Nahostkonflikt / Aktuelle Lage und Hintergründe

Ein Mann steht zwischen Häuserruinen
Ein Mann steht zwischen Häuserruinen

Der Überfall der palästinensischen Terrororganisation Hamas im Oktober 2023 auf Israel hat in der Region wieder die Gewalt entfacht. Israel möchte die Hamas zerstören. Diese wird wie die Hisbollah im Libanon vom Iran unterstützt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (l, CDU) schüttelt die Hand von Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel. Im Hintergrund sieht man eine Flagge von Deutschland und eine von Israel.

Kai Ambos: Es darf keine bedingungslose Hilfe für Israel geben

Die deutsche Staatsräson zur Sicherheit Israels sei falsch, argumentiert der Völkerrechtler Kai Ambos. Solidarität mit Juden in und außerhalb von Israel sei wichtig. Doch die Staatsräson führe dazu, dass Deutschland über Kriegsverbrechen hinwegsehe.

06:40 Minuten

Andruck - Das Magazin für Politische Literatur

Zwei Männer sind im Profil zu erkennen. Sie sitzen im Dunkeln draußen. Im Hintergrund ist die Skyline von Tel Aviv zu erkennen. Es handelt sich um eine Szene aus der Doku "NAZA".

"NAZA" im Kino: Ein Film stellt Israels Kriegssystem zur Debatte

Israelische Soldaten berichten anonymisiert über Überwachung, Zielauswahl und KI-Einsatz im Gaza-Krieg. Ihre Aussagen rücken militärische Routinen und die Verantwortung hinter Angriffen in den Fokus. Das hat auch Folgen für die Regisseure.

07:13 Minuten

Kompressor

Ein Arbeiter entfernt Stahlstangen aus einem zerstörten Gebäude, um sie für den Bau neuer Gebäude wiederzuverwenden.

Trumps Friedensrat - Kein Wiederaufbau in Gaza bisher

US-Präsident Trump kündigte 2025 sein "Board of Peace" zum Wiederaufbau des Gazastreifens an. Milliarden Dollar wurden zugesagt, aber trotz des Waffenstillstands leben die Palästinenser weiterhin in Trümmern. Hamas und Israels Regierung blockieren.

27:04 Minuten

Weltzeit

Carolin Emcke, deutsche Autorin und Publizistin, die von der Stadt Oldenburg mit dem Carl-von- Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik gewürdigt wurde, steht für ein Porträt vor der Kamera.

Carolin Emcke: Humanismus kennt keinen Nahen Osten

Carolin Emcke fragt, wie universell unser Humanismus mit Blick auf den Nahen Osten tatsächlich ist. Warum wird Solidarität dort brüchig, wo Menschenleben unterschiedlich bewertet werden? Ein Gespräch über Empathie und Erinnerungskultur.

38:53 Minuten

Sein und Streit

Dafna Gerstner (Frau mit Brille und schwarzem gelockten Haar) ist eine Überlebende des Hamas-Anschlags am 7. Oktober. Fotografiert anläßlich der Fernsehsendung „2023! Menschen, Bilder, Emotionen“.

Dafna Gerstner - Dem Hamas-Massaker entkommen

Knapp überlebte die Deutsch-Israelin Dafna Gerstner den Hamas-Angriff auf einen Kibbuz am 7. Oktober 2023. In „Sie kamen, um uns zu töten“ schreibt sie über den Überfall, den Tod ihres Bruders und die traumatischen Folgen für sie und ihr Land.

37:31 Minuten

Im Gespräch

Bundeskanzler Friedrich Merz  schüttelt die Hand des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu während einer Pressekonferenz.

WaffenlieferungenDas Völkerrecht und das deutsche "Nie wieder"

Der Internationale Gerichtshof verhandelt über die Klage Nicaraguas gegen Deutschland. Im Zentrum stehen Israels Krieg in Gaza und deutsche Rüstungsexporte. Der Fall berührt die Lehren aus dem Holocaust. Und die Frage, wie weit „Nie wieder“ reicht.

04:49 Minuten

Politisches Feuilleton

Blick auf das VW-Stammwerk mit dem Markenhochhaus.

Volkswagen-KriseNur mit Kürzungen in die Zukunft?

Der Auto-Konzern steht vor einem Umbau. Jetzt soll bei Betriebsversammlungen geklärt werden, inwieweit dafür Stellen und Standorte gestrichen werden müssen. Und: Eskaliert die Lage zwischen Israel und der Türkei?

32:45 Minuten
Ein Fluglotse steht auf dem Tower des Flughafen Cochstedt, dem Nationalen Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrzeuge des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Bedrohung durch DrohnenForschungszentrum in Sachsen-Anhalt eröffnet

Drohnen werden in Deutschland immer mehr zum Sicherheitsrisiko. In Sachsen-Anhalt soll ein neues Technologiezentrum zur Abwehr der Flugobjekte forschen. Und: Israels Minister Ben-Gvir plädiert für “gezielte Tötungen” von Palästinensern.

27:03 Minuten
Schnellboote der iranischen Revolutionsgarde umkreisen im iranischen Hafen Bandar Abbas einen Öltanker, nachdem dieser zwei Tage zuvor in der Straße von Hormus aufgebracht worden war.

Straße von HormusIran knüpft Öffnung an klare Forderungen

Der Iran fordert für die Öffnung der Straße von Hormus ein Ende der US-Angriffe, die Aufhebung von Sanktionen und Entschädigungen. Für Washington dürfte dies kaum annehmbar sein. Nahostexperte Walter Posch sieht dennoch Spielraum für Verhandlungen.

08:38 Minuten

Informationen am Mittag

Das Logo vom Goethe-Institut angebrabracht an einer Backsteinwand am Sitz Neue Schönhauser Strasse in Berlin.

Goethe-Institut im ExilWas steckte hinter der Absage des Projekts?

Eine Lesung mit palästinensischen Autoren und Autorinnen wurde Ende Februar 2026 kurzfristig abgesagt. Genauso wie die weiteren Veranstaltungen des Projekts Goethe-Institut im Exil. Was steckte dahinter und war der Druck zu groß? Eine Spurensuche.

