem Roman von E. A. Wyke-Smith
    Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
    Mit Bildern von Paddy Donnelly
    (Thienemann-Esslinger Verlag, Stuttgart)
    Ein Beitrag von Siggi Seuß

    Zwei neue Bilderbücher zu Lafcadio Hearn:
    Lafcadio Hearn: „Der Junge, der Katzen malte“
    Illustriert von Anita Kreituse
    Aus dem Englischen von Gabriela Bracklo
    (Edition Bracklo, Birkenwerder) 

    Lafcadio Hearn: „Japanische Geister und Naturwesen“
    Illustriert von Benjamin Lacombe
    Aus dem Englischen von diversen ÜbersetzerInnen
    (Verlag Jacoby & Stuart, Berlin)
    Ein Beitrag von Katharina Borchardt

    Am Mikrofon: Ute Wegmann

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation

    Hybridlösung:
    Hersteller und Händler setzen auf digitale Showrooms

    Konvergenz:
    Einkaufsplattformen setzen auf Live-Streams und Videokonfenzen

    Mietschreiber:
    Die Wikipedia-Community stimmt über bezahlte Lemmata ab

    Enttäuschung:
    Warum die Internetbranche den Digitalminister vermisst

    Das Digitale Logbuch
    Wertig

    Info-Update

    Sternzeit 27.11.2021
    Der große Amateurastronom aus Violau


    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Gibt es Rassismus gegen Weiße?
    Der Psychologe und Extremismusexperte Ahmad Mansour und die Politologin Emilia Roig im Gespräch
    Am Mikrofon: Raphael Smarzoch

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    Black-American Portraits - eine Ausstellung in Los Angeles

    Zwischen 2G und Lockdown: Die Theaterszene vor dem Corona-Winter

    Warum lernen wir nichts aus unserer "Impfgeschichte" - Historiker Malte Thießen im Gespräch

    Nimmersatt? Ausstellung in drei Museen in Münster über Gesellschaft ohne Wachstum. Kuratorin Marianne Wagner im Gespräch

    Am Mikrofon: Jörg Biesler

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr  Sporttelegramm
  • 18:40 Uhr

    Auf dem Prüfstand: Das Fach Religion an staatlichen Schulen in Deutschland

  • 19:10 Uhr

    Fußball-Bundesliga, 13. Spieltag
    VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund
    1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach
    VfL Bochum - SC Freiburg
    Hertha BSC - FC Augsburg
    SpVgg Greuther Fürth - TSG Hoffenheim
    FC Bayern München - Arminia Bielefeld

    Fußball - 2. Liga,  15. Spieltag
    FC Erzgebirge Aue - SV Darmstadt 98
    FC Schalke 04 - SV Sandhausen
    Karlsruher SC - Hannover 96

    Fußball - Katar-Antrag beim FC Bayern - Mitgliederbestimmung nur Fassade?

    Corona & Sport: Volle Stadien trotz RKI-Warnung - warum?
    Corona & Sport: Wie der LSB Sachsen mit dem Lockdown umgeht
    Corona & Sport: Die Pandemie macht Kindern das sportliche Leben schwer

    Regierungswechsel - Angela Merkel und der Sport
    Regierungswechsel - Was plant die Ampel für die Sportpolitik?

    Biathlon - Auftakt-Weltcup in Östersund / Schweden: Einzel Frauen und Männer
    Nordischer Wintersport in Ruka / Finnland - Skispringen, Langlauf, Nordische Kombination
    Skispringen - Interview zum Weltcup-Auftakt der Skispringerinnen
    Ski alpin - Weltcup Slalom in Killington / USA

    Sumo - Wenn man einen neuen Star braucht

    Am Mikrofon: Maximilian Rieger

  • 20:05 Uhr

    Studio LCB

    Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2021
    Dokumentation des vom Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig vergebenen Wilhelm Raabe-Literaturpreises 2021
    Lesung und Gespräch mit dem Preisträger Gert Loschütz

    Zum 17. Mal vergibt der Deutschlandfunk gemeinsam mit der Stadt Braunschweig den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Es ist mit 30.000 Euro einer der höchstdotierten im deutschsprachigen Raum und einer der renommiertesten. Er wird vergeben für ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk, das eine wichtige Etappe in der Entwicklung des jeweiligen Autors darstellt. Das Buch muss im Jahr der Preisvergabe erschienen sein. Der Raabe-Preis selbst geht zurück auf das Jahr 1944, als Ricarda Huch ausgezeichnet wurde. Ein Neuanfang nach zehn Jahren Pause wurde dann im Jahr 2000 gemacht, mit dem Deutschlandfunk, mit neuen Statuten und einem Pool von rund 20 ausgezeichneten Juroren, die rochieren, sodass die jeweils neunköpfige Jury in jedem Jahr auf einigen Positionen verändert ist. Juryvorsitzender ist Dr. Hubert Winkels vom Deutschlandfunk.

