Samstag, 13. August 2022

Programm: Vor- und RückschauSamstag, 13.08.2022

  • Mon
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    Sat
    Sun
  • 00:05 Uhr

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

  • 01:05 Uhr

    Rock
    Neues aus Pop, Rock, Indie
    Schwerpunkt: Vor 40 Jahren veröffentlichte das britische Synth Pop-Duo Yazoo sein Debütalbum „Upstairs at Eric’s“
    Am Mikrofon: Thomas Elbern

  • 06:05 Uhr

    Die USA nach der Hausdurchsuchung bei Trump: Zwei Weltsichten, ein labiles Land

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:50 Uhr   Interview

    Was bedeutet der ausgesetzte Mali-Einsatz? - Interview mit Henning Otte, verteidigungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

    Am Mikrofon: Philipp May

  • 09:05 Uhr

    Vor 250 Jahren: Der Erfinder der „Frankfurter Würstchen" Johann Georg Lahner geboren

  • 09:10 Uhr

    Dauerbaustelle statt Verkehrswende - Der 9-Euro-Ticket-Sommer mit der Bahn

    Am Mikrofon: Axel Schröder

    Über die Bahn spricht in diesem Sommer ganz Deutschland. Das liegt vor allem an einem einmaligen Projekt, dem 9-Euro-Ticket, von dem im Juni, Juli und August viele Reisende profitieren und auch begeistert sind. Aber es liegt auch an den vielen Verspätungen, überfüllten Bahnen und Zugausfällen, die am Image der Deutschen Bahn nagen und einer Verkehrswende im Weg stehen. Reporter Axel Schröder ist für das Wochenendjournal viel mit dem Zug unterwegs, spricht über Freud und Leid des Bahnfahrens mit Passagieren, auch mit einem Kritiker der Bahn. Und er lässt sich erklären, wie längst stillgelegten Strecken wieder reaktiviert werden können.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Die Historikerin Ute Frevert

    Ute Frevert leitet den Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“ am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Vorher wirkte sie als Professorin für Geschichte an der Freien Universität Berlin, an den Universitäten Konstanz und Bielefeld, von 2003 bis 2007 lehrte sie an der amerikanischen Yale University. 1954 in Schötmar, einem Ortsteil von Bad Salzuflen in NRW, geboren, studierte Ute Frevert Geschichte und Sozialwissenschaft in Münster, Bielefeld und London.
    Über das Duell in der bürgerlichen Gesellschaft schrieb sie unter dem Titel „Ehrenmänner“ ihre vielbeachtete Habilitation, in weiteren Büchern beschäftigte sie sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen Militärdienst und Zivilgesellschaft in Deutschland oder dem obsessiven Verhältnis moderner Gesellschaften zu Vertrauensfragen. Immer wieder kreist ihr Interesse um die Frage, wie Gefühle das Verhalten von Einzelpersonen und Gesellschaften beeinflussen - und wie sich Gefühle im Lauf der Geschichte verändern. Nachlesen kann man das in ihrem 2020 erschienenen Buch „Mächtige Gefühle. Von A wie Angst bis Z wie Zuneigung“.

  • 11:05 Uhr

    Spaniens Naturpark Cabo de Gata - Wenn ein Geheimtipp keiner mehr ist
    Von Hans-Günter Kellner

    Seit 20 Jahren fährt Hans-Günter Kellner fast jeden Sommer in das Dorf La Isleta del Moro - die Insel des Mauren - im andalusischen Naturpark Cabo de Gata. Er lernte dabei den alten Fischer und seine Frau kennen, die einst die erste Bar am Ort betrieben und schließlich starben, auch den Restaurantbetreiber, der von einer neuen Erweiterung träumt, oder den Töpfer von Níjar, der dank der Touristen vom Verkauf seiner bunten Schalen, Tassen und Teller leben kann. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg und neuen Hotels ist La Isleta del Moro als Urlaubsort populärer geworden. Angestammte Feriengäste fürchten nun, ein heimliches Paradies zu verlieren. Doch die Alten im Ort erinnern sich vor allem an die bittere Armut, die die karge Vulkanlandschaft für sie bedeutete, bevor der Tourismus kam.