34:27 Minuten

Literatur

Präsident Donald Trump nach Verlassen der Air Force One am 21.1.2026 auf dem Flughafen in Zürich

Kampf um DemokratieWenn Mächtige die Welt neu ordnen

Freiheit und Demokratie sind weltweit unter Druck. In Europa ist Krieg, Nationalismus erstarkt und der Einfluss von Tech-Oligarchen wächst. Ist die Stärke des Rechts dem Recht des Stärkeren noch gewachsen? Wie steht es um die Freiheit? (Erstsendung 21.1.2026)

63:07 Minuten

Zur Diskussion

US-Vizepräsident JD Vance (links) und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in Jerusalem im Oktober 2025

Krieg gegen IranDas Verhältnis zwischen den USA und Israel hat sich verändert

Die USA sind Israels engster Verbündeter. Seit dem gemeinsamen Angriff auf den Iran ist das Verhältnis kompliziert: US-Vizepräsident Vance kritisiert Netanjahus Vorgehen, Präsident Trump äußert Verdruss über "Bibi". Das weckt Befürchtungen in Israel.

14:06 Minuten

Eine Welt

Donald Trump und Mohammed bin Salman stehen nebeneinander auf einem Rollfeld und sprechen miteinander.

Atom-DealWill Saudi-Arabien jetzt auch die Bombe?

Saudi-Arabien will Atomenergie und Trump hilft. Wenn das Land so vielleicht an die Atombombe kommt, wie reagieren Iran und Israel? Und: Warum Selenskyj die ukrainische Militärführung entlässt und sich nach Protesten – teilweise – korrigieren muss.

31:41 Minuten
US-Präsident Donald Trump schüttelt Libanons Präsident Joseph Aoun im Weißen haus die Hand. Im Hintergrund der weiß gehaltene Eingangsbereich.

US-NahostpolitikLibanon erwartet wenig von Donald Trump

Für den Irankrieg von US-Präsident Trump spielt der Libanon nur eine kleine Rolle. Doch die Hisbollah ist so schwach wie seit Langem nicht, sagt Nahost-Expertin Bente Scheller. Viele krisengeplagte Libanesen wünschen sich aber langfristige Lösungen.

11:23 Minuten

Das war der Tag

Ein Gesundheitszentrum im Libanon nach einem Luftangriff der israelischen Armee. Ein demoliertes Fahrrad vor vielen Trümmerteilen

SüdlibanonEs fehlt an Hoffnung und langfristiger Aufbauhilfe

Im Südlibanon bleiben angesichts der instabilen Lage mehr als drei Millionen Binnenvertriebene auf Hilfe angewiesen. Die Hilfsorganisation CARE arbeitet vor Ort. Sie beklagt die dramatische Lage und fordert dringend mehr langfristige Unterstützung.

13:45 Minuten

Informationen am Morgen

Skyline von Doha, der Hauptstadt von Katar, am 1. Juli 2026. Im Gewässer davor schwimmt eine rote Boje.

Kommentar zum IrankriegGolfstaaten sollten mehr Führung übernehmen

Der Krieg zwischen den USA und dem Iran eskaliert, auch die Golfstaaten geraten wieder unter iranischen Beschuss. Dennoch bleiben sie erstaunlich still, statt Washington und Teheran eine eigene Friedenslösung vorzulegen.

02:56 Minuten

Kommentare und Themen der Woche

Ein Delegierter auf dem Parteitag der Linken sitzt unter Parteigenossen und hat ein Palästinensertuch als Symbol der Solidarität mit Palästina um seinen Kopf gebunden.

Die Linke und der NahostkonfliktDie Beschlüsse des Parteitags sollen die Partei befrieden

Die Linke hat auf ihrem Parteitag beschlossen, Israels Vorgehen im Gazakrieg offiziell als Genozid zu bezeichnen – eine klare Verschärfung der bisherigen Position und ein Sieg des Pro-Palästina-Lagers.

Der Sprecher der israelischen Armee, Doron Gavish, spricht am 17. April 2024 in Sderot, Israel, während einer für Journalisten organisierten Pressetour, bei der das Luftabwehrsystem „Iron Dome“ der israelischen Armee vorgestellt wird.

HasbaraWie sich Israel heute der Welt erklärt

Viel und immer mehr Geld ist im Spiel: Umgerechnet fast 630 Millionen Euro will die israelische Regierung 2026 für öffentliche Diplomatie bereitstellen. Knapp fünfmal so viel wie 2025. Wofür wird es ausgegeben? Kritiker sprechen von Desinformation.

18:56 Minuten

Hintergrund

Benjamin Netanjahu und Donald Trump schütteln einander die Hand (am 29.9.2025 im Weißen Haus)

USA und IsraelNahostexperte: "Verbindung sollte man nicht für gegeben halten"

Die Beziehung zwischen den USA und Israel hat sich verschlechtert, die israelkritischen Stimmen in den USA werden lauter, so Nahostexperte Steinberg. Fehlende Unterstützung könnte für Israel gefährlich werden - und der Iran würde profitieren.

07:46 Minuten

Studio 9

Ein US-Kriegsschiff und ein iranischer Tanker Anfang Mai in der Straße von Hormus. Auf dem Wasser spiegelt sich die untergehende Sonne.

MemorandumDer Iran nach dem Trump-„Deal“

Die USA und Iran haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die USA machen darin viele Zugeständnisse. Ein guter Deal für das iranische Regime? Und: was ist die Erklärung wert? Außerdem: Die USA fordern eine NATO 3.0.

31:16 Minuten
Alltag im Iran. Eine Frau geht in Teheran an einer Flagge mit dem Porträt des bei Luftangriffen der USA und Israels getöteten geistlichen Führers Ayatollah Ali Chamenei vorbei

RahmenvereinbarungDie Menschen im Iran sind die größten Verlierer dieses Krieges

Die Kämpfe zwischen den USA und dem Iran sind offenbar vorbei, Anzeichen für einen politischen Wandel im Iran gibt es nicht. Das zeigt, dass es US-Präsident Trump nie um die Menschen dort ging, sagt die Journalistin Daniela Sepheri.