    Die neun Jurymitglieder wurden gebeten, jeweils zwei Bücher aus dem Jahr 2021 zur Auszeichnung vorzuschlagen. Diesen Titeln wurden dann von allen Juroren Punkte zugeordnet, aus denen dann eine Nominiertenliste erstellt wurde. Diese umfasst in diesem Jahr folgende Titel:
    Ulrike Edschmid „Levys Testament“
    Georg Klein „Bruder aller Bilder“
    Angelika Klüssendorf „Vierunddreißigster September“
    Gert Loschütz „Besichtigung eines Unglücks“
    Natascha Wodin „Nastjas Tränen“

    Die feierliche Preisverleihung wird am 27. November in unserer Sendereihe „Studio LCB“ übertragen. Dabei werden in einem musikalischen Rahmen ein Gespräch mit dem Preisträger Gert Loschütz, die Laudatio und die Dankesrede zu hören sein.

  • 22:05 Uhr

    Vertieft in deutsche Geschichte
    Der Edinburgher Komponist Julian Wagstaff
    Von Martina Brandorff

    „Musik war immer präsent, Musik aller Arten“ - so beschreibt Julian Wagstaff seine Kindheit zwischen Klassik, schottischen Volksliedern, Rock, Pop und Jazz. Der schottische Komponist wurde 1970 in Edinburgh geboren, wo er bis heute lebt. Eine besondere Leidenschaft entfaltete Wagstaff schon früh für die Musiksprache Ludwig van Beethovens. Bezeichnend für Wagstaffs Persönlichkeit ist seine Begeisterungsfähigkeit: Ist sein Enthusiasmus erst einmal entzündet, bleibt er Themen und Kontakten über Jahrzehnte verbunden. Das gilt auch für sein Interesse an der deutschen Geschichte und Sprache, das ihn seit einem Camping-Urlaub in seiner Jugend nicht mehr losgelassen hat. Wie dies alles miteinander zusammenhängt und in ein Komponieren einfließt, hat Autorin Martina Brandorff im Gespräch von Julian Wagstaff erfahren.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Gemeinsame Sprache, unterschiedliche Welten?
    Eine Lange Nacht über Diversity in der deutschsprachigen Literatur
    Moderation: Cornelia Zetzsche und Senthuran Varatharajah
    Gäste: Sharon Dodua Otoo, José F.A. Oliver, Sasha Marianna Salzmann, Mithu Sanyal, Antje Rávik Strubel, Karosh Taha, Feridun Zaimoglu
    Musik: Les Enfants de Fleur
    Regie: Monika Künzel
    Aufzeichnung aus dem GLORIA Theater vom 15.11.2021

    Als Sharon Dodua Otoo 2020 in ihrer Klagenfurter Rede zugespitzt fragte: „Dürfen Schwarze Blumen malen?“ war klar, dass sie auch als Aktivistin einer Community sprach, die sich zunehmend Gehör verschafft. Die Bücher von Black and Indigenous People of Color (BIPoC) boomen, das Thema „Diversität“ wird kontrovers diskutiert. Literaturverlage öffnen sich verstärkt (Post-)Migranten, Migrantinnen und nicht-binären Autoren und Autorinnen, die unsere Lebenswelten literarisch erweitern. So schreibt etwa Antje Rávik Strubel von der Liebe zwischen Frauen. Sasha Marianna Salzmann lässt eine Migrantenfamilie mit Sowjeterfahrungen in einer ostdeutschen Stadt ankommen. Karosh Taha führt in kurdisch-deutsche Parallelwelten. Mithu Sanyal nennt ihre Heldin programmatisch „Identitti“ und stellt ihr eine falsche Inderin gegenüber und Sharon Dodua Otoo durchmisst mit ihrem Roman „Adas Raum“ Zeiten, Kontinente, Geschlechter. José F.A. Oliver dichtet in zwei Sprachen und Dialekten, Andalusisch und Badisch, und Feridun Zaimoglu machte vor Jahren schon die „Kanak Sprak“ zu Literatur. Sie alle sind deutsche und deutschsprachige SchriftstellerInnen verschiedener Herkunft. Welche Geschichten erzählen, welche Fragen stellen sie? Welche Themen sind neu und welche ästhetischen Formen? Für wen schreiben BIPoC? Welche Türen öffnen sich fürs Publikum? Und wer darf eigentlich noch worüber schreiben? Zusammen mit dem Literaturhaus Köln widmen wir der literarischen Diversität im Kölner Theater GLORIA eine öffentliche „Lange Nacht“.