  • 12:10 Uhr

    Autor Salman Rushdie bei Messeranschlag schwer verletzt

    Mail-Mission der Bundeswehr wird vorerst ausgesetzt - Weitere Reaktionen

    Zu Mali- und Afghanistan-Rückzug - Interview mit Michael Lüders, Sicherheitsexperte

    Krieg in der Ukraine - Fortschreibung der jüngsten Ereignisse

    Nur 19 Grad in öffentlichen Gebäuden - Reaktionen auf Energiesparverordnung

    Genaue Ursache des Fischsterbens in der Oder weiter unklar

    Hat Trump gegen Spionagegesetz verstoßen? - Durchsuchungsbefehl veröffentlicht:

    Erneut Massenproteste im Irak

    Staatstrauer in Montenegro nach Amoklauf - 34jähriger erschoss zehn Menschen

    Sporttelegramm

    Am Mikrofon: Dirk Müller

  • 13:10 Uhr

    Nur nicht prassen: Wozu man die öffentlich-rechtlichen Medien braucht

    Ein Jahr nach dem Fall von Kabul: Afghanistan weiter im freien Fall

    Die USA nach der Hausdurchsuchung bei Trump: Zwei Weltsichten, ein labiles Land

    Am Mikrofon: Christoph Schäfer

  • 13:30 Uhr

    Blinken, Lawrow, Macron: Das Ringen um Einfluss in Afrika

    Strategisches Kalkül - Warum China Taiwan zur "Schicksalsfrage" stilisiert

    Landesweite Dürre - Wassernotstand und wachsender Migrationsdruck in Mexiko

    Am Mikrofon: Andreas Noll

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    Lehrkräftemangel - Mit welchen Konzepten geht es ins neue Schuljahr?
    In „Campus & Karriere" gehen wir diesen Fragen nach: mit welchen Konzepten starten die Bundesländer in das kommende Schuljahr? Was ist von den Krisenplänen zu halten? Welche Befürchtungen gibt es, wenn es um die Lehrstoffvermittlung geht? Und müssen wir nicht ehrlicher auf die Lage und Lösungsmodelle schauen, weil es darum geht, den Unterricht überhaupt aufrecht erhalten zu können?

    Gesprächsgäste:
    Karin Prien, Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein und Präsidentin der Kultusministerkonferenz
    Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft
    Olaf Köller, Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK)
    Am Mikrofon: Regina Brinkmann

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    campus@deutschlandfunk.de

    Mit Nordrhein-Westfalen ist in dieser Woche das erste Bundesland aus den Schulferien zurückgekehrt. Doch mit dem Start ins neue Schuljahr stehen viele Schulleitungen wieder vor einem alten Problem: Lehrkräftemangel. Allein in NRW fehlen rund 4.000 Lehrkräfte. Der Arbeitsmarkt ist bundesweit leergefegt. Und der Mangel ist so groß, dass die Bundesländer Krisenpläne auflegen. So wird in Sachsen-Anhalt eine 4+1-Woche erprobt, vier Tage Präsenz-, einen Tag Distanzunterricht. Andere wollen sich auf die Kernfächer fokussieren und auch die Stundentafel zu kürzen ist im Gespräch. Alles Konzepte, um kurzfristig den Mangel zu verwalten. Der dürfte in der Zukunft noch zunehmen.

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

    Entlassungswelle bei Soundcloud: Wie abhängig sind DJs von der Plattform?
    Soundcloud will bis zu 20 Prozent seiner Belegschaft entlassen. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin ist zwar ein kleinerer Anbieter unter den Streamingdiensten, aber gerade für die DJ-Kultur spielt die Plattform eine große Rolle: DJs laden dort ihre Mixe hoch, bilden Netzwerke und verabreden Gigs. Und auch unabhängige ProduzentInnen veröffentlichen dort ihre Songs und Mixtapes. Wie abhängig sind Indie-KünstlerInnen von der Plattform?

    Das Alter Ego im Pop: „Jennifer Vanilla ist mein persönlicher Cheerleader“
    Jennifer Vanilla ist eine Erfindung aus bunter Kleidung, waghalsigen Bühnenshows und elektronischen Popsongs. Ausgedacht hat sie sich Becca Kauffman aus New York. Weshalb? „Jennifer ist die heldenhafte Version meiner selbst“, sagt Kauffman. Ein Gespräch über Pop und Authentizität, Celebrity-Kultur und das aktuelle Album „Castle In The Sky“

    Diskurse über VolksWirkSchaft - Reportage vom Haldern Pop
    Das mittelgroße Musikfestival in NRW ist zurück und neben Konzerten und Partys geht es auch um kulturpolitische Diskurse. Unter anderem mit Deniz Yücel und Vize-NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubaur über Begegnung und Konflikte auf dem Land