09:29 Minuten

Interviews

Donald Trump spricht in ein Mikrofon und hebt dabei die rechte Handfläche.

USA und IranEin Ende des Krieges scheint in Sicht

Mit einem Rahmenabkommen wollen USA und Iran den Krieg beenden und innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung aushandeln. Kapitulieren die USA – und auch Israel – damit vor dem Mullah-Regime? Und welche Rolle kann Europa spielen?

43:22 Minuten

Zur Diskussion

Die Archivaufnahme zeigt einen runden Platz in Beirut mit Palmen, an Geländern stehen Menschen.

1960 ausgewandertWarum zwei deutsche Seniorinnen trotz Krieg im Libanon bleiben

Der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah bestimmt den Alltag im Libanon. Doch in den 1960er Jahren war Beirut eine kosmopolitische Metropole, in der auch Heike Mardirian und Christel Bikhazi eine Heimat fanden. Sie wollen bleiben, trotz des Kriegs.

14:11 Minuten

Zeitfragen

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu spricht auf einer Pressekonferenz in Jerusalem nach der Verständigung zwischen den USA und dem Iran

Krieg in NahostViele Israelis fühlen sich von USA verraten

Eigentlich lehnen alle in der israelischen Politik das Memorandum zwischen dem Iran und den USA ab. Denn Teheran sehe dabei wie der Sieger aus, sagt der Islamwissenschaftler Simon Wolfgang Fuchs. Doch welche Rolle spielen die Europäer dabei?

08:27 Minuten

Das war der Tag

US-Präsident Donald Trump an seinem 80. Geburtstag. Er trägt eine weiße Basecap mit der Aufschrift "USA".

USA und IranEs gibt viele Fragezeichen und großes Misstrauen

Ein Abkommen soll den Krieg zwischen den USA und dem Iran beenden. Die Details sind jedoch unklar. Auch heikle Punkte sind noch nicht geklärt. Das berichten unsere Korrespondenten aus Washington und Tel Aviv.

08:39 Minuten

Informationen am Morgen

Mehrere Menschen stehen zwischen Trümmern und verbogenen Metallteilen eines abgerissenen Marktes in Beita im Westjordanland. Im Hintergrund sind beschädigte Verkaufsstände und Gebäudeteile zu sehen.

E1-Projekt im WestjordanlandAus für die Zweistaatenlösung?

Im Westjordanland soll mit E1 eines der umstrittensten Siedlungsprojekte seit Jahren verwirklicht werden. Warum die Pläne international auf Kritik stoßen und welche Folgen sie für die Zweistaatenlösung haben könnten.

Ein Flugzeug beim Start vor Himmel bei Sonnenuntergang.

FlügePlötzlich kostet der gebuchte Urlaub mehr – Ist das erlaubt?

Flüge könnten bald deutlich teurer werden. Grund ist der drohende Kerosinmangel durch den Irankrieg. Aber dürfen Reiseveranstalter auch für bereits gebuchte Reisen Nachzahlungen verlangen?

Ein Überblick über die Zerstörungen nach einem israelischen Luftangriff auf das Haus der Familie Gazzat im Stadtteil Es-Sabra in Gaza-Stadt, Gaza, am 24. Juni 2025. Das Haus wurde unbewohnbar, und fünf Menschen kamen bei dem Angriff ums Leben.

Erosion des Völkerrechts?Anspruch und Wirklichkeit der regelbasierten internationalen Politik

Israel und die USA führen Krieg gegen den Iran, um das Mullah-Regime zu stürzen. Trump interveniert in Venezuela. Putin versucht, die Ukraine zu erobern. Diese Aktionen sind völkerrechtswidrig. Wird das Völkerrecht der Macht des Stärkeren geopfert?

32:58 Minuten

Essay und Diskurs

Auf einem Berg in der judäischen Wüste sind neue Häuser von israelischen Siedlern zu sehen

Siedlungspläne IsraelsExperte warnt vor "faktischer Annexion des Westjordanlandes"

Israel treibt sein Siedlungsprojekt E1 voran. Eine Zweistaatenlösung wäre nach einer Umsetzung nicht mehr realistisch, warnt Andreas Reinicke vom Deutschen Orient-Institut. Er fordert mehr politischen Druck gegenüber Israel – auch von Deutschland.

12:30 Minuten

Interviews

Ein von der Weltraumstation ISS aus gemachtes Foto zeigt den Persischen Golf, rechts im Bild ist die Straße von Hormuz zu sehen.

IrankriegVerhandlungen trotz gegenseitiger Angriffe?

Trotz offiziell geltender Waffenruhe beschießen sich die USA und Iran gegenseitig. Ex-Diplomat Hans-Dieter Lucas rät beiden Parteien zu kommunikativer Mäßigung und zur Stabilisierung eines Waffenstillstandes – als Voraussetzung für echte Gespräche.

12:36 Minuten

Interviews

Papst Leo XIV.

Ein Jahr Leo XIV.Der erste Papst aus den USA - eine Zwischenbilanz

Robert Prevost beginnt sein Pontifikat als Papst Leo XIV. mit einem Friedensgruß. Sein Einsatz gegen den Krieg ist mittlerweile sein zentrales Leitmotiv. Damit zieht er Donald Trumps Zorn auf sich. Ein Resümee eines ersten Amtsjahrs.

18:58 Minuten

Hintergrund

Die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika und die Flagge des Iran vor einem gemusterten Hintergrund

IrankriegNahost-Experte: Neues Angebot wird keinen Durchbruch erzielen

Mit seinen neuen Vorschlägen verschiebt der Iran den Fokus weg vom Atomprogramm hin zur Straße von Hormus, sagt der Politikwissenschaftler Ali Fathollah-Nejad. Das lehnt Trump ab. Kann es unter diesen Bedingungen weitere Verhandlungen geben?

08:03 Minuten

Interviews

Papierschnitt eines Schlosses, das in der Mitte zerbrochen ist.

