Donnerstag, 08. Dezember 2022

Sport

Thema / Fußball-Weltmeisterschaft in Katar

Nationalspieler Serge Gnabry spielt gegen eine lokale Auswahl junger Frauen und Mädchen in Katar.

Fußball in Nahost (8)Der Mythos der Gleichberechtigung

Katar will sich die als weltoffen und tolerant präsentieren. Deutlich wird das auch im Sport: Das Emirat will Mädchen und Frauen fördern, zumindest offiziell. Doch wie glaubwürdig ist diese Offensive in der patriarchalen Gesellschaft?

06:42 Minuten

Sport am Sonntag

Joshua Kimmich mit verzogenem Mund auf dem Platz.

WM-Aus der NationalmannschaftAufarbeitung als große Chance für die Heim-EM

Markus Weise war erfolgreicher Hockeynationaltrainer und arbeitete für den DFB. Die Diskussion um die One-Love-Armbinde könne nicht der einzige Faktor für das deutsche Aus bei der Fußball-WM gewesen sein, sagt er im Dlf. Und er erklärt, warum der Rückschlag nun hilfreich werden könne.

09:59 Minuten

Sport am Samstag

"Women, Life, Freedom"-Plakate von iranischen Fans bei der Fußball-WM in Katar.

Iran nach dem WM-AusDer Propagandaplan des iranischen Regimes "ist völlig gescheitert"

Im Iran freuen sich viele Menschen über das Ausscheiden der iranischen Mannschaft bei der Fußball-WM in Katar. Die werde nämlich als Teil des Regimes wahrgenommen, sagt die österreichische Diplomatin Shoura Hashemi im Dlf. Die Spieler hätten sich nicht klar zu Protesten gegen die Herrscher bekannt.

05:43 Minuten

Sport am Samstag

Eine Werbebande für Qatar Airways bei der WM in Katar.

WM-SponsorenKein Einbruch trotz Imageverlusts

Die Werbeeinnahmen für die WM in Katar werden auf 1,7 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Diskussion um Menschenrechte in Katar macht die Fußball-Weltmeisterschaft zu einer besonderen, das Image des Turniers in Katar ist schlecht. Millionenschwere Investments könnten damit gefährdet werden.

03:49 Minuten

Sport am Samstag

Englische Fans zeigen eine Flagge mit den "Three Lions" in Regenbogenfarben bei der Fußball-WM in Katar.

Politische BotschaftenDie Hatz auf die Regenbogensymbole

Ein Drittel der Partien bei der WM in Katar ist schon gespielt. Und immer wieder gab es in dieser ersten Woche Nachrichten von Fans und Journalisten, die Schwierigkeiten mit den Behörden oder beim Weg ins Stadion hatten. Häufig ging es um Regenbogen-Symbole oder politische Botschaften.

06:11 Minuten

Sport am Samstag

DFB-Präsident Bernd Neuendorf (l.), Innenministerin Nancy Faeser im Khalifa International Stadium in Doha während der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar

Buchautor Ronald Reng"Wir Deutsche lieben moralische Diskussionen"

Die anhaltende Kritik an der Fußball-Weltmeisterschaft sei in Deutschland aufgrund der großen gesellschaftlichen Bedeutung des Fußballs besonders ausgeprägt, sagte Sportjournalist und Buchautor Ronald Reng im Dlf. Die Menschen hätten das Gefühl, die FIFA habe ihnen den Fußball weggenommen.

08:22 Minuten

Interviews

Die saudischen Spieler jubeln

Sportoffensive in Saudi-ArabienEine strategische Entscheidung des Königshauses

Wie WM-Gastgeber Katar versucht das benachbarte und deutlich größere Saudi-Arabien den Sport zu promoten. Der Deutsche Simon Müller lebt seit einigen Jahren im Land und hat teilweise an der Entwicklung mitgewirkt. Im Dlf erklärt er, wie schnell die Veränderungen im Land zur Normalität würden.

06:25 Minuten

Sport am Sonntag

Die deutsche Mannschaft beim Teamfoto vor dem ersten Vorrundenspiel gegen Japan

Kommentar zum NationalteamDFB-Spieler sollten den Mund aufmachen

Nach der Debatte über das Tragen der One-Love-Kapitänsbinde entschied sich das DFB-Team bei der Fußball-WM für ein Foto mit zugehaltenem Mund. Zu 100 Prozent überzeugt dieses Zeichen nicht, kommentiert Matthias Friebe. Das Team solle Klartext reden.

03:43 Minuten

Kommentare und Themen der Woche

Ein junger Fan feuert die japanische FußballNationalmannschaft an.

WM-Spiel gegen DeutschlandJapans neues Selbstbewusstsein

In der Partie zwischen Deutschland und Japan bei der Fußball-WM der Männer in Katar ist Japan Außenseiter. Im Land ist man das Tiefstapeln gewohnt. Aber ausgerechnet in der Todesgruppe, der zudem Costa Rica und Spanien angehören, stellt Japan Ansprüche aufs Weiterkommen.

