Beschluss
Nach Belästigung von "Spiegel"-Journalistin: AfD-Spitze verwarnt parteinahen Streamer "Aktivist Mann"

Die AfD-Bundesspitze distanziert sich von einem parteinahen Streamer, der im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt gegenüber Journalisten aggressiv aufgetreten ist.

    Björn Höcke (r, AfD), Vorsitzender der AfD in Thüringen, gibt bei der Wahlparty der AfD vor dem Alten Theater ein Interview mit dem Influencer "Aktivist Mann" (l).
    Die AfD-Bundesspitze distanziert sich vom "Aktivist Mann". (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Der Parteivorstand beschloss laut Medienberichten einstimmig eine Verwarnung. Der unter dem Pseudonym "Aktivist Mann" auftretende Streamer werde nur noch zu AfD-Veranstaltungen zugelassen, wenn er vorab zusichere, Journalisten nicht zu belästigen. Außerdem wurde mit Rauswurf aus laufenden Veranstaltungen gedroht. Weiter habe es in dem Beschluss geheißen, dass eine Rufschädigung der AfD verhindert werden solle. Die Parteivorsitzenden Chrupalla und Weidel hatten das Verhalten des Streamers bereits in der vergangenen Woche kritisiert.
    Auf seinen Kanälen hatte er unter anderem verbreitet, wie er gegenüber einer Spiegel-Journalistin auf der zentralen Wahlparty in Magdeburg aggressiv auftrat. Auf den Beschluss des AfD-Vorstandes reagierte der Streamer mit kritischen Posts.
    Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.