Internet der ZukunftDer Iran als Testfall für zukünftige Sperren?

Das globale Internet zerfällt in nationale Netze. Der Iran, Russland und China haben in den vergangenen Jahren Infrastrukturen aufgebaut, die das Netz fragmentieren. Experten sprechen bereits vom "Splinternet" - das Modell breitet sich weiter aus.

33:54 Minuten

Zeitfragen. Feature

Der Autor, Publizist und Islamwissenschaftler Daniel Gerlach. Er schaut in die Kamera. Er trägt ein weiß gestreiftes Hemd und eine dunkle Jacke.

Historiker GerlachFriedenssuche zwischen Bagdad und Bethlehem

Als Nahost-Experte ist Daniel Gerlach ein viel gebuchter Gast. Der Islamwissenschaftler schreibt Bücher und dreht Filme über die Geheimnisse des Orients. Vor allem ist er aber als Mediator unterwegs – auf der Suche nach Frieden und Verständigung.

40:19 Minuten

Im Gespräch

Satellitenaufnahme vom Suezkanal

Hormus, Suez, TaiwanWenn es eng wird für den Welthandel

Wenn Lieferketten unterbrochen werden, gerät der Welthandel ins Wanken. So wie aktuell durch die Sperrung der Straße von Hormus. Wo sonst ist der Welthandel besonders verletzlich – und wie lassen sich Risiken minimieren?

Ein iranisches Propagandaplakat zeigt Soldaten, die ein Fischernetz voller Schiffe zusammenziehen.

Hormus, Suez, TaiwanWenn es für den Welthandel eng wird

Meerengen und Kanäle sind neuralgische Punkte des Welthandels. Sie werden stark befahren und sind anfällig für Störungen: Krieg, Piraterie oder Extremwetter sorgen schnell für Stillstand. Wie können Staaten und Unternehmen sich dagegen wappnen?

18:43 Minuten

Hintergrund

"End Israel" wurde an die Fassade der Technischen Universität München geschmiert

AntisemitismusIsraels Existenzrecht zu leugnen, soll strafbar werden

Israels Existenzrecht zu leugnen, war bislang von der Meinungsfreiheit gedeckt. Doch das soll sich ändern. Hessens Justizminister Christian Heinz (CDU) verteidigt die Bundesratsinitiative und sagt: Bei manchen Menschen reiche Aufklärung nicht aus.

12:55 Minuten

Interviews

Blick auf mehrere Gebäude im Libanon, die im Krieg mit Israel zerstört wurden.

LibanonBotschafterin wirft Israel Kriegsverbrechen vor

Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon herrscht aktuell eine Waffenruhe. Laut Libanons Botschafterin in Berlin, Abir Ali, verstößt Israel dagegen jedoch "jeden einzelnen Tag": Israels Armee töte Zivilisten und zerstöre ganze Dörfer.

14:33 Minuten

Interviews

Ein Mann steht vor Ruinen in Nabatieh (Libanon)

Schiiten im LibanonZwischen Leid und Verbundenheit zur Hisbollah

Nach sechs Wochen Krieg herrscht eine Waffenruhe im Libanon. Tausende Schiiten kehren zurück in ihre beschädigten Häuser im Süden. Einige sympathisieren mit der Hisbollah und sehen die Verhandlungen mit Israel kritisch. Ein Generalverdacht geht um.

25:13 Minuten

Weltzeit

An der Tafel einer Tankstelle stehen in roter Schrift die aktuellen Preise.

TankrabattMiersch (SPD) dämpft Hoffnung auf sinkende Spritpreise

Matthias Miersch will sich nicht darauf festlegen, dass die Benzin- und Dieselpreise mit Inkrafttreten des Tankrabatts stark sinken werden. Es sei nicht absehbar, was im Nahen Osten passiert. Der SPD-Fraktionschef schließt weitere Maßnahmen nicht aus.

24:53 Minuten

Interview der Woche

Eine Karte zeigt die Straße vom Hormus.

IrankriegChinas Macht im Nahen Osten

China ist seit Jahren im Nahen Osten präsent und will dort keine Kriege führen, sondern Geschäfte sichern. Die Sinologin Kristin Shi-Kupfer sagt: Peking setzt auf Öl, Handel und Diplomatie – und profitiert davon, dass die USA sich militärisch binden.

08:19 Minuten

Information und Musik

Demonstranten stehen dicht gedrängt auf der Straße und halten Schilder in die Höhe. Auf einem Schild steht "Digitale Gewalt hart bestrafen" in Rot auf Gelb.

Digitale GewaltHarte Strafen für Porno-Deepfakes und Spanner?

Sexualisierte Gewalt im Netz ist ein Massenphänomen, das durch den Fall Collien Fernandes in den Fokus gerückt ist. Ein neuer Gesetzentwurf sieht härtere Strafen vor. Und: Waffenruhe zwischen Israel und Libanon: Chance auf echten Frieden?

34:53 Minuten
Satellitenansicht der Straße von Hormus mit roten Schifffahrtslinien und einem großen roten X-Zeichen, das eine Blockade, einen maritimen Konflikt oder eine Handelsstörung in diesem strategisch wichtigen globalen Engpass für Öl symbolisiert.

Straße von HormusRegierungschefs suchen nach Lösungen für die freie Schiffahrt

In Paris beraten 30 Staaten über mögliche Wege, die Straße von Hormus nach einem Waffenstillstand offen zu halten. Das internationale Seerecht müsse durchgesetzt werden, sagt der frühere NATO-Botschafter Martin Erdmann - am besten mit UN-Mandat.

13:09 Minuten

Informationen am Mittag

Libanesen versuchen über das Geröll zu steigen, das von der Qasimiyeh Brücke nach israelischen Angriffen übrig geblieben ist

Krieg in NahostZehntägige Waffenruhe zwischen Israel und Libanon

Die Waffenruhe im Libanon ist eine vertrauensbildendende Maßnahme vor dem Start neuer Verhandlungen über den Irankrieg in Islamabad. Die US-Regierung hat dafür Israel unter Druck gesetzt, die iranische Führung offenbar die Hisbollah im Libanon.

