Karlsruhe
19-Jähriger soll Jugendliche im Internet zu Gewalttaten angestiftet haben - Bundesanwaltschaft ermittelt

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen einen 19-Jährigen, der über Chats Jugendliche in mehreren Ländern zu schweren Gewalttaten angestiftet haben soll.

    Das Bild zeigt eine Person, die in einer schlecht beleuchteten Umgebung ein Smartphone benutzt. Die Beleuchtung hebt die Finger des Benutzers und den Bildschirm des Smartphones hervor.
    Ein junger Mann aus Rheinland-Pfalz steht im Verdacht, Jugendliche über Internetchats zu schweren Straftaten angestiftet zu haben (Symbolbild). (picture alliance / M.i.S. / Bernd Feil)
    Dem Beschuldigten aus dem Raum Trier wird vorgeworfen, als Rädelsführer einer terroristischen und einer kriminellen Vereinigung gehandelt zu haben. Die Online-Gruppierungen werden der sogenannten COM-Szene zugerechnet. Nach Angaben der Ermittler suchen deren Mitglieder gezielt nach jungen Menschen im Internet. Durch Manipulation und Druck sollen die Opfer zu erniedrigenden Handlungen, Selbstverletzungen oder sogar zum Suizid gedrängt werden. Zudem besteht der Verdacht, dass über die Szene zu schweren Gewalttaten bis hin zu Mord angestiftet wurde.
    Eine der Vereinigungen soll von einer rechtsextremen Ideologie geprägt gewesen sein. Ihr Ziel sei es gewesen, durch schwere Gewalttaten den Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung herbeizuführen. Der Beschuldigte habe dabei maßgeblich an der Vorbereitung und Ausführung von Straftaten mitgewirkt, hieß es. Der 19-Jährige wurde den Angaben zufolge Mitte März festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
    Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.