    Motown-Legende: Zum Tod des Hitfabrikanten Lamont Dozier

    Am Mikrofon: Christoph Reimann

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Zum Tod des französischen Zeichners Jean-Jacques Sempé
    Eine Würdigung

    Jean Jacques Sempé: „Kindheiten. Ein Gespräch mit Marc Lecarpentier“
    Aus dem Französischen von Patrick Süskind
    (Diogenes Verlag, Zürich)

    René Goscinny und Jean-Jacques Sempé: „Der kleine Nick“
    Aus dem Französischen von Hans Georg Lenzen
    (Diogenes Verlag, Zürich)

    Jean-Jacques Sempé: „Carlino Caramel“
    Aus dem Französischen von Anna von Cramer-Klett
    (Diogenes Verlag, Zürich)

    Patrick Modiano und Jean-Jacques Sempé: „Catherine, die kleine Tänzerin“
    Aus dem Französischen von Ingrid Altrichter
    (Diogenes Verlag, Zürich)

    Hörbuch: „Goscinny/Sempé: Der kleine Nick ist wieder da!“
    (Diogenes, Zürich)

    Am Mikrofon: Ute Wegmann

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation

    Konflikttalk:
    Die IT-Szene diskutiert auf der Blackhat-Konferenz den Cyberwar

    Industroyer:
    Neue Malware-Varianten bedrohen kritische Infrastrukturen

    Das Digitale Logbuch
    Text-zu-Bild

    Info-Update

    Sternzeit 13 August2022
    Die Frau für Asteroiden und Kometen


    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Back to School: Sind die Schulen gut auf Corona vorbereitet?
    Der Journalist Armin Himmelrath und Leon Schwalbe, Pressekoordinator der Bundesschülerkonferenz, im Gespräch
    Am Mikrofon: Christiane Florin

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    Extremismus und Demokratie - Ahmad Mansour zum Anschlag auf Salman Rushdie

    Wie berät der documenta-Beirat? Nicole Deitelhoff gibt Auskunft über ihre Arbeit

    "Aida" revisited - Shirin Neshat erneuert ihre Verdi-Inszenierung in Salzburg

    Es lebe das Arthouse-Kino! Die Filmkunstwochen München gehen zu Ende

    Das legendäre Back to Back Theatre aus Australien und die Austellung "But I'm awake" beim Kampnagel-Sommerfestival in Hamburg

    Am Mikrofon: Jörg Biesler

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr  
  • 18:40 Uhr

    Ein Jahr Taliban-Regime in Afghanistan: Leben unter dem Schleier

  • 19:10 Uhr

    European Championships - Ergebnisse vom dritten Wettkampftag in München

    München 1972 - Gedenkveranstaltung wird von Opfern boykottiert

    1. Fußball-Bundesliga, 2. Spieltag
    Bayer 04 Leverkusen - FC Augsburg
    RB Leipzig - 1. FC Köln
    Hertha BSC - Eintracht Frankfurt
    SV Werder Bremen - VfB Stuttgart
    1899 Hoffenheim - VfL Bochum
    FC Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach

    2. Fußball-Bundesliga, 4. Spieltag
    Arminia Bielefeld - Hamburger SV

    Fußball - Der DFB und die Tresore

    Sexualisierte Gewalt - Dialogprozess "Safe Sport"

    Schach - Nach der umstrittenen Wiederwahl des FIDE-Präsidenten

    Am Mikrofon: Matthias Friebe

  • 20:05 Uhr

    Unterm Birnbaum
    Von Theodor Fontane
    Bearbeitung: Kurd E. Heyne
    Regie: Wolfgang Spier
    Mit René Deltgen, Ursula von Reibnitz, Kurt Beck, Erwin Kleist, Marta Ferber, Ludwig Thiesen, Walter Richter, Wilhelm Pilgram, Horst Beilke, Alwin Joachim Meyer, Heinz Schacht, Hildegard Jacob, Kaspar Brüninghaus, Lilly Towska, Arthur Mentz, Karl Brückel, Rudolf Therkatz, Harry Grüneke, Ruth Pera und Brigitte Lebaan
    Ton: Herbert Vietze
    Produktion: WDR 1956
    Länge: 91‘45