05:08 Minuten

Informationen am Morgen

Ein ernst blickender Mann in Anzug steht neben einer chinesischen Flagge: Chinas Außenamtssprecher Guo Jiakun äußert sich zum Iran-Krieg.

Chinas Wirtschaft legt zuIst Peking der große Profiteur von Trumps Irankrieg?

Der Irankrieg lässt den Ölpreis nach oben schnellen. Das macht allen Ländern weltweit zu schaffen. China steht bisher aber relativ gut da. Was bedeutet das für Chinas Rolle als Welt- und Wirtschaftsmacht?

Menschen in dem von der Hisbollah kontrollierten Dahieh Viertel im Süden Beiruts in Trümmern halten ein Foto eines Politikers mit schwarzem Turban  hoch

NahostkonfliktDie Hisbollah – Israels Gegner im Libanon

Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz bekämpfen sich im Libanon. Israel fordert von Beirut die Entwaffnung der Miliz. Doch der Einfluss der libanesischen Regierung auf die Hisbollah ist gering. Welche Rolle spielt sie im Libanon?

Nach einem Raketenangriff steigt Rauch am Horizont einer ländlichen Gegend auf, im Vordergrund ist ein zerstörtes Haus zu sehen.

Israel und LibanonPolitologin sieht in Gesprächen kaum Chancen für Frieden

Erstmals seit Jahrzehnten führen Israel und der Libanon direkte Gespräche. Während Beirut eine Waffenruhe fordert, verlangt Tel Aviv die Entwaffnung der Hisbollah. Für andere Menschen befürchtet Politologin Sophia Hoffmann indes weiteres Leid.

11:56 Minuten

Informationen am Mittag

Illustration: Ein schwarzes Ölfass mit brennender Lunte steht auf einer Landkarte im Nahen Osten

Geld als WaffeWie Wirtschaft und Krieg zusammenhängen

Hinter vielen Kriegen steckt wirtschaftliches Interesse, sagt die Journalistin Ulrike Herrmann. Da zeige sich an der Straße von Hormus, wo Öl und Gas zu Waffen werden. Diktatoren wie Putin führten Krieg, um von wirtschaftlichen Problemen abzulenken.

09:41 Minuten

Information und Musik

Armin Laschet (CDU) sitzt im Plenarsaal des Bundestag vor einem Aktenstapel.

Israel und LibanonLaschet hofft auf Friedensgespräche

Israel hat das Recht, sich gegen Angriffe aus dem Libanon zu verteidigen, betont Armin Laschet (CDU) - und hofft auf Friedensgespräche. In Sachen Iran erteilt er Trump eine klare Absage - und fordert eine bessere Verteidigung für Europa.

11:14 Minuten

Interviews

Porträt von Omid Nouripour (51 Jahre alter Mann mit kräftiger Statur, Glatze, gelber Krawatte und schwarzem Sacko), Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Bündnis 90/Die Grünen als Gast beim Politiktalk Caren Miosga

Frieden in NahostNouripour fordert europäische Friedensinitiative

Omid Nouripour (Die Grünen) fordert eine europäische Initiative für die Sicherung des Friedens im Nahen Osten. Die Europäer müssten in der Region mehr Engagement zeigen. Außerdem kritisiert der Bundestagsvizepräsident Außenminister Wadephul.

08:44 Minuten

Interviews

Rauchwolken über Teheran am 5. April 2026

Feuerpause im Iran-KriegDie vorläufige Waffenruhe lässt viele Fragen offen

Kurz vor Ablauf eines Ultimatums haben sich die USA und der Iran auf eine vorläufige Feuerpause geeinigt. Nun soll ein dauerhafter Friedensplan verhandelt werden. Das sorgt weltweit für Aufatmen. Experten warnen jedoch vor überzogenen Erwartungen.

In der Gemüseabteilung eines Supermarkts sind verschiedene Gemüsesorten ausgelegt. Darunter sind Lauchzwiebeln, Fenchel und Radicchio.

LebensmittelPanikmache mit leeren Supermarktregalen

In sozialen Medien kursiert die Falschbehauptung, dass der Iran-Krieg zu Versorgungsengpässen bei Grundnahrungsmitteln führen soll. Das Landwirtschaftsministerium widerspricht. Das kommt wirklich auf die Kunden zu.

USPresident Donald Trump steht am Rednerpult und spricht in ein Mikrofon.

Iran-UltimatumSicherheitsexperte: "Trump steht mit dem Rücken zur Wand"

Trumps Ultimatum an den Iran läuft heute ab – ohne Plan B, sagt Sicherheitsexperte Christian Mölling. Damit bleibe ihm nur die Wahl, weiter zu eskalieren, wenn die Frist verstreicht – oder das Ultimatum erneut zu verschieben und seine Glaubwürdigkeit zu untergraben.

10:37 Minuten

Informationen am Mittag

Ein Mann säubert ein Plakat auf dem v.l. Ayatollah Ruhollah Chomeini, Ali Chamenei und Modschtaba Chamenei zu sehen sind.

Krieg gegen IranEin Sturz des Regimes hätte schwerwiegende Folgen

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran und spekulieren dabei auch auf einen Sturz der religiösen Diktatur. Bislang sind Versuche, von außen einen Regimewechsel herbeizuführen, oft gescheitert. Wie stehen die Chancen dafür im Iran?

Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, steht an einem Rednerpult im St.-Paulus- Dom in Münster

Bischof Wilmer"Das Evangelium Jesu Christi ist Politik pur"

Gott ist politisch, weil es ihm um das Heil aller Menschen geht, nicht nur um das Heil einer Elite, sagt der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Heiner Wilmer will vor allem an der Seite jener stehen, die schwach und verletzt sind.

25:03 Minuten

Interview der Woche

Personen stehen vor einem Gebäude in der iranischen Stadt Karadsch. Das Gebäude wurde laut Angaben der Bildagentur während eines Angriffs durch amerikanische oder israelische Streitkräfte stark beschädigt.