Die spezielle Kapitänsbinde als Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt liegt auf einem Tisch. Diese ziert ein Herz in bunten Farben, die für Vielfalt stehen, sowie die Aufschrift 'One Love'.

Verbot der "One Love"-BindeDFB-Mediendirektor: "Wir sind nicht vor der FIFA eingeknickt"

Der Mediendirektor des Deutschen Fußballbundes, Steffen Simon, hat die Entscheidung verteidigt, bei der Fußball-WM in Katar auf die „One Love“-Kapitänsbinde zu verzichten. Man habe zwar ein Symbol verloren, aber nicht seine Werte, sagte Simon.

14:11 Minuten

Interviews

Torwart Manuel beim Testspiel im Oman mit One-Love-Binde.

Kommentar "One Love"-ArmbindeDie Erpressung der FIFA und die Feigheit des DFB

Eigentlich wollte DFB-Kapitän Manuel Neuer bei der WM in Katar eine bunte Kapitänsbinde mit der Aufschrift "One Love" tragen. Auf Druck der FIFA verzichten der DFB und andere Verbände darauf. Eine feige Entscheidung, kommentiert Maximilian Rieger.

03:17 Minuten

Kommentare und Themen der Woche

Aktivisten von Extinction Rebellion bekleben das Adidas-Geschäft in Berlin mit Plakaten mit modifizierter Adidas-Werbung.

WM-BoykottEthiker: "Man hätte da nicht mitmachen müssen"

Die Kritik und die Boykottaufrufe an der umstrittenen Fußball-WM in Katar ebben auch zu Turnierbeginn nicht ab. Wirtschaftsethiker Thomas Beschorner kritisierte im Dlf aber vor allem den DFB, diese habe versäumt, alternative Fußballturniere auszutragen.

06:05 Minuten

Sport am Sonntag

FIFA-Präsident Gianni Infantino (li.) und Tamim Al Thani, der Emir von Katar

Stolperstein KatarWas bei der WM für FIFA-Präsident Infantino auf dem Spiel steht

Die Fußball-WM in Katar könnte für die FIFA zum Stolperstein werden, wenn die Kritik auch während des Turniers weitergehe. Dann könnten die "genervten Katarer die Contenance verlieren", sagte SZ-Sportjournalist Thomas Kistner im Dlf.

04:53 Minuten

Sport am Sonntag

Blick in das Command and Control Centre in Doha

Sicherheit und ÜberwachungDas Nervenzentrum der WM

60.000 Zuschauerinnen waren beim WM-Eröffnungsspiel im Stadion. Und wahrscheinlich waren mehr Kameras auf sie gerichtet, als auf die Spieler. Denn der Gastgeber hat in allen Stadien alles im Blick. Gesteuert aus einem einzigen Raum in Doha.

06:17 Minuten

Sport am Sonntag

Thema / Der Sport und der Krieg

Weißrussische und russische Flagge

Athleten aus Russland und BelarusWeiter unerwünscht

Wegen des Ukraine-Kriegs sind Russland und Belarus derzeit von vielen Wettkämpfen ausgeschlossen. Allerdings ist sich die internationale Sportgemeinschaft nicht einig. Auch im belarussischen und russischen Sport gibt es unterschiedliche Ansichten.

06:12 Minuten

Nachspiel

Der ukrainische Skeleton-Pilot Vladyslav Heraskevych betreibt eine eigene Hilfsorganisation für die Opfer des Ukraine-Krieges.

Ukrainischer Skeleton-Pilot Heraskevych als Nothelfer"Mit Sport können wir ein Stück Kindheit zurückgeben"

Seit mehr als sieben Monaten leiden die Menschen in der Ukraine unter dem russischen Angriffskrieg. Der ukrainische Skeleton-Pilot Vladyslav Heraskevych versucht, mit einer eigenen Hilfsorganisation zu helfen. Im Dlf sprach er über seine Arbeit und über die Rolle des Sports in der Politik.

11:02 Minuten

Sport am Sonntag

Im April bestritt Schachtjor Donezk gegen Fenerbahce Istanbul ein Freundschaftsspiel.

Saisonstart in der UkraineUnter Sirenen und nah am Luftschutzkeller

Nach monatelanger Unterbrechung aufgrund des russischen Angriffskriegs ist am 23. August die neue Saison der ukrainischen Fußball-Meisterschaft gestartet. Die Herausforderungen sind immens. Das Startdatum könnte dabei symbolischer nicht sein.

03:34 Minuten

Sport Aktuell

Die ukrainische Bitahlethin Olena Bilosiuk.

Ukrainische Biathletin "Jeder mit einem russischen Pass muss heute als Feind der Ukraine gelten"

Die ukrainische Biathletin Olena Bilosiuk wollte ihre Karriere nach Olympia in Peking eigentlich beenden. Doch dann kam die russische Invasion in ihrem Heimatland. Den Russen können sie nur wenig vorwerfen, denn diese würden vom russischen TV in die Irre geführt, sagte sie im Dlf.

08:26 Minuten

Sport am Sonntag