    Hörspiel nach Theodor Fontanes Kriminal-Novelle
    Beim Graben unter seinem Birnbaum entdeckt der Gastwirt Abel Hradschek die verweste Leiche eines Mannes in französischer Uniform. Der Tote wird Abel noch von Nutzen sein, als er mit seiner Frau Ursel einen heimtückischen Mordplan schmiedet …
    1830, das Dorf Tschechín im Oderbruch. Der zehn Jahre zuvor zugezogene Schankwirt Abel Hradschek und seine Frau Ursel leben über ihre Verhältnisse und sind allseits verschuldet. Nun will der Vertreter Szulski auch noch die jährliche Weinrechnung kassieren. Abel erschlägt Szulski, nimmt dessen eingetriebenes Geld an sich und verscharrt die Leiche in seinem Keller. Ihren neuen Reichtum erklären die Hradscheks mit einer Erbschaft.
    Durch den Dorfklatsch befeuert, gerät Hradschek unter Verdacht. Man findet jedoch nur einen stark verwesten französischen Soldaten unter dem Birnbaum, der schon seit dem Befreiungskrieg gegen Napoleon dort liegen muss. Die Hradscheks sind entlastet - doch nicht vor ihrem Gewissen.
    Theodor Fontane, geboren 1819 in Neuruppin, gestorben 1896 in Berlin, war Apotheker, Journalist, Theaterkritiker, Autor von Gedichten und Novellen. Seine bekannten Romane im Stil des poetischen Realismus schrieb er vorwiegend nach dem 60. Lebensjahr, darunter „Effi Briest“ (1896) und „Der Stechlin“ (1898). Zu seinen kanonischen Balladen gehören „John Maynard“ (1886) und „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ (1889).

  • 22:05 Uhr

    Mit Mut zur Albernheit
    Ensemblekulturen (6): Das isländische Kollektiv S.L.Á.T.U.R.
    Von Leonie Reineke

    „Slátur“ ist die Bezeichnung für ein traditionelles Nationalgericht Islands, das aus Blut, Fett und Innereien vom Schaf besteht. „S.L.Á.T.U.R.“ hingegen steht akronymisch für „Verbund freigeistiger Komponisten im Umfeld von Reykjavík“. Und genau diese Kombination aus Augenzwinkern und künstlerischer Selbstverwirklichung zeichnet das Composer-Performer-Kollektiv aus. Was musikalische Ideen angeht, so sind die Mitglieder gnadenlos erfinderisch. Die Verwendung von Haushaltsutensilien, Spielzeug oder längst veralteten Gerätschaften ist hier eher die Regel als die Ausnahme. Viele ihrer Performances umfassen Elektronik- oder Videoparts, die von einem gewissen Witzfaktor leben. Anstatt frontaler Darbietungen schafft die Künstlergruppe mobile Konzertsituationen, bei denen Musiker und Zuhörer ihre Plätze wechseln. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass das Publikum jäh zur Seite gedrängt wird und die Künstler den Saal für die Inbetriebnahme einer Hüpfburg beanspruchen. Wer hier keinen Humor mitbringt, den werden die Shows von S.L.Á.T.U.R. vermutlich ratlos zurücklassen.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    „Aber es gibt ein Morgen“
    Eine Lange Nacht über Literaturen von Sinti und Roma
    Von Beate Ziegs
    Regie: die Autorin

    Für ihre Musik sind Sinti und Roma berühmt. Aber dass es unter ihnen auch zahlreiche Schriftstellerinnen und Schriftsteller gibt, ist kaum bekannt. Ihre Texte ähneln oft einer Gratwanderung zwischen Todesangst und Witz, zwischen Schrecklichem und Banalem. Sie sind geprägt von der Hoffnung auf eine andere Welt in einer anderen Zeit. Und von Tabubrüchen, denn vor allem in der älteren Generation war das Schreiben in der überwiegend mündlichen Erzähltradition nicht üblich. Das Trauma des Holocaust hat jedoch bei einigen Überlebenden den Drang erweckt, trotz aller Schwierigkeiten das Schweigen zu brechen und sich gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung zur Wehr zu setzen. Dieser Aufbruch aus dem Verborgenen hat in vielen Ländern zum Entstehen einer breiten Bürgerrechtsbewegung beigetragen. Krieg und Vertreibung, Gewalt und Rassismus bestimmen nach wie vor das Leben - und damit auch das Werk - vieler Sinti und Roma, das gilt zum Beispiel für den international renommierten Schriftsteller Jovan Nikolić, den deutschen Rom Gianni Jovanovic oder Simone Schönett aus Österreich. Wer ihre Gedichte, Romane und Erzählungen liest, liest deshalb immer auch über die Kultur und Gesellschaft, aus der heraus sie das Wort ergreifen. Insofern ist es falsch, von Literaturen einer Minderheit zu sprechen: Was sie schreiben, entsteht inmitten der Mehrheit - und betrifft diese gleichermaßen.