Internationales RechtDas Völkerrecht heute - mächtig oder machtlos?

Die wissenschaftlichen Dienste des Bundestags bewerten die US-israelischen Angriffe auf den Iran als völkerrechtswidrig. Experte Andreas Paulus folgt dieser Einschätzung im Grundsatz. Die Reaktion Teherans sei unter Umständen auch völkerrechtswidrig.

24:40 Minuten

Kulturfragen

Israels Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir (Mitte), und Abgeordnete feiern, nachdem das israelische Parlament ein Gesetz verabschiedet hat, das die Todesstrafe für Palästinenser vorsieht, die wegen Mordes an Israelis verurteilt wurden.

Todesstrafe in IsraelNahost-Experte warnt: Gesetz wird nicht für Sicherheit sorgen

Israels Parlament hat die Todesstrafe für palästinensische Terroristen beschlossen. Medico-Nahostreferent Riad Othman sieht darin die Institutionalisierung einer Politik, die Palästinenser rassistisch benachteiligt. Härte schaffe keine Sicherheit.

12:15 Minuten

Interviews

Die Silhouette eines Förderturms ist vor dem Himmel zu sehen.

Energie und GeopolitikÖl als Waffe

Öl treibt nicht nur Motoren an, sondern auch Krisen, Konflikte und politische Erpressung. Warum der Rohstoff noch immer ein Machtinstrument ist und wie die Energiewende das verändern könnte.

Aus einem Dorf nahe der Küste steigt Rauch auf.

Angriffe im LibanonPaul Ziemiak (CDU): "Israel geht jetzt zu weit"

Im Kampf gegen die Hisbollah-Miliz will Israel seinen Miliäreinsatz im Libanon ausweiten. Unangemessen und strategisch falsch, sagt Paul Ziemiak (CDU). Denn ein Kollaps des Landes wäre ein "Worst-Case-Szenario für die Sicherheits Israels auf Dauer."

08:35 Minuten

Interviews

US-Präsident Trump spricht vor einer Gruppe von Medienvertretern.

Iran-KriegUS-Präsident soll Iran 15-Punkte-Plan vorgelegt haben

Laut Medienberichten haben die USA Teheran einen Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Er soll die Zerstörung wichtiger Atomanlagen und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsehen. Die iranische Seite reagierte offenbar mit Misstrauen.

03:47 Minuten

Informationen am Morgen

Blick auf die Stadt Arad im Süden Israels, wo eine iranische Rakete mehrere Häuserblocks zerstört hat.

Iran-KriegKiesewetter (CDU) bekräftigt Nichtbeteiligung Deutschlands

Israel hat weitere Länder aufgefordert, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschließen. Die Bundesregierung habe bereits klargemacht, dass ihr Fokus auf der Ukraine liegt, sagt Roderich Kiesewetter (CDU). Eine Beteiligung sehe er daher nicht.

10:01 Minuten

Interviews

Porträtfoto von Benjamin Netanjahu

Angeblicher Deepfake-BeweisFalsche Gerüchte über Netanjahus Tod

In sozialen Medien kursieren Gerüchte, wonach Israels Regierungschef bei einem iranischen Raketenangriff getötet worden sein soll. Aktuelle Videos von Netanjahu seien KI-generiert. Doch die Gegenbeweise sind erdrückend.

Der historische Golestan-Palast, UNESCO-Weltkulturerbe, wurde bei Angriffen Israels und der Vereinigten Staaten auf die iranische Hauptstadt Teheran am 3. März 2026 beschädigt.

Iran-KriegWeltkulturerbe unter Beschuss

Der Krieg im Iran fordert nicht nur Menschenleben, sondern gefährdet auch geschützte Kulturstätten wie den Golestan-Palast. Während die Schlagzeilen von Bomben und Fronten dominiert werden, mahnt die UNESCO den Schutz nach der Haager Konvention an.

Manfred Weber steht vor einem Mikrofon. Hinter ihm eine blaue Wand mit dem Logo der EVP-Fraktion.

Brandmauer in der EUMacht die EVP geheime Deals mit Rechtsextremen?

WhatsApp-Chats und Absprachen über Abschieberegeln mit den Ultrarechten: Diese Recherche bringt CDU und CSU in Erklärungsnot. Gilt im EU-Parlament die Brandmauer zur AfD nicht? Und: Im Schatten des Iran-Kriegs: Wird Libanon das nächste Gaza?

35:15 Minuten
Bad Wörishofen in Bayern, Spritpreisanzeige an einer Freien V-Markt-Tankstelle in Bad Wörishofen Unterallgäu, der Diesel kostet 2,28 Euro.

Heizung, Essen, AutoWie umgehen mit steigenden Kosten?

Schon länger steigen die Kosten für Lebensmittel und Energie. Nun sorgt der Iran-Krieg zusätzlich für höhere Preise bei Öl, Gas und Sprit. Was bedeuten gestiegene Lebenshaltungskosten für Verbraucher? Fachleute diskutieren mit Hörerinnen und Hörern.

83:50 Minuten

Im Gespräch

Spielerinnen der iranischen Frauenfußballmannschaft salutieren vor dem Spiel gegen die Philippinen am 8. März 2026 in Australien

FußballIranerinnen gelingt die Flucht – und wie

Sechs Spielerinnen der iranischen Fußballnationalmannschaft wollen nach einem Turnier in Australien bleiben und dort Asyl beantragen. Was steckt dahinter und wie ungewöhnlich ist dieser Fall?

15:22 Minuten

Deutschlandfunk Nova

Russlands Präsident Wladimir Putin sitzt an seinem Schreibtisch und macht eine Handbewegung

IrankriegDer große Nutzen für Putin und Russland

Ablenkung vom Krieg gegen die Ukraine und intensiver Waffeneinsatz des Westens: Wladimir Putin gilt laut Ex-Diplomat Rüdiger von Fritsch als Gewinner des Irankriegs. Je länger der Konflikt im Nahen Osten andauere, desto mehr profitiere der Kreml.

08:30 Minuten

Interviews

Industrieanlagen und Schornsteine der Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) sind im Gegenlicht zu sehen.

Ölpreisschock durch IrankriegWas die Freigabe der strategischen Ölreserve bewirken kann

Hohe Spritpreise könnten nur der Anfang sein. Der Ölpreisschock infolge des Kriegs in Iran könnte die deutsche Wirtschaft insgesamt empfindlich treffen. Deswegen gibt Deutschland einen Teil seiner nationalen Ölreserven frei. Ein wirkungsvolles Mittel?

Frauen des iranischen Roten Halbmonds, erkennbar durch die rot-weiße Kleidung, stehen vor dichten schwarzen Rauchwolken eines Brandes nach einem nächtlichen Luftangriff auf eine Ölraffinerie im Nordwesten Teherans. Sie tragen Mundschutz.

Bomben auf IranDer Zangengriff gegen die Revolutionsgarden

Das Militär von Israel und den USA bombardiert seit dem 28. Februar Ziele im Iran. Nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei und weiteren Führungspersonen des Machtapparates ringen Iraner im Exil und im Land mit der Frage, wie es weitergeht. Welche Gruppen könnten einen Wandel erkämpfen?

35:50 Minuten

Weltzeit

Das Foto zeigt eine Menschenmenge, die iranische, deutsche, US-amerikanische und israelische Flaggen schwenkt und gegen das iranische Regime protestiert. Die Demonstration fand am 7. März 2026 in Berlin statt.

Zukunft des IranDas bittere Zerwürfnis der iranischen Diaspora

Ein großer Teil der iranischen Community in Deutschland hat sein Heimatland aus politischen Gründen verlassen und steht dem Mullah-Regime kritisch gegenüber. Trotzdem gilt die Diaspora hierzulande als politisch tief gespalten.

U.S Präsident Donald Trump empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus, dahinter Journalisten mit Mikrofonangeln

IrankriegDeutschland außen vor und mittendrin

Bei Trumps und Netanjahus Entscheidung, den Iran anzugreifen, hatte Deutschland nicht mitzureden. Dennoch steckt das Land in mehreren Dilemmata. Völkerrecht versus Realpolitik, Überzeugungen versus Diplomatie, Großwetterlage versus Landtagswahlen.

48:18 Minuten
Eine Soldatin steht vor einem NATO-Logo. Das Logo ist auf einem AWACS-Flugzeug angebracht.

Flächenbrand im Nahen OstenSteht eine neue Phase des Krieges bevor?

Der Bündnisfall ist unwahrscheinlich – auch nachdem die NATO iranische Raketen abgefangen hat. Aber es mehren sich Berichte, dass eine Bodenoffensive bevorstehen könnte. Und: Was kann der "Anti-AfD-Pakt" in Sachsen-Anhalt wirklich leisten?

22:30 Minuten
Ein Werbung der Firma Polymarket kurz vor Wahl des New Yorker Bürgermeisters zeigt die beiden Kontrahenten Zohran Mamdani und Andrew Cuomo.

Prognosemarkt und InsiderhandelPolymarket: Mit Wetten zum Irankrieg Millionen verdienen

Wer wird nächster US-Präsident? Wann kommt eine Bodenoffensive im Iran? Mit solchen Wetten lässt sich auf der Plattform Polymarket viel Geld verdienen. Was skurril klingt, kann durchaus ernsthafte Folgen für die Weltpolitik haben.

Donald Trump und Friedrich Merz im Säulengang des Weißen Hauses

Ohne MasterplanWas will Trump im Iran?

Bundeskanzler Merz und US-Präsident Trump sind sich einig, dass das iranische Regime gestürzt werden muss. Aber auf die Frage, was am Tag danach kommt, gibt es keine Antwort. Und: Die Suche nach einem Atommüll-Endlager verzögert sich weiter.

33:23 Minuten
Benzinpreise werden an einer Tankstelle angezeigt.

NahostWas der Krieg für Wirtschaft und Verbraucher bedeutet

Steigende Heizöl-, Gas- und Spritpreise, Aktien unter Druck, Verluste bei Airlines: Der Krieg in Nahost hat bereits Auswirkungen auf Wirtschaft und Verbraucher. Sollte er lang dauern, drohen gravierende Folgen, warnen Experten.

Rauchwolken über Teheran nach den Angriffen von Israel und den USA

Internationales RechtDer Irankrieg und das Völkerrecht

Israel und die USA haben den Iran angegriffen – um sich selbst zu schützen, so die Argumentation. Völkerrechtsexperten sehen das kritisch. Was dürfen Staaten und was nicht? Und welche Rolle spielen internationale Regeln überhaupt noch?

Autos fahren in Doha auf einer Straße, im Hintergrund sieht man Rauch aufsteigen.

Iran-KriegWie lange halten die Golfstaaten still?

Als Vergeltung greift der Iran mehrere Golfstaaten an. Diese reagieren bislang zurückhaltend - aber wie lange? Und: Tausende Reisende sitzen in der Golfregion fest. Außerdem: Wie stark ist das Völkerrecht unter Druck?

33:14 Minuten
In London feierten am 1. März 2026 Iranerinnen und Iraner den Tod des obersten Führers Chomenei Ajatollah Chomenei.

NahostkonfliktIran und Israel: Geschichte einer Erzfeindschaft

Schon seit Jahren bekämpfen sich Israel und der Iran im Verborgenen. 2025 entbrannte zwischen den beiden stärksten Militärmächten der Region ein offener Krieg. Nun hat der Konflikt eine neue Eskalationsstufe erreicht. Woher rührt die Erzfeindschaft?

Teilnehmer einer Demonstration gegen das iranische Mullah-Regime in Düsseldorf feiern den Tod des obersten Führer des Irans, Ajatollah Chamenei. Ein Mann hat sich dabei in eine US-Flagge gehüllt.

Nach Tod von ChameneiRegimewechsel im Iran möglich?

USA und Israel haben wichtige Führungsfiguren im Iran getötet. Die Luftschläge gehen weiter, der Iran schlägt zurück. Halten sich die Hardliner an der Macht oder besteht die Chance auf Wandel? Und: Die Folgen des Iran-Kriegs für die Weltwirtschaft.

31:13 Minuten
Ein Mann betrachtet die Kuppel einer zerstörten Moschee in dem südlibanesischen Dorf Aita al-Schaab.

Krieg im Nahen OstenGuido Steinberg: Die Hisbollah ist ganz stark geschwächt

Irans Angriffe auf Länder wie Katar, Kuwait oder Oman treibt viele Golfstaaten an die Seite der Amerikaner, sagt Guido Steinberg. Einen weiteren Dämpfer für Teheran sieht der Nahostexperte darin, dass die Hisbollah im Libanon an Kraft eingebüßt habe.

18:12 Minuten

Informationen am Mittag

Ein Mann trauert nach dem Tod des iranischen Führers Ali Chameinei. Sein Gesicht ist schmerzverzerrt, es ist von einem schwarzen Tuch verhüllt.

Möglicher RegimesturzDer Iran trauert – und hofft

Nach der brutalen Niederschlagung der Proteste im Iran machen sich weite Teile der Menschen dort keine Illusionen mehr, was das Regime betrifft, sagt Journalistin Shila Behjat. Pläne für die Zukunft gebe es, doch die Bevölkerung sei vielstimmig.

11:07 Minuten

Fazit

Über der iranischen Hauptstadt Teheran steigt Rauch auf. Israel und die USA haben den Iran nach eigenen Angaben angegriffen.

Eskalation im Nahen OstenIsrael und USA greifen Iran an

Israel und die USA haben den Iran angegriffen, und dieser reagiert mit Angriffen gegen Israel und umliegende US-Militärbasen. Wie ist die Lage im Iran, wie rechtfertigen Israel und USA den Angriff, und wie reagieren andere arabische Länder?

40:47 Minuten
Über den Dächern von Teheran steigen Rauchwolken auf, im Vordergrund sind Sendemasten zu sehen.

Angriff auf IranTrump ruft zum Regimewechsel auf

Nach Luftschlägen Israels und der USA gegen Iran rief US-Präsident Trump das iranische Volk zum Sturz des Regimes auf. Der Iran reagierte mit Angriffen gegen Israel und US-Militärbasen am Golf. Beobachter befürchten eine weitere Eskalation in Nahost.

11:18 Minuten
Eine junge Iranerin läuft am 26.02.2026 in Teheran vor einem Wandbild entlang, das symbolisch die Zerstörung des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" der US-amerikanischen Streitkräfte zeigt.

Oppositionsbewegung im IranZwischen Wut und Hoffnung

An Unis und auf Friedhöfen protestieren wieder Teile der iranischen Bevölkerung gegen das Regime. Viele fordern den Tod der Machthaber und kämpfen trotz der brutal niedergeschlagenen Massenproteste im Januar weiter für ihre Freiheit.

Abdallah Alkhatib, Regisseur vom Film "Chronicles from the Siege" spricht während der Preisverleihung bei der Abschlussgala im Berlinale Palast auf der Bühne. Neben ihm wird die palästinensische Fahne hochgehalten.

BerlinaleWie politisch darf sie sein?

„Wir werden uns an jeden erinnern, der nicht an der Seite Palästinas steht“ – so Regisseur Alkhatib. Die Folgen: Aufregung, Sondersitzungen, eine angezählte Berlinale-Chefin. Wie politisch darf das Festival sein? Und: Straßen schneller bauen - ohne Naturschutz?

29:04 Minuten
Tricia Tuttle auf der Berlinale

Berlinale-EklatFilmakademie verteidigt Berlinale-Chefin

Er selbst vertrete nicht die pro-palästinensische Position, die bei der Berlinale für einen Eklat gesorgt hat, sagt Florian Gallenberger, Chef der Deutschen Filmakademie. Aber es wäre falsch, Festival-Chefin Tricia Tuttle deswegen zu sanktionieren.

10:22 Minuten

Fazit

Palästinensische Frauen reagieren, nachdem israelische Polizisten ihre Häuser niedergebrannt haben, als sie ein Beduinendorf in der Negev-Wüste zerstörten.

Israels BeduinenAufbegehren in der Wüste

Die Beduinen in der Wüste Negev zählen zu den am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Israel. In vielen ihrer Dörfer fehlen Wasser, Strom und Gesundheitsversorgung. Eine neue Generation fordert mehr politische Mitsprache ein.

26:52 Minuten

Weltzeit

Porträt der Publizistin Shila Behjat vor blauem Hintergrund.

Autorin Shila BehjatDer Widerstandsgeist im Iran ist ungebrochen

40 Tage nach der Niederschlagung der Proteste regt sich erneut Widerstand im Iran. Trauer um die Toten werde zur Anklage gegen das Regime, sagt Publizistin Shila Behjat. Dabei sei Reza Pahlavi, Sohn des früheren Schahs, für viele ein Hoffnungsträger.

24:51 Minuten

Kulturfragen

Eine Demonstrantin hält ihre Handfläche in die Kamera, auf die mit Henna das Porträt des toten Hamas-Sprechers Abu Obaida gezeichnet ist.

Hamas in DeutschlandDer Zuspruch für die Terrormiliz wächst

Was passiert, wenn die Hamas in Gaza weiter zurückgedrängt wird? Nachrichtendienste warnen vor einem Ausgreifen, auch nach Europa. Gleichzeitig steigen in Deutschland die Zahlen von Mitgliedern und Sympathisanten - und das macht die Behörden wachsam. (Erstsendung 6.1.26)

18:52 Minuten

Hintergrund

Palästinenser laufen durch eine zerstörte Umgebung.

Samar Yazbek: „Gaza. Überlebensberichte aus einem zerstörten Land“Durch die Hölle gegangen

Mindestens 70.000 Tote und mehr als 170.000 Verletzte in Gaza. Hinter jeder Zahl steht ein Schicksal. Samar Yazbek hat drei Monate lang mit Überlebenden gesprochen. 27 oft erschütternde Berichte sind in ihrem Buch versammelt.

